Wolfgang Westerkamp macht in Welper weiter

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
21. Juni 2014, Sebastian Schneider

Die SG Welper hat eine wichtige Personalie geklärt. Nach dem überraschenden Abstieg aus der Kreisliga A mussten alle Gespräche für die kommende Saison neu geführt werden. Bezüglich des Trainerpostens ist jetzt klar: Wolfgang Westerkamp wird die Mannschaft von der Marxstraße auch in der Kreisliga B betreuen.

Geschäftsführer Dino Carafiello hatte unmittelbar nach dem Abstieg am letzten Spieltag nach der 0:6-Pleite gegen Germania Bochum-West Ursachenforschung angekündigt. „Wir wissen, woran es lag, wir müssen nicht raten“, sagt Wolfgang Westerkamp. Man will die identifizierten Gründe untereinander regeln, öffentlich darüber sprechen will Westerkamp nicht. „Wir spielen nicht in der Bundesliga, das sind Interna“, sagt er.

Alle tun sich schwer mit dem Abstieg

Auch Westerkamp sieht im Nachhinein die Niederlage gegen die SG Linden-Dahlhausen als den Knackpunkt an. „Wir haben unsere Torchancen, nutzen sie nicht, und dann fliegt auf einmal Emmanuel Nwosu vom Platz.“ Nicht nur dieses Spiel verloren die Welperaner, sondern auch noch vier weitere. Und weil diesen Niederlagen in den letzten sieben Spielen nur zwei Siege gegenüber standen, muss der langjährige Bezirksligist jetzt runter in die Kreisliga B.

„Damit tue ich mich schwer, damit tun wir uns alle schwer“, gibt Wolfgang Westerkamp zu. Die ganze Welperaner Aufmerksamkeit gilt jetzt der Mannschaft, die den Aufschwung wieder schaffen soll.

Natürlich haben die Gespräche jetzt eine ganz andere Grundlage, als wenn Welper A-Ligist geblieben wäre. „Dino Carrafiello ist in dieser Sache schon unterwegs, und ich bin es auch“, sagt Westerkamp, der jetzt möglichst schnell eine schlagkräftiges Team zusammenstellen will. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir eine gute Mannschaft gestellt bekommen.“

Das sei in der vergangenen Saison auch ein Problem gewesen. „Wir hatten Abgänge, und die sind nicht adäquat ersetzt worden“, sagt Wolfgang Westerkamp. „Da kann auch der Verein nichts zu, aber es war so.“ Verlassen hatten die Welperaner im Sommer 2013 unter anderem Torhüter Maxim Albov oder Jakob Bergheim, der für Hedefspor dann zu Einsätzen in der Landesliga kam. Auch das Pech spielte eine Rolle beim Welperaner Absturz. Pech in einzelnen Speielen, aber auch, dass die Liga ungemein ausgeglichen war. So trennten die Welperaner auf dem zweiten Abstiegsplatz Rang zwölf vom achten Platz am Ende ganze zwei Punkte.

Das alles nützt allerdings jetzt auch nichts mehr. „Die Liga war eng beisammen, und wir hatten zwischendurch auch einen Lauf. Aber das kann man ja nicht verkaufen. Am Ende steht dieser Abstieg“, sagt Westerkamp, der sich mit der Kreisliga B nicht abfinden will. „Die SG Welper gehört nicht in die Kreisliga B“, sagt er.

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