Welpers Korbjäger zwischen Freud und Leid

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
5. Februar, Sebastian Schneider

Zwei Spiele innerhalb von zwei Tagen hatten die Korbjäger der SG Welper zu absolvieren. Die Mannschaft um Spielertrainer Ronnie Schmale erlebte dabei ein Auf und Ab: Einem überraschenden Sieg gegen den bisherigen Zweiten TG Voerde am Sonntag folgte eine nicht minder verblüffende 84:92-Niederlage bei Schlusslicht TSV Hagen II am Montagabend.

Hagen hat ordentlich aufgerüstet

„Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt innerhalb von 24 Stunden“, so beschrieb Ronnie Schmale die Gemütslage der Mannschaft nach den seltsamen Ergebnissen. Allerdings tat er das mit einem Augenzwinkern, denn man muss die dem Papier nach ganz bittere Niederlage in Hagen relativieren.

„Hagen ist zwar Letzter, aber mit der Mannschaft, die es am Montag gegen uns aufgefahren hat, hat es mit dem Abstieg nichts zu tun“, so Schmale. Die Gastgeber boten einige Jugendspieler aus der Regionalliga auf und auch ein älterer Akteur aus der ersten Herren-Regionalliga-Mannschaft war auf dem Feld. „Der hat auch das Heft in die Hand genommen“, so Schmale.

Trotzdem, und das war das eigentlich ärgerliche, hätte die SG Welper dieses Spiel gewinnen können. „Bis Mitte des letzten Viertels waren wir nur vier Punkte zurück“, sagte Ronnie Schmale. „Dann haben wir versucht, durch Fouls die Uhr anzuhalten.“ Das ging schief, weil Hagens Spieler sich unglaublich sicher von der Freiwurflinie zeigten. Elf Mal trafen sie so in Folge. „Das ist wirklich außerordentlich“, so Schmale dazu. Überhaupt waren die Freiwürfe ein Knackpunkt, denn während die Welperaner hier nur eine Quote von 58 Prozent hatten, lag die der Hagener bei 68 Prozent. „In so einer knappen Partie kann das ausschlaggebend sein“, so Schmale.

Der wichtigste Punkt war aber wohl, dass Welper seine eigenen Stärken nicht häufig genug zum Tragen brachte. „Hagen hatte Schwächen am Brett, aber wir haben das nicht genug ausgenutzt.“ Die Center Stefan Rath, Holger Jung und Sven Löschner punkteten alle gut. „Wir hätten sie aber noch besser einbinden müssen. Stattdessen haben wir es zu oft von außen versucht“, so Welpers Spielertrainer.

Welper besiegt Voerde 64:54

Schade war die Niederlage in Hagen, weil sie den Sieg gegen die TG Voerde am Sonntag überlagerte. Die Gäste, bis dahin Tabellenzweiter hinter Spitzenreiter TSV Hagen III, bezwang Welper mit 64:54.

„Es war ein sehr intensives Spiel, in dem die Abwehrreihen dominierten“, so Schmale. „Voerde hat sehr aggressiv gegen den Mann verteidigt, aber wir haben das sehr gut hingekriegt.“ Angeführt vom bärenstarken Sebastian Meichsner, der 25 Punkte erzielte, und Daniel Schmischke übernahm die SG ab dem zweiten Viertel die Führung und gab sie bis zum Ende nicht mehr her. Vorne lief es, hinten nicht minder. „Wir haben extrem tief im Raum verteidigt. Ich glaube, Voerde kannte das nicht“, sagte Ronnie Schmale. „Dass es so gut klappt, hätte ich aber nicht gedacht.“

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