Welpers aufregende Hinserie – Trainerwechsel inklusive

WAZ, Sport in Hattungen und Sprockhövel
15. Februar, Heiner Wilms

Nicht ganz leicht gestaltet sich für die heimischen Fußballer die Vorbereitung auf die Rückrunde. Dem A-Kreisligisten SG Welper geht es da nicht anders. Bis zum ersten Pflichtspiel ist es aber nicht mehr lange hin – am 24. Februar steht für die SGW das Nachholspiel gegen die DJK Wattenscheid an.

Doch Welpers Trainer Dino Carrafiello ist nicht der Mann, der angesichts der widrigen Trainingsbedingungen zu großen Klagen ansetzt. „Im Prinzip haben wir mit dem Training nie ausgesetzt“, sagt er. „Wir haben in der Halle gespielt. Beim WAZ-Pokal mit mäßigem Erfolg, aber dann wurde es bei Stadt- und Kreismeisterschaft sowie beim EN-Pokal immer besser. Wichtig ist, dass die Jungs Fußball gespielt haben. Ganz egal, ob in der Halle oder auf dem Feld.“

Welper hat eine aufregende erste Halbserie hinter sich – Trainerwechsel eingeschlossen. Im November kam es zur Trennung von Eric Mpongo. Ein Nachfolger für den Kameruner war schnell gefunden. Dino Carrafiello sprang wieder ein. Bereits zum dritten Mal. Carrafiello war auch schon Nachfolger von Manfred Hoffmann und er war auch zur Stelle, als Welper vor zweieinhalb Jahren in die große Krise stürzte, weil sich nach dem Bezirksliga-Abstieg zunächst fast die ganze Mannschaft verabschiedete.

Doch dieser Schaden ist inzwischen behoben, wenngleich es vor dieser Saison wieder zwei Abgänge gab, die schmerzten. Florentin Cheuffa und Jeffrey Cybart verließen den Verein. „Ja, das hat richtig weh getan“, sagt Dino Carrafiello. „Wenn wir beide noch hätten, dann würden wir in der Liga vorne voran marschieren.“

Ganz vorne stehen die Grün-Weißen zwar nicht, aber immerhin ist es zur Winterpause Platz fünf geworden – mit sechs Punkten Rückstand auf die Spitze. Das ist eine Mange, aber auch nicht die Welt. „Eigentlich sehen wir diese Spielzeit als Übergangssaison, aber ich schaue schon noch nach oben“, sagt Dino Carrafiello. „Ich bin ein ehrgeiziger Trainer.“

In der Winterpause wurde der Kader erweitert. Dimitri Aretzis, der früher in Welpers Jugend spielte, dann aber in seine Heimat Griechenland ging, hat sich den Grün-Weißen angeschlossen. „Er braucht noch ein bisschen Zeit, aber er kann uns helfen“, sagt Carrafiello.

Aretzis ist 33 Jahre alt und damit neben Patrick Eilmes, Artur Grzona und Rui Ferreira einer der Senioren in einer jungen Mannschaft. Jung aufgestellt will Welper auch in Zukunft bleiben. „Wir setzten auf Nachwuchsspieler, die sich entwickeln wollen“, sagt Carrafiello, der sich auch wegen des geplanten Kunstrasens Hoffnungen macht: „Es haben schon Spieler angefragt, vielleicht werden wir in der neuen Saison auch wieder eine dritte Mannschaft haben.“

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