Welper erinnert sich an gute alte Zeiten

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
7. Juli 2014, Hendrik Steimann

Anfangs waren es nur die Partien der Handballer der DJK Westfalia Welper gegen die Fußballer der SG Welper und die der Alten Herren gegen O’Lar Hattingen. Doch daraus wurde mehr, bereits im vergangenen Jahr. Ein komplettes Turnier, das für alle Beteiligten attraktiv ist. Die Fußball-Abteilung der SG Welper hat am Samstag den „2. Legenden- und Fachschaftspokal“ ausgerichtet.

16 Teams aus dem Amateur- und Hobbybereich spielten in zwei Einzelturnieren gegeneinander. Im Legendenpokal setzten sich nach einem engen Finale die SG-Aufsteiger der Saison 2007/08 gegen die Mannschaft der ehemaligen SG-Akteure durch – mit 5:4 nach Neunmeterschießen, weil es nach den regulären 20 Spielminuten 2:2 stand. Der Jubel war groß, denn mit dem Turniersieg rechneten die Spieler, die damals mit der zweiten Mannschaft der Welperaner aus der Kreisliga B in die Kreisliga A aufstiegen, nicht. „Die Konkurrenz war stark. Dass wir in der Gruppe eine gute Figur abgeben, damit habe ich gerechnet. Aber der Pokalgewinn ist dann umso schöner, wenn man mal wieder hier ist“, sagte der Ex-Welperaner Henning Schöpe, der von 2007 bis 2011 an der Marxstraße aktiv war und nun beim SV Bochum Voede spielt.

Die Spieler, die am Turnier teilnahmen, hat größtenteils Dino Carrafiello eingeladen. Der Geschäftsführer hat viele alte Bekannte angerufen. Viele freuten sich, an ihrer alten Wirkungsstätte noch einmal aufzulaufen – auch wenn es um nichts ging. So auch der Ex-Kapitän der ersten Mannschaft, Jeffrey Cybart, der wie schon in 2013, auch diesmal wieder mit seiner Capitano-Auswahl antrat. „Es ist meine alte Heimat, also habe ich ein paar Jungs zusammengetrommelt. Wir quatschen dann auch bisschen über alte Zeiten“, so Cybart, der etwa mit Patrick Eilmes, Markus Blättler oder Tim Vordenbäumen zusammenspielte – mit den Spielern, die 2007 sehr erfolgreich waren und in der Halle sowie auf dem Feld Kreismeister wurden.

Dass es den Spielenden gefällt, stimmt Carrafiello zufrieden. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir es in der Größe ausrichten können“, meint er. Acht Schiedsrichter musste er akquirieren, eigentlich noch zu wenige für die insgesamt 43 Partien, die auf dem Natur- und Kunstrasen jeweils über das halbe Feld stattfanden. „Es hätte noch besser laufen können, wenn nicht so viele mitgespielt hätten, die sonst auch viel hinter den Kulissen helfen“, so Carrafiello.

Auch den Teams im Fachschaftspokal hat es Spaß gemacht. Nicht nur eigene Abteilungen, sondern auch befreundete Vereine kickten mit. Am Ende gewannen die Fußball-Jugendtrainer im Neunmeterschießen 3:2 gegen den Kulturverein O’Lar. Dritter wurden die Basketballer, die durch ihre eigene zweite Mannschaft mehr Spieler stellen konnten als im Vorjahr. „Es ist mal was anderes und führt zusammen“, sagte Manuel Erlemann, der im Tor der Basketballer stand und im gesamten Turnierverlauf fünfmal einen Neunmeter parierte.

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