WAZ-Pokal: Aus in der Vorrunde

Es lief stellenweise gar nicht schlecht für unsere Jungs. Vor allem gegen den Landesligisten SV Herbede, der sich nicht sonderlich stark präsentierte. Dennoch reichten die sechs Punkte aus den vier Partien der Gruppenphase nicht, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Für Welper liefen auf: Lenz, Yildirim, Sonnenschein, Amade, Hoppen, Zukowski, Ricardo, S. Inci.

 

SG Welper – SV Herbede 4:5
Tore: 1:0 Mehmet Yildirim, 1:1 Gavin Hope, 1:2 Christian Kenter, 2:2 Semih Inci, 2:3 Christian Kenter, 3:3 Mehmet Yildirim, 3:4 Florian Pemöller, 3:5 Gavin Hope, 4:5 Martinho Ricardo.

Ein Spiel mit offenem Schlagabtausch. Welper fand gut ins Spiel und tastete sich langsam voran. Da die Angriffe aber noch nicht zwingend erfolgten, probierte sich Mehmet Yildirim aus der Distanz – 1:0. So schnell kann es gehen. Kurz darauf ließ sich die eigene Abwehr aber ausspielen und auch danach war sie unachtsam, so dass Herbede das Spiel durch Gavin Hope und Christian Kenter drehte. Doch Semih Inci nutze einen Abwehrfehler und den daraus resultierenden Fehlpass der Gegner aus, um zum 2:2 auszugleichen. Über den Flügel griff Herbede wieder an und wieder musste Robin Lenz hinter sich greifen. Doch Yildirim glich durch einen weiteren sehenswerten Weitschuss erneut aus. Nun zeigte Herbede kluge Kurzpass-Kombinationen. Florian Pemöller und wieder Hope trafen zweimal infolge. Welper war geschlagen. Doch Martinho Ricardo verkürzte nach einem Steilpass von Florian Hoppen noch auf 4:5.

 

SC Obersprockhövel – SG Welper 4:1
Tore: 1:0 Fabian Voshage, 1:1 Semih Inci, 2:1 Tim Gummersbach, 3:1 Nermin Jonuzi, 4:1 Fabian Voshage.

Es dauerte einige Minuten, bis die Partie Form annahm. Welper lief noch etwas neben der Spur, Obersprockhövel agierte dagegen viel zu hektisch. Auf keiner Seite sprangen so Tore heraus. Glück, dass der SCO die Welperaner Fehler nicht schon früher ausnutzte. Doch dann kam ein ruhiger Angriff, bei dem Obersprockhövels Fabian Voshage völlig frei vor Lenz stand und den präzisen Pass von Nermin Jonuzi an unserem Schlussmann vorbeischob. Welper war weniger lauffreudig als der SCO. Doch dennoch kam ausgerechnet mit Inci unser kleinster Spieler zu einer gefährlichen Kopfball-Chance, die Obersprockhövels Tim Gummersbach selbst mit dem Kopf gerade noch an die Latte lenkte. Inci dribbelte sich in der nächsten Szene aber an drei Gegnern vorbei und glich aus. Doch im direkten Gegenschlag brachte Gummersbach den SCO wieder in Führung. Hoppen verpasste den erneuten Ausgleich. Jonuzi und Voshage trafen noch zum 4:1-Endstand.

Bitter für Dennis Sonnenschein: Er verletzte sich in einem Zweikampf und konnte das Turnier nicht zuende spielen.

 

SG Welper – SF Durchholz 3:1
Tore: 0:1, 1:1 Semih Inci, 2:1 Joèl Strümpler, 3:1 Martinho Ricardo.

Schon früh war klar, dass unsere Jungs der Favorit sind. So spielten sie auch: sicher, über mehrere Stationen und mit viel Übersicht. Nur die Tore fielen zuerst nicht. Ricardo vergab eine Chance frei vor dem Tor stehend. Auch Hoppen hatte drei Möglichkeiten, aus denen er kein Kapital schlagen konnte. Dann fiel endlich ein Tor – aber auf der falschen Seite. Plötzlich spielten die Durchholzer einen Pass durch die Mitte und wie aus dem Nichts gelangte der Ball ins Tor. Das ließen die Welperaner nicht auf sich sitzen und erledigten endlich die längst überfälligen Hausaufgaben. Hoppen traf den Innenpfosten, Inci verwertete den Nachschuss. Joèl Strümpler zeigte nach einer Brustannahme einen wunderschönen Schuss aus der Drehung und Ricardo verarbeitete ein Hoppen-Zuspiel.

 

Hiddinghauser FV – SG Welper 2:3
Tore: 0:1 Semih Inci, 0:2 Martinho Ricardo, 1:2 Antonio Luque Exposito, 1:3 Semih Inci, 2:3 Sebastian Schweizer.

Im letzten Spiel, bei dem das Ausscheiden sowieso schon feststand, ging es nochmal heiß zu. Mit Hiddinghausen spielte Welper von der Ligazugehörigkeit her auch mal gegen einen ebenbürtigen Gegner, weil die Elf von Trainer Volker Simon auch in der Kreisliga A spielt, nur im Kreis Hagen.
Inci brachte uns mit einem flachen und trockenen Schuss in Führung. Lenz vereitelte danach mit einer tollen Parade den Ausgleich und Yildirim traf nur die Latte. Ricardo erhöhte auf 2:0, nachdem HFV-Keeper Bartosch Cwielong sich beim Rauslaufen total verschätzte. Nach einem Freistoß kämpfte sich der HFV aber durch einen Treffer von Antonio Luque Exposito zurück in die Partie. Nach einem Abwehrversuch stellte sich der Gegner aber ungeschickt an und Inci blieb ganz cool und schob zum 3:1 ein. Mit einem Distanzschuss verkürzte Sebastian Schweizer dann noch auf 2:3.

 

Fazit: Hätte Welper etwas cleverer und geordneter gespielt, wäre der Einzug in das Viertelfinale in greifbarer Nähe gewesen. Denn vor allem der große Favorit SV Herbede wackelte und hat den zweiten Platz in der Gruppe C nicht unbedingt verdient.

 

SG Welper war der letzte Hattinger Sieger

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
27. Dezember, Heiner Wilms

Er könne sich gut auch wieder einmal einen Hattinger Sieger des Turniers um den WAZ-Pokal vorstellen, sagt TSG-Geschäftsführer André Meister. Den hat es zum letzten Mal Ende des Jahres 2006 gegeben. Damals gewann die SG Welper.

„Es gibt nicht viel zu sagen. Wir haben alle Spiele klar gewonnen und sind der verdiente Sieger“, sagte Welpers Trainer Peter Kursinski nach dem Erfolg – und danach sagte er dann wirklich nicht mehr viel. Aber er hatte, wie die Zuschauer in der Halle auch, eine starke Vorstellung seiner Mannschaft gesehen. Welper führte damals im Finale gegen die TSG Sprockhövel nach Treffern von Remzi Aydin, Mithat Aydin und Jeffrey Cybart schon nach acht Minuten mit 3:0. Die Sprockhöveler verkürzten zwar durch zwei Treffer von Alexander Meister noch auf 2:3, doch mit seinem Tor zum 4:2 entschied dann Artur Grzona die Partie.

Vorjahresfinale TSG gegen Herbede

Für die Welperaner war es der zweite Sieg bei dem Sprockhöveler Turnier. Die Grün-Weißen hatten sich beim WAZ-Pokal schon im Jahr 2002 durchgesetzt.

Von den Hattinger Vereinen haben sich noch zwei weitere in die Siegerliste eingetragen. Der VfL Winz-Baak gewann im Jahr 1995, während sich der SuS Niederbonsfeld 1998 durchsetzte.

Dreimal gewonnen hat bisher der SC Obersprockhövel (1990, 1997, 2009), während der SV Herbede zweimal gewann (2008/2009).

Rekordsieger ist aber – und sie wird es mit Sicherheit noch eine Weile bleiben – die TSG Sprockhövel, die im vergangenen Jahr zum 14. Mal siegte. Im Finale wurde der SV Herbede mit 5:3 bezwungen.

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