Volle Kraft voraus

Peter Kasperczyk ist Radsportler aus Leidenschaft. Für die SG Welper tritt er auf Turnieren an – sogar auf internationaler Ebene.

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
4. Januar, Hendrik Steimann

Peter Kasperczyk - Giro delle Dolomiti 2011Seine Oberschenkel sind wahre Muskelpakete. Sein Herz ein Sportlerherz. Mit seinen Füßen tritt er kräftig in die Pedale und legt in einem Jahr unzählige Kilometer zurück. Bei Straßenrennen im ganzen Bundesgebiet und auch europaweit.

Peter Kasperczyk ist Radsportler aus Passion. Er wohnt in Ennepetal, ist aber Mitglied der SG Welper. Zumindest besitzt er dort seine Radsportlizenz. Unterwegs ist der gebürtige Oberschlesier an vielen Orten. Sein Rad hat er immer im Gepäck – und tritt für die SG Welper bei Rennen an.

„Dem Radsport war ich immer verbunden. Schon als Schüler habe ich an Leistungssport gedacht“, sagt Kasperczyk. Im Jugendalter begann er seine Karriere, nach der Übersiedlung nach Deutschland pausierte er jedoch einige Jahre. „Ich spielte einige Jahre lang Fußball. Doch die Holzerei gefiel mir nicht. Dauernd verletzte man sich“, sagt der 61-Jährige. Um seine Knochen zu schonen, widmete er sich dem Laufen und nahm an einigen Marathons teil.

„Aufgrund meiner muskulösen Figur war das Laufen aber auch eine hohe Belastung für meine Gelenke. Ich brauchte einen Ausgleich“, sagt Kasperczyk. Er probierte Triathlon aus. „Ich entschied mich wieder für das Radfahren und konnte es mit dem Laufen verbinden. Durch das Schwimmen hatte ich den schonenden Ausgleich.“

Nach 44 Jahren intensiven Leistungssports ging Kasperczyk in Rente. „Radfahren wollte ich aber weiter. Auch leistungsorientiert. Durch die Gegend fahren ist zwar auch mal schön, doch das bringt mir nichts. Ich bin ehrgeizig und möchte weiterkommen“, sagt der Radsportler.

Er trainiert fünf Mal pro Woche. Aber nicht alleine auf dem Rad. „Im Winter mache ich auch mal einen Skilanglauf. Jetzt kann ich mir als Rentner die beste Tageszeit aussuchen. Mittags ist es zur jetzigen Jahreszeit hell. So muss ich nicht abends im Dunkeln trainieren.“ Mit seinem Rad ist er allerdings die meiste Zeit unterwegs. Etwa zwölf Stunden in der Woche.

In der Saison, von März bis Oktober, tritt er bei den Rennen an. „Es macht mir einfach Spaß. Ich liebe das Radfahren, und im vergangenen Jahr lief es sehr gut“, sagt Kasperczyk. An neun großen Wettkämpfen nahm er teil. An sechs nationalen Radrennen, an zwei österreichischen und bei einem italienischen Etappenrennen in den Dolomiten. Jedes Mal belegte er in seiner Altersklasse einen Platz unter den besten zehn Startern. Zweimal siegte er, einmal kam er auf Platz zwei, dreimal auf Rang drei.

„Die Vorbereitung auf den Saisonstart im März läuft bereits“, verrät der erfolgreiche Radrennfahrer. So lange er es gesundheitlich kann, fährt er weiter. Und auch in diesem Jahr möchte Peter Kasperczyk wieder durchstarten und seine Erfolgsserie fortsetzen.

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