Verdienter dritter Platz

Nach einigen Problemen am Anfang, haben unsere Jungs bei der 42. Fußballstadtmeisterschaft den dritten Platz belegt. Mit einem am Ende deutlichen 7:2-Erfolg schlugen sie den AC Hattingen im Spiel um Platz drei.

Der Gegner war dabei nur mit zehn Kickern angetreten. Die machten in den ersten Minuten der Partie das Leben schwer. Sie standen gut, ließen die Angriffe nicht bis in den 16-Meter-Raum vordringen. Es war höchstens Unachtsamkeit, die einen Angriff durchließ. Etwa in der fünften Minute, als Phillip Durek in einer Überzahlsituation auf das Tor zulief. Er schloss aus zweiter Rehe ab, aber die Kugel flog links unten vorbei. In der siebten Spielminute ergab sich für den Mann mit der Nummer elf erneut die Chance, die er wiederum vergab.

Die erste halbe Stunde plagten die SG Welper Kommunikations- und Kombinationsschwächen auf dem Platz. Entweder verheddderten sie sich im ACH-Block oder die Pässe gingen ins Leere, wenn sie nicht beim Gegner landeten. In der 21. Minute hatte Joel Strümpler eine Chance, die Abwehr der Gegner stand jedoch zu gut. Wenig später legte er auf den völlig frei stehenden Semih Inci auf. Dessen Schuss war allerdings zu unplatziert und schwach und Daniel Ehrhard hatte ihn somit sicher in den Armen.

Erst nach einunddreißig Minuten konnte die Mpongo-Elf, die ohne Spielertrainer angetreten war, ein Zeichen setzten und ging in Führung. Joel Strümpler nutze die Gelegenheit und zog flach in die linke untere Ecke ab – 1:0. Doch der Vorsprung hielt nicht lange an. Die neun Feldspieler des AC Hattingen spielten stark. In der 34. Minute leistete sich Bergheim im Mittelfeld einen Fehlpass. Serkan Kurtboz wird lang geschickt, ist schneller als unsere Verteidiger. Robin Lenz verlässt seinen Kasten, was Kurtboz ausnutzt. Mit einem Heber zirkelt er das Leder ins rechte Eck zum Ausgleich. Kurz darauf schlägt er einen hohen Ball knapp über das Tor und in Minute 40 köpft er einen Meter daneben.

In der 43. Minute reklamierte der ACH Abseits. Der Schiedsrichter ließ weiter laufen, Welper war in der Überzahl. Wieder lief Durek frei auf das Tor des ACH zu, wollte Ehrhard umspielen, der ihn allerdings wieder abdrängte und den Ball abwehrte. Da nutze der mitgelaufene Strümpler erneut die Chance und versenkte den Ball im leeren Tor. Doch wieder konnten die Grün-Weißen die Führung nicht verteidigen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verliert Faruk Inci den Ball im Zweikampf. Necat Cengiz hebt ihn in den Strafraum auf Kurtboz. Der Flügelflitzer überwindet den abermals heraus eilenden Lenz mit der Hacke zum erneuten Ausgleich.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Der AC war zunehmend schwächer. Die Unterzahl machte sich bemerkbar, auch in den entscheidenden Torszenen, die Welper in Überzahl nutzen und verwerten konnte. Direkt in der 48. Spielminute: Fabian Kann wird auf der rechten Seite geschickt, spielt nach innen auf Durek, der zunächst an Ehrhard scheitert. Semih Inci bedient ihn erneut von links. Diesmal schießt Durek das Tor.

Semih Inci reichten seine bisher sieben Tore nicht. Nach seiner Vorlage wollte er nun selbst treffen. In der 52. Minute gelang ihm das – wieder im Überzahlspiel. Frei vor dem ACH-Keeper versenkte er links zum 4:2. Die Vorlage kam diesmal von Durek. Das 5:2 sieben Minuten später sah ähnlich aus: Doppeltorschütze Strümpler lieferte Inci die perfekte Vorlage, so dass der „Neuner“ noch Zeit hatte, sich den Ball zurechtzulegen und ganz abgeklärt an Ehrhard vorbei in die Maschen schoss. Unser Neuzugang hatte sich jetzt richtig warmgeschossen und setzte noch einen drauf: Er katapultierte einen abgewehrten Ball in den Kasten, nachdem Strümpler zuvor gescheitert war. Damit zog er mit Serkan Kurtboz gleich: Beide lagen bei zehn Toren und teilten sich später die Torjägertrophäe.

Welper war jetzt am Drücker, der AC ungeordnet. Bergheim hatte in der 63. Und 65. Minute jeweils die Möglichkeit, nachzulegen. Einmal versuchte er es aus der Entfernung, dann nach einer Ecke per Kopf. Ein Treffer gelang ihm jedoch nicht.

Eine Viertelstunde vor Spielende machte der ACH nochmal auf sich aufmerksam. Natürlich durch ihren Torjäger Serkan Kurtboz. Von links außen schoss er stramm aufs Welperaner Tor, doch der 18-jährige Lenz war wach und lenkte den Schuss mit einer Hand über die Latte. In der 83. Minute parierte er erst, wäre dann aber chancenlos gewesen, wenn Kurtboz nicht die Latte getroffen hätte.

Im Verlaufe des Spiels kamen alle Spieler unserer Ersatzbank zum Einsatz. Auch Torwart Maxim Albov – allerdings im Sturm. Sichtlich war, dass er nicht der geborene Dribbler und Knipser ist. In der 87. Minute gelang ihm dann aber in einer 3-1 oder gar 3-0 Überzahl auch ein Treffer. Dadurch setzte er den Schlusspunkt der Partie.

So spielte die SG Welper:
Robin Lenz, Patrick Eilmes, Dennis Sonnenschein (62. Alexander Umbras), Fabian Kann, Jakob Bergheim, Rui Ferreira, Michel Böhmer, Semih Inci (Maxim Albov), Faruk Inci (62. Phillip Strauß), Phillip Durek (71. Domink Rothweiler), Joel Strümpler.

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