Verbunden durch den Fußball

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
26. September 2014, Hendrik Steimann

Der Name Carrafiello wird in der heimischen Fußball-Szene sofort mit der SG Welper in Verbindung gebracht. Denn dort ist Dino Carrafiello Fußball-Geschäftsführer für den Seniorenbereich. Doch noch ein zweiter Carrafiello ist in den Reihen der SG aktiv. Sohn Sven, als Spieler der zweiten Mannschaft.

Serie: Sportliche Familien
Beide lernten das Fußballspielen an der Marxstraße. Dino Carrafiello meldete sich mit neun Jahren bei den Grün-Weißen an. Das war 1973 und die Sportanlage gerade wenige Jahre zuvor modern angelegt. Der heute 50-Jährige kam so in den Genuss von Rasen- und Ascheplatz. „Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass die Kabinen oben am Schulhof der Horstschule waren“, sagt er. Als Sven Carrafiello mit dem Fußball begann, waren sie dort nicht mehr. Der heute 30-Jährige stieg 1992 in die D-Jugend der Welperaner ein. Sein erster Trainer: sein Vater. „Das war nicht immer so einfach, weil ich ja neutral bleiben musste“, so Dino Carrafiello.
Beide zusammen in der Reserve
Der leibliche Vater ist Dino Carrafiello allerdings nicht, sondern der Stiefvater. Die beiden haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander, was sich durch den Verein noch mehr gefestigt hat. Schon in der D-Jugend feierten Vater und Sohn zusammen zwei Meisterschaften auf dem Feld und eine in der Halle. „Das sind schöne Momente gewesen, an die ich mich heute noch gerne zurückerinnere“, sagt Sven Carrafiello.Dadurch, dass sein Vater auch sein erster Trainer war, hatte er einen leichten Einstieg in den Verein. „Ich musste trotzdem meine Leistung zeigen“, sagt Sven Carrafiello. Er kannte aber auch schon viele seiner Mitspieler. Einer davon war zum Beispiel Sebastian Spennemann, mit dem er heute zusammen in der zweiten Mannschaft kickt.

Dort hat Sven Carrafiello auch mit seinem Vater zusammen gespielt. Das war unter Trainer Kemal Dervisoglu. „Er hat bei uns ausgeholfen, weil wir zu wenige Spieler hatten“, erklärt Sven Carrafiello, der aktuell in der Abwehr spielt und sein Vater schon seit Ewigkeiten im zentralen Mittelfeld. „Nur unter Wolfgang Wortmann in der Jugend musste ich mal in die Verteidigung“, so Dino Carrafiello.

Das nächste Ziel von beiden ist es, gemeinsam bei den Alt Herren zu spielen. „Das habe ich damals schon mit meinem Vater Francesco gemacht“, erzählt Dino Carrafiello, dessen Enkel Justin (5) bei den Mini-Kickern der SG Blankenstein-Welper spielt. Er ist der Sohn von Carrafiellos Tochter Angelina. Sie war früher auch mit auf dem Fußballplatz, hat aber nie selbst gespielt. Der Sohn von Sven Carrafiello, Lian Joel, ist erst ein Jahr alt, wird aber das nächste Familienmitglied sein, das bei der SG Welper die Grundzüge des Fußballsports kennenlernen wird.

Das freut vor allem den Opa, der ja auch ein ganzes Archiv mit Daten über die SG Welper und den Hattinger Fußball besitzt. Vor rund zehn Jahren begann bei ihm die Lust am Sammeln. Und die SG Welper ist ihm sehr wichtig. „Ich habe bis heute keinen meiner Schritte im Verein bereut“, so Dino Carrafiello.

Sein Sohn ist noch nie im Vorstand aktiv gewesen. „Wer weiß, was mal kommt“, sagt dieser. Vielleicht übernimmt er mal den Posten seines Vaters. Zumindest überlegen beide, gemeinsam den jüngeren Enkel zu trainieren, wenn er in die Mini-Kicker eintritt.

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