Verbandsliga Süd 2013

Die Saison 2013 ist beendet. Aus Sicht der Abteilung Triathlon war sie sehr erfolgreich.

Ein Athleten-Bericht von Andreas Moch:

Die SG Welper Triathlon konnte in diesem Jahr die Verbandsliga Süd auf einem hervorragenden sechsten Platz – von 18 teilnehmenden Vereinen – abschließen. Den sechsten Platz erreichten wir mit 28 Punkten und hatten damit sechs Punkte Vorsprung auf den siebtplatzieren ASV Köln. Zu den über uns platzieren Mannschaften war der Abstand sehr knapp: der drittplatzierte PSV Brühl hat 20 Punkte, der Vierte DLC Aachen 23 Punkte und der fünfte Kölner Triathlon Team war ein winziges Pünktchen vor uns. Die ersten beiden Mannschaften hatten jeweils 9 Punkte Vorsprung und waren damit unerreichbar. Insgesamt war die Saison sehr durchwachsen, da unser inzwischen doch sehr schwimmstarkes Team darunter litt, dass zwei Triathlons als Duathlons stattfinden mussten.

Beim ersten Wettkampf, am 26.05. in Hagen, herrschten ganz und gar unterirdische Wetterverhältnisse. Bei 9 Grad und Dauerregen musste sich jeder überwinden, morgens das warme Bett zu verlassen. Mit Platz zehn (Platzziffer 148) schlugen wir uns achtbar, allerdings wäre mehr drin gewesen, denn der Siebtplatzierte hatte lediglich 18 Zähler weniger und die hätten wir unter normalen Umständen locker rausgeholt.

Zwei Wochen später, am 09.06. wurde in Bonn das Schwimmen aufgrund des Hochwassers im Rhein abgesagt. Die Distanzen wurden auf 10 km Laufen, 60 km Radfahren und 5km Laufen geändert. Bei guten äußeren Bedingungen reichte es leider nur zu Platz 9 (Platzziffer 145).

Am 16.06. hatten wir dann in Indeland endlich unseren großen Tag. Beim ersten und leider auch einzigen „vernünftigen“ Triathlon der in diesem Jahr in der Verbandsliga Süd stattfand, erzielten wir Platz 2, mit der genialen Platzziffer 53. Auf der Hinfahrt begleitete uns noch strömender Regen und mit Schrecken dachten wir an den Wettkampf in Hagen, doch je näher wir dem Wettkampfort kamen wurde das Wetter besser. Die Distanzen von 1,5/46/10 spielten uns endlich einmal in die Karten.

Nach Indeland ging es in eine lange Sommerpause, sodass erst am 08.09. der letzte Wettkampf in Xanten anstand. Wenige Tage vor dem Start sperrte das Gesundheitsamt wegen Blaualgenbefall den See, sodass wieder ein Duathlon ausgetragen wurde. Zu allem Übel goss es wie aus Kübeln aber diesmal war es mit 13 Grad doch etwas wärmer als zum Saisonauftakt in Hagen. Der Spaß blieb an diesem Tag weitgehend auf der Strecke, aber immerhin reichte es zu Platz 7 (Platzziffer 118).

Fazit: Als eher kleiner Verein, der im Ligabetrieb mitmischt, haben wir uns achtbar geschlagen. Die großen Vereine, die mehrere Mannschaften haben, können immer mal durchmischen und den ein oder anderen Halbprofi ins Rennen schicken, wenn Not am Mann ist. Insofern ist der sechste Platz klasse. Vielleicht ist im nächsten Jahr aber noch mehr drin!?!

 

Unser Kader

Lorant, der Neuzugang: Als super Schwimmer auch mit ordentlich Raddruck ausgestattet, setzte er sich in Hagen gleich mal ganz frech an die Spitze des Feldes. Auch bei den anderen Veranstaltungen ließ es seinen Zeitfahrboliden ordentlich laufen und erreichte in Indeland mit dem vierten Platz ein super Ergebnis. Ergo: Eine echte Verstärkung. Brachte mit unkonventionellen Ideen, wie Warmfahren auf der Rolle, einen professionellen Touch in unser Team.

Tilmann: Ihm wurde in dieser Saison hart zugesetzt, konnte seine Schwimmstärke kaum ausspielen. Bewies in Hagen trotz deutlicher Unterkühlung Nehmerqualitäten und zitterte sich mannschaftsdienlich ins Ziel. Zeigte in Indeland mit einem 25. Platz, was er drauf hat, wenn mal ein regulärer Triathlon stattfindet. Nicht auszudenken, wo Tilli landen könnte, wenn er seine 400 Jahrestrainingskilometer auf dem Rennrad mal auf 800 steigern würde…

Christoph: Kommt ebenfalls ganz vorne aus dem Wasser und ist auch auf dem Rad und beim Laufen ausgeglichen stark. Er ist in den Bergen zu Hause, hat schon einige Expeditionen durchgeführt und unglaubliche Gewaltmärsche hinter sich. Wetterunpässlichkeiten beim Triathlon können ihn daher nicht wirklich schocken. Wie er seine immense Kraft in Geschwindigkeit umwandeln kann, bleibt sein Geheimnis.

Lorant, Tilmann und Christoph gehören allesamt nicht zu den Vieltrainierern. Der Trainingsaufwand kann als übersichtlich bezeichnet werden. Beim Wettkampf sind sie aber voll da, können sich richtig quälen, an ihre Grenzen gehen und meist auch darüber hinaus. Schon eindrucksvoll. So etwas nennt man Biss. Den haben sie sich wahrscheinlich bei den eine Millionen Intervallen während ihrer Schwimmkarriere geholt.

Andreas: Bekommt von den drei Erstgenannten beim Schwimmen regelmäßig ordentlich auf die Mütze. Versucht jedes Mal verzweifelt den Rückstand wett zu machen, was mal gelingt, mal nicht. Da Anhänger der Australischen Schwimm-Trainingsdauermethode, wird sich an den Schwimmrückständen auch in Zukunft nichts mehr ändern.

Moritz: Kam in diesem Jahr nicht in Schwung. War in der Vergangenheit immer ein Kandidat für Topplatzierungen, meist der schnellste im Team. Insofern: „Junge wir brauchen Dich!“ Hoffentlich ist Moritz im nächsten Jahr wieder dabei.

Berthold: Konnte in Xanten ein tolles Debüt in der Mannschaft feiern. Hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Wenn er beim Schwimmen noch ein klitzekleines Bisschen an der Temposchraube dreht, geht noch viel mehr. Aufgrund seiner Laufstärke macht er auf den letzten 10 km aber auch so ordentlich Plätze gut. Für’s nächste Jahr sind auf jeden Fall weitere Verbesserungen zu erwarten.

 

Wenn man bedenkt, dass im nächsten Jahr mit Lorant, Tilmann und Andreas gleich drei Ligastarter in der Altersklasse M 45 vertreten sind, ist der Gedanke an „Nachwuchs“ nicht von der Hand zu weisen. Etwas Konkurrenzkampf, bzw. Nachrücker, die die Arrivierten unter Druck setzen, täte uns vielleicht auch mal gut. Leider ist dies derzeit nicht abzusehen. Insofern müssen wir unser Niveau noch ein paar Jahre halten und dann hoffen, dass Lasse und Mika mal in die (zugegeben großen) Fußstapfen vom Papa treten.

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