Tom Kaulfuß steht auf dem Rasen im Ruhrstadion

Unser Nachwuchskicker war beim Heimspiel des VfL Bochum am vergangenen Samstag das Maskottchen des Tages – und bekam noch mehr Einblicke.

Tom mit VfL-Stadionsprecher Michael Wurst vor der Ostkurve. Fotos: VfL Bochum 1848

Einen ganz besonderen Moment durfte der zehnjährige Tom Kaulfuß vor einigen Tagen erleben. Unser Nachwuchsfußballer stand dort, wo viele Kinder gerne einmal stehen wollen: Auf dem Rasen eines Stadions, in dem Profis spielen. Denn er war im Bochumer Ruhrstadion beim Heimspiel gegen Holstein Kiel das Maskottchen des Tages. Und feierte nachträglich seinen Geburtstag mit einer Mini-Stadionführung.

Kinder zwischen sechs und 13 Jahren können sich als Maskottchen des Tages bewerben, im Zusammenhang mit einer kleinen Feier. Dabei treffen die Kids auf das VfL-Maskottchen Bobby Bolzer, bekommen Eindrücke aus dem Inneren des Stadions und verfolgen eine Heimpartie des VfL der 2. Bundesliga von der Tribüne aus dem Familienblock aus. Unser E1-Kicker wurde im Dezember zehn und wurde von den Blau-Weißen als Maskottchen ausgewählt.

Überraschung in den Katakomben

Im Spielertunnel traf die Geburtstagsgruppe auf Tom Baack.

Mit einigen Freunden (insgesamt waren sieben Jungs aus unserer JSG dabei), wurde er zunächst durch den VIP- und Presseeingang geführt. Von dort aus ging es an dem VIP-Treff Nord (früher: Morrizz) vorbei ins VfL-Medienzentrum, wo Cheftrainer Robin Dutt nach den Spielen und im Vorfeld bei den Pressekonferenzen sein Statement abgibt. Die Jungs durften auch mal vor den Mikros Platz nehmen. Sahen dann noch VfL-Legende Michael „Ata“ Lameck (Rekordspieler mit 508 Spielen) auf einem Bild, auf dem Weg zu den Katakomben. Ata hat Tom übrigens mal persönlich getroffen.

Einen Zwischenstopp gab es noch in der alten Gästekabine, die noch erhalten geblieben ist und sich nicht großartig von den Umkleiden der Amateurvereine unterscheidet. Hier ziehen sich heute beispielsweise die Einlaufkinder um, wovon wir ja in der vergangenen Saison auch welche gestellt haben. Weiter ging es in den Stollengang, gestaltet wie in einer alten Bergmine, durch den die Spieler zum Rasen einlaufen. Vor dem eigentlichen Weg in die Kabinen folgt die Mixed-Zone, in der Pressevertreter mit den Profis nach den Spielen Interviews führen. Dort wartete VfL-Jungprofi Tom Baack auf die Gruppe, die sich auf ein Foto mit dem Defensivspieler freute.

Großer Moment vor der Ostkurve

Das Maskottchen gibt seinen Tipp für das Spiel ab.

Danach ging es für die Gruppe in den Familienblock – außer für Tom. Der durfte 20 Minuten vor Anpfiff in den Innenraum auf den Rasen und erstmal den Spielball anfassen. Danach nahm er auf der bequemen VfL-Bank Platz, bevor es zu den beiden Stadionsprechern Ansgar Borgmann und Michael Wurst ging. Wurst wechselte einige Worte mit Tom und führte ihn mit seinem Vater vor die berüchtigte Ostkurve, die schon prallgefüllt und laut war. Eine Wand aus Fans vor dem Kleinen, der sichtlich beeindruckt von diesem Moment war. Und vor den ganz harten VfLern durfte er dann noch sprechen.

Tom verriet, dass er aus Hattingen kommt und dass er ein echter Bochumer Junge ist. Sein Lieblingsspieler ist sein Namensvetter Tom Weilandt. Außerdem richtete unser JSG-Spieler einen Gruß an Block A. Er selbst sitzt in der Regel in Block K. Das erste Mal war er mit drei Jahren im Stadion und der VfL hat noch nie verloren, wenn er im Stadion war. Ein berechtigtes Maskottchen also! Und sein Tipp für das Spiel war eine Ansage: „5:0 für Bochum“, betonte er und bekam gröhlenden Jubel aus der Ostkurve dafür. Leider ging das Spiel 1:3 aus Sicht des VfL aus. Doch Tom wird weiterhin dem VfL die Daumen drücken. Sein Bruder Moritz war übrigens auch schon mal Maskottchen des Tages, am 15. November 2015 beim Spiel gegen den FC St. Pauli. Der größte Wunsch vom Tom: „Dass der VfL aufsteigt, Deutscher Meister wird und die Champions League gewinnt.“

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