Spieler, Trainer und Kapitän

Serie: Die Spielführer

WAZ,Sport in Hattingen und Sprockhövel
13. Dezember, Sebastian Schneider

 

Spieler, Trainer und Kapitän

Bis zur vergangenen Spielzeit übte Ronnie Schmale das Kapitänsamt bei der SG Welper aus, weil der damalige Trainer Frank Heegmann ihn dazu bestimmt hatte. Auch in der aktuellen Saison ergab sich das Kapitänsamt für Schmale von alleine: Als Spielertrainer ist er ganz automatisch auch Spielführer seiner Mannschaft.

Spielführer zu sein, das ist für Ronnie Schmale nichts Neues: „Schon immer“, so sagt er, sei er als „Dienstältester“ Kapitän gewesen. Denn Schmale ist buchstäblich von Kindesbeinen an dabei. Mit vier Jahren begann er bei den Basketballern der SG Welper – das macht für den heute 29-Jährigen 25 Jahre unter dem Korb.

„Als Kapitän kann man als einziger mit dem Schiedsrichter sprechen, ohne sofort verwarnt zu werden“, sagt Schmale. Und unter Umständen kann der Spielführer auch seine persönliche Bilanz aufpolieren. „Wenn der Gegner einen Eigenkorb erzielt, bekommt man den gutgeschrieben“, erzählt Welpers Spielertrainer mit einem Lachen. „Aber das ist noch nie passiert.“ Gibt es im Basketball einen Trainer am Spielfeldrand, dann fungiert der Kapitän auch als dessen verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Dabei sei er aber nicht so wichtig wie in anderen Sportarten mit einem größeren Feld. „In einer kleinen Halle bekommt man es sofort mit, wenn Anweisungen hereingerufen werden“, sagt Ronnie Schmale.

Nach vergeblichen Anläufen führt die SG die Tabelle jetzt souverän an

Abseits des Sportlichen organisiert und organisierte Schmale als Kapitän gelegentliche Teamabende. Und bei denen sollte die Stimmung in dieser Saison besonders gut sein, denn die SG führt die Tabelle der Kreisliga souverän an. Mehrmals bereits hatten sich die Welperaner in den vergangenen Jahren gute Chancen auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga ausgerechnet – geklappt hat es aber nie. „Wir waren immer oben dabei, aber es gab immer eine oder zwei Mannschaften, die uns überrascht haben“, sagt Ronnie Schmale im Rückblick. Und überrascht sind die Welperaner diesmal wieder— und zwar positiv von sich selbst. Denn nach den Erfahrungen der Vorjahre sei man dieses Jahr eher vorsichtig in die Spielzeit gegangen, sagt Schmale.

Aber bisher haben sich die Welperaner keine Blöße gegeben: Acht Siege aus acht Spielen hat der Tabellenführer vorzuweisen. Unter anderem wurde auch der hartnäckigste Verfolger TGH Wetter II geschlagen, und das sei auch das bisher einzige enge Spiel gewesen, sagt Ronnie Schmale.

Starker Kader als großes Plus

Als den Hauptgrund für die bisher starke Saison sieht er den gut besetzten Kader an. Es stünden konstant mehr als die zwölf einsetzbaren Speiler zur Verfügung. „Wir können ohne Qualitätsverlust wechseln, weil wir alle auf einem Niveau sind.“ Wegen der Größe des Kaders können an vielen Spieltagen nicht alle zur Verfügung stehenden Akteure eingesetzt werden. Auch die Entscheidung darüber, wer wie spielt, trifft Ronnie Schmale – Spieler, Trainer und Spielführer der SG Welper.

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