Sonja Thole wird deutsche Altersklassen-Meisterin auf der Ironman-Distanz

Von Hagen Götz

Sonja auf der Zielgeraden

So begab es sich, dass drei Athleten der SG Welper mit ihren Begleitpersonen das Abenteuer Ostseeman Triathlon in Glücksburg an der Flensburger Förde in Angriff nehmen wollten.
Der Wettkampf, der auch als Hawaii-Triathlon des Nordens bezeichnet wird, umfasst 3,8 km Schwimmen im Meer, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen, und war in diesem Jahr auch Austragungsort der Deutschen Meisterschaften auf der Langdistanz.

Leider machte auch hier Corona zwei der Athleten einen Strich durch die Rechnung. Während Sonja Thole durch rechtzeitige Genesung schnell wieder ins Training einsteigen konnte, hatten Hagen Götz und Oliver Paff nicht so viel Glück. Also kamen die beiden dann als Supporter Nummer 4 und 5 mit.

Morgens um 6:45 Uhr ging es nach den 17 Nationalhymnen der beteiligten Sportler in die Flensburger Förde für 3,8 km Schwimmen bei kabbeligem Wasser.
Nach 2 geschwommenen Runden in 1:21:22 h beendete Sonja das Schwimmen solide. Die Athletin war damit zwar nicht ganz zufrieden, vielleicht war aber auch, nach der holprigen Vorbereitung, nicht mehr zu erwarten.

Nach einer kurzen Wechselzeit schwang sich Sonja aufs Rad, und absolvierte die 180 km, mit 1178 Höhenmeter, auf teilweise regennasser Strecke über 4 Runden in starken 5:53 h. Mit 8 Minuten Rückstand auf Platz 2 ihrer Altersklasse (18 min auf Platz 1) startete sie anschließend auf die 6 Laufrunden.

Mehr als die Hälfte der Laufstrecke führte bei herrlicher Aussicht direkt an der Förde vorbei. Die zum Laufstart führende Athletin erfuhr einen Einbruch, und wurde letztlich bis auf Platz 4 durchgereicht. Sonja verkürzte den Abstand zur danach Führenden von Runde zu Runde kontinuierlich. Bei km 39 war der Rückstand auf 35 s zusammengeschrumpft. Körperlich am Limit aber angefeuert und gut durch das Supporter-Team unterstützt, schaffte es Sonja noch zusätzliche Energien freizusetzen. Dadurch machte sie aus einem 35 s Rückstand noch einen 25 s Vorsprung auf der Ziellinie.

Erst da wurde ihr richtig bewusst, dass sie gerade deutsche Meisterin in der Altersklasse W50 geworden war. Müde und stolz nahm sie die Auszeichnung freudig entgegen, und ließ sich von ihren Begleitern ordentlich feiern.
Den Marathon bewältigte sie übrigens in 4:06 h, die Gesamtzeit betrug 11:26:17 h, und reichte zum 15. Rang aller Frauen.

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