Schwimmer bleiben in zweiter Bundesliga

Die erste und zweite Damenmannschaft sichern sich den Verbleib im Unterhaus der Bundesliga ebenso wie die erste Herrenmannschaft. Die neuen Bestimmungen des Deutschen Schwimmverbandes erschwerten die Wettkampfbedingungen.

 Das Hauptziel war, beide Damenmannschaften in der 2. Bundesliga-West zu halten. Und so wurde die zweite Mannschaft mit Schwimmerinnen der ersten Mannschaft verstärkt. Das Endergebnis der zweiten Damen war ein viel umjubelter zehnter Platz mit 14 978 Punkten. Damit lagen Karina Krüger (Jahrgang 1989), Dana Volmerhaus (Jahrgang 1997) und Katharina Fries (Jahrgang 2000) gemeinsam mit ihren SG-Ruhr-Kameradinnen Marit Blömer (Jahrgang 1984, SG Ruhr e.V.), Nadia Edling (Jahrgang 1992, RW Stiepel), Katharina Ihde (Jahrgang 1996, SG Ruhr e.V.) und Susanne Hock (Jahr 1983, SG Ruhr e.V.) mit ausreichendem Abstand von 349 Punkten vor den Abstiegsplätzen. Dazu trugen hohe Punktzahlen von Dana Volmerhaus über 200m-Schmetterling in 2:17,83 Minuten und Nadia Edling über 100m-Schmetterling in 1:03,15 Minute bei.

Durch die Umstellungen konnte die erste Damenmannschaft den Vorjahreserfolg des ersten Platzes nicht wiederholen und lag zum Schluss mit 15 344 Punkten auf Platz sieben. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch, zumal Ines Leonhardt (Jahrgang 1996, SV Hattingen) über 100m-Schmetterling in 1:02,25 Minute den Vereinsrekord von Nadia Edling aus dem Jahr 2012 einstellte. Die schnellen Zeiten von Britta Koiky (Jahrgang 1992) über 200m-Freistil (2:09,12 Minute) und Anna Heermann (Jahrgang 2000, VfL Niederwenigern) über 100m-Brust (1:13,03 Minute) verschafften dem starken Team dazu einen Vorteil. Den Rest erledigten die erfahrenen Schwimmerinnen Vera Kreutzenbeck (Jahrgang 1986, RW Stiepel), Annika Meister (Jahrgang 1984), Carina Scholz (Jahrgang 1992, SG Ruhr e.V.) und Ann-Kathrin Kogel (Jahrgang 1992). So ergab sich am Ende dann der sichere Platz im Mittelfeld unter den zwölf angetretenden Mannschaften.

Einen spannenden Kampf lieferte sich auch die erste Herrenmannschaft mit der SG Gelsenkirchen, hatte aber dann doch das Nachsehen. Nach 26 Durchgängen belegten sie mit nur 11 Punkten Rückstand Platz sieben. Als eine tolle Verstärkung stellte sich dabei unser Lasse Dumke (Jahrgang 1998) heraus. Neben seinen eigenen Bestzeiten stellte er dazu noch einen neuen Vereinsrekord über 200m-Rücken in 2:07,48 Minuten auf. Einen weiteren Vereinsrekord knackte Lukas Besser (Jahrgang 1992, SV Hattingen) über 200m-Freistil (1:53,10 Minute), der mit einem Schnitt von 668,25 Punkten die stärkste Leistung zeigte. Eine ebenfalls gute Punkteausbeute hatten Julian Beier (Jahrgang 1992, VfL Niederwenigern) und Peer Letzing (Jahrgang 1993, SV Hattingen). Weitere souveräne Leistungen von Jens Sturm (Jahrgang 1993, SG Ruhr e.V.), Marvin Hartmann (Jahrgang 1995, SG Ruhr e.v.) und Thomas Pathe (Jahrgang 1992, VfL Niederwenigern), der in 58,42 Sekunden über 100m-Schmetterling erstmals unter einer Minute blieb, rundeten den Verbleib für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga-West ab.

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Neue Regelungen des DSV

Die Zeit ist für einen Schwimmer das entscheidende Kriterium in seinem Sport. Die Dauer, wie schnell eine Strecke überwunden wird, legt normalerweise das Ergebnis über Sieg und Platzierung der beteiligten Sportler fest. Zeiten sind immer wichtig im Schwimmen. Jedoch wird mit einer einzelnen Zeit noch keine Aussage getroffen werden können über das zu erwartende Ergebnis. Denn am Samstag starten die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen (DMS). 13 Strecken gilt es zu besetzen, sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern. Von 50 bis 1500 Meter, sämtliche Disziplinen (außer 50m Brust, 50m Schmetterling und 50 m Rücken) der Beckenschwimmer müssen absolviert werden, und das gleich zweimal. Allerdings darf jeder Schwimmer maximal 4 Starts absolvieren (außer Bundesliga – dort 5 Starts) und keine Strecke zweimal schwimmen. 26 Zeiten werden gemessen, in Punkte umgerechnet und addiert, erst dann steht das Ergebnis einer Mannschaft fest. Ein hochspannender Wettbewerb also, bei dem es auf die richtige Mischung ankommt. Die Trainer der beteiligten Vereine müssen die schwierige Aufgabe lösen, mit welcher Aufstellung die größtmögliche Punkteausbeute zu realisieren ist. Es können immer auch Unwägbarkeiten wie kurzfristige Ausfälle und Formschwankungen eintreten. Was nicht allen bekannt ist, die DMS werden vergleichbar mit anderen Sportarten als Ligenbetrieb mit Auf- und Abstieg durchgeführt. Sechs Ligen gibt es, von der Bezirksklasse als unterste Liga bis zur Bundesliga.

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