Remis im Derby an der Marxstraße

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
21. März 2016, Thomas Behling

SG Welper – TuS Blankenstein 2:2

Dass ein Hattinger Derby in der Kreisliga A 2:2-Unentschieden endet, ist ja eher keine Seltenheit, dass aber nach Spielende beide Trainer enttäuscht sind, kommt dann doch nicht so häufig vor. Aber der Reihe nach.

Die SG Welper nahm von Beginn an das Heft in die Hand und ging nach 20 Minuten durch den Treffer von Hasan Varol völlig verdient mit 1:0 in Führung. Danach immer wieder das gleiche Bild: Welper drückte und erspielte sich zahlreiche Tormöglichkeiten, die aber alle ungenutzt blieben. So war dann das 1:0 auch das Halbzeitergebnis.

Als dann kurz nach Wiederanpfiff das 2:0 durch Filipp Andreew fiel, dachten eigentlich alle, dass das Spiel gelaufen war, weil der TuS Blankenstein bis dato überhaupt noch nicht in der Partie war. Auch in der Folgezeit änderte sich nicht viel am Spielverlauf.

Teaser Welper BlankensteinWelper erspielte sich weitere Möglichkeiten, spielte diese aber schlecht zuende. „Das, was wir in den letzten Wochen an Chancen liegen lassen, ist nicht mehr normal“, wetterte Welpers Trainer Wolfgang Westerkamp. „Wir sind selbst schuld, dass Blankenstein am Ende noch zum Ausgleich gekommen ist“, so der Coach.

Ähnlich sah es auch Blankensteins Trainer Rainer Sprenger. „In der ersten Stunde hat nur Welper gespielt. Das war das Schlechteste, was ich in den letzten Wochen von meiner Mannschaft gesehen habe“, so Sprenger. „Wir waren überhaupt nicht sortiert, standen im Kollektiv komplett neben der Spur und haben zudem noch haarsträubende individuelle Fehler begangen“, so Sprenger weiter. „Ich kann heute nur mit dem Ergebnis und mit der Moral in der letzten halben Stunde zufrieden sein.“

Und diese letzte halbe Stunde begann mit dem Anschlusstreffer durch Marvin Klink. Der Blankensteiner nickte den Ball nach einer Standardsituation per Kopf zum 1:2 über die Linie. Danach riskierten die Blankensteiner dann endlich mal etwas, wodurch sich jedoch zunächst wieder zahlreiche Kontermöglichkeiten für die SG Welper ergaben. Aber Welper wurde nachlässig, spielte die Überzahlsituationen ganz schlecht aus und musste schließlich in der Nachspielzeit den bitteren Ausgleich hinnehmen. Thomas Schiprowski nahm einen verlängerten Kopfball auf und spitzelte den Ball mit letzter Kraft über die Linie.

„Wir haben uns in dieser Phase wirklich dämlich angestellt. Ich bin stinsauer und maßlos enttäuscht“, so der konsternierte SG-Trainer Wolfgang Westerkamp.

Tore: 1:0 Varol (20.), 2:0 Andreew (46.), 2:1 M. Klink (57.), 2:2 Schiprowski (90.+1).

SGW: Paries, Rother (79. Beutel), Dalgic, Claus, Osterhage, S. Akkan, Hoppen, Varol, Andreew (62. Weutke), Mrosewski, Diesler.
TuS: K. Klink, Przondziono, Amade (48. Wehefritz), Klaus, R. Akkan (70. Barkau), Dinges, E. Males (46. M. Klink), Schiprowski, Ö. Akkan, Grzona, Lemanski.

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