Perfektem Programm folgt Polonäse

Zur fünften Jahreszeit lockte die SG Welper knapp 400 Gäste. Die Jecken kommentierten die Darbietungen auf der Bühne mit jubelndem Applaus und feierten bis vier Uhr morgens.

Der Lichtkegel blinkt auf, Nummerngirl Deborah Kaps läuft mit dem Schild über die Bühne. Bevor überhaupt eine Vorstellung zu sehen ist, sind die Jecken außer Rand und Band. Sie sind hungrig auf die Show.

In der Aula der Gesamtschule Welper fand die Karnevalsfeier der SG Welper statt. Die Aula war voll, knapp 400 Jecken tummelten sich um die Tische. Alte Bekannte ebenso wie neue Gesichter. Ganz ausverkauft war die Veranstaltung nicht, doch später kamen immer noch Gäste und tanzten vor der Bühne. Auf der Bühne gab die Hit-Mix-Company Gas und spielte über den Abend und die Nacht verteilt gemischte Musik, sodass für jeden Jecken ein Häppchen dabei war. Schlager, Karnevalslieder oder Popmusik.

Ein kunterbunter Mix an Kostümen bestaunt die Nummern auf der Bühne: Marienkäfer, Sträflinge, Hexen, Scheichs, Biene Maja, Superman und viele andere, teilweise ausgefallene, Verkleidungen machen die Feier bunt.

Die Funky Girls bringen zum ersten Mal Schwung auf die Bühne. Mit einer einstudierten Choreographie erhitzen sie die Aula und die Gemüter. „Wenn draußen schon schlechtes Wetter ist, kann wenigstens hier Sommerstimmung aufkommen“, moderiert Achim Risse die Gruppe an. Ordentlich Stimmung kommt bei der darauffolgenden Nummer von Linda Sahmel auf. Verkleidet als Lady Gaga, mit blau gefärbten Haaren, singt sie den Song „Pokerface“. Ihre Kräftige Stimme hallt durch die Reihen. Die anziehenden Bewegungen dazu begeistern vor allem die männlichen Jecken. „Ausziehen“ ertönt es von hinten an den Stehtischen.

Zu einem Musik-Mix tanzen die Welper-Hexen und die Jazz Ladies. Sogar mit akrobatischen Einlagen und zügigen Körperdrehungen. Die Welper-Hexen tragen Trachten, die Jazz Ladies wechseln ihre Kleidung – ganz geschickt, indem sie direkt mehrere Sachen übereinander tragen. Die Kleidung wechseln auch die Upstairs. Mal tanzen sie in bunten Röcken durcheinander, mal in dezentem schwarzem Outfit. Die Musik ist wild und lebendig, wenn sie auf der Bühne erscheinen. Zwischendurch gibt Übungsleiterin Jeannine Schönfelder Solos, mit geschmeidigen, gezielten und akrobatischen Bewegungen zu ruhiger Musik. Nach jeder Nummer applaudieren die Gäste in drei Stufen, die Moderator Risse ansagt.

Musik von der Band lässt die Jecken zwischen den einzelnen Programmpunkten vor der Bühne tanzen. Der Teufel hat sich einen Clown geschnappt, die Krankenschwester fordert den Mönch auf. Ein Polizist versucht den Engel zu verhaften. Paartänze oder Freestyle bestimmen das Geschehen auf der Tanzfläche. Für eine kurze Pause lösen die Jecken ihre Lose von der Crazy Tombola ein, die Konstantin, Bastian und Ilka fleißig verteilen. Nützliche Preise wie Tassen, Kappen oder Parkscheiben gibt es neben dem 50-Euro-Hauptgewinn – ein Wertgutschein von Saturn – zu ergattern.

Die letzte Nummer des Programms startet vor der Bühne. Mit ihren Schlagzeug-Sticks kann man sie schon von weit erkennen: Die Black Drummers. Im Takt schwenken sie die hellen Stöcke durch die Luft, laufen auf die Bühne und legen sich beim Bearbeiten der grauen Gymnastikbälle ordentlich ins Zeug. Sie schlagen auf den eigenen Ball, auf den des Nachbarn oder tanzen rundherum – mit einer Perfektion, die alle Anwesenden begeistert. Die Begeisterung drückt sich in Form von „Zugabe-Rufen“ aus den vorderen Reihen aus. Also bieten die Drummer zum Abschluss „Played Alive“. Die Aula klatscht geschlossen mit. Im Anschluss lädt die Gruppe zu „La Cucaracha“ alle Jecken zu einer langen Polonäse durch den gesamten Raum ein. Sie wird immer länger, bis fast alle in der Reihe mitlaufen, über die Bühne und wieder kreuz und quer durch die Reihen. Ein Riesen-Spaß – auch für den Frosch, das Schwein und die Kuh.

„Insgesamt ist es wieder ein gelungenes Programm gewesen“, meint Hauptgeschäftsführer Heinz-Werner Papenhoff. „Es ist alles glatt verlaufen, das ist zunächst mal das Wichtigste. Unsere zahlreich erschienen Gäste haben viel Spaß, worüber wir froh sind“, freut er sich.

Er selbst hat daran einen großen Anteil. Zwar hat seit diesem Jahr Torsten Küper die Hauptverantwortung über die Planung und Organisation. Doch Papenhoff hilft weiterhin dabei. Dafür wurde ihm offiziell vom Verein gedankt. „Seit 17 Jahren ist er bei der Organisation der Feier mit eingebunden, 15 Jahre lang hat er hauptverantwortlich alles auf die Beine gestellt“, lobt ihn Moderator Achim Risse. Alle Aktivisten des Programms bedanken sich bei ihm auf der Bühne. Legen ihm ein kleines Präsent in einen Korb und umarmen ihn. Torsten Küper überreicht ihm ein T-Shirt mit aufgedrucktem Karnevalsstern.

Großansicht

Der vereinseigene Karnevalsstern leuchtet natürlich die ganze Feier über auch wieder im Hintergrund der Bühne. Bis tief in die Nacht, bis gegen vier Uhr die letzten Gäste das gemütliche Beisammensein in der Aula ausklingen lassen.

Vielen Dank an alle Helfer, die uns unterstützt haben!

Fotos: Ralf Neumann
Text: Hendrik Steimann

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