Mpongo tritt zurück

WAZ, Sport in Hattingen & Sprockhövel

9. November, Heiner Wilms

 

SG Welper: Mpongo tritt zurück
  Zehn Jahre engagierte sich Eric Mpongo in Welper. Zunächst ausschließlich als Spieler, dann auch als Trainer. Foto: Archiv, Kreikenbohm.

Eric Mpongo ist nicht mehr Trainer der SG Welper. Nach einem Gespräch des Kameruners mit dem Vorstand der Grün-Weißen am Dienstagabend kam es zur Trennung.

Er sei unzufrieden gewesen, und deshalb sei er letztlich zurückgetreten, sagte Mpongo gegenüber der Hattinger Zeitung. „Für mich war es eine neue Erfahrung, mit jungen Spielern zu arbeiten, und bei einigen habe ich ein bisschen die Zielstrebigkeit vermisst. Ich war immer sehr ehrgeizig, in der Schule hätte man mich wahrscheinlich als Streber bezeichnet“, so Mpongo. Als Spieler will Mpongo noch helfen.

Eine Entwicklung habe er zwar gesehen, doch die sei ihm zu langsam gegangen. Wahrscheinlich sei das auch eine Frage der Erwartungshaltung“, sagte Mpongo, dessen Spielerpass aber weiterhin in Welper liegt. „Wenn man mich braucht, dann werde ich im Notfall auch helfen“, sagt er. „Aber vielleicht ist es irgendwann auch einmal Zeit, ganz aufzuhören.“

„Wir sind vernünftig auseinander gegangen“, kommentierte Welpers Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Wortmann die Trennung. So etwas ist in der heutigen Zeit ja nicht mehr selbstverständlich. Und ich danke Eric für sein Engagement. Er ist vor zehn Jahren als Spieler nach Welper gekommen, und als es uns nach dem Bezirksliga-Abstieg so dreckig gegangen ist, weil viele Spieler den Verein verlassen hatten, war Eric der Erste der zurückgekommen ist und Verantwortung übernommen hat.“ Er habe vor dem Rücktritt mit Mpongo telefoniert und gemerkt, dass er unzufrieden sei und könne den Schritt auch verstehen, so Wortmann. „Und man muss auch sehen, dass Eric zeitlich sehr eingespannt war.

Eric Mpongo arbeitet bei einem Bochumer Unternehmen im Con­trolling und hält sich oft im Ausland auf. So wurde er bei Spielen schon wiederholt von Welpers Geschäftsführer Dino Carrafiello vertreten. Carrafiello übernimmt jetzt auch den Trainer-Job – wie in der Vergangenheit schon wiederholt geschehen. „Dino ist unser Feuerwehrmann“, sagt Wolfgang Wortmann. Dieser Feuerwehrmann ist mit der aktuellen sportlichen Situation gar nicht einmal unzufrieden. „Immerhin haben wir in den letzten fünf Spielen nicht mehr verloren“, sagt er. „Aber klar ist auch, dass die Ergebnisse hätten besser sein können.“

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