Kanuten auf Rekordtour

Nein, die sportlichen Rekorde sind nicht wirklich die Welt der Kanusportler. Was am 29. März aber rekordverdächtig war, war erst einmal das Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Kanuten der SG Welper gegen 12 Uhr am Bootshaus der Kanuabteilung zum gemeinsamen Vereinsanpaddeln. Ebenfalls rekordverdächtig war die Teilnehmerzahl. Wir benötigten zwei 10er-Mannschaftcanadier (diese komischen Indianerboote), ca. 10 Einerkajaks und zwei Zweierkajaks, bis alle Teilnehmer einen Platz zum Mitfahren gefunden hatten. Es stellte sich ein relativ hektisches Gewusel ein, bis alle Boote verladen waren und alle Teilnehmer einen Platz in den Autos gefunden hatten.

Kids on Tour

Unser Ziel war der Kanu- und Skiclub Witten, wo wir nach dem Abladen der Boote erst einmal eine ausgiebige Pause einlegten. Mitgebrachtes Essen und Getränke der Wittener Freunde sorgten für gelöste Stimmung und die nötigen Energiereserven zum anschließenden Paddeln. Der erste 10er-Canadier startete mit der Jugend Richtung Hattingen. Begleitet wurde dieser durch Großvater Jürgen mit seinem Enkel Christopher im Zweiter-, sowie Tanja mit ihrem Vater jeweils im Einerkajak. Bei einem Wetter, dass für Ende März schon fast zu schön war, paddelten wir gemütlich die Ruhr hinab. Die Ruhe wurde nur durch das Zählen des Taktes im Canadier unterbrochen. Einige der Kinder sind erst im Herbst und Winter der SG Welper beigetreten. Nach vielen Trainings- und Planschstunden in der Schwimmhalle im Rauendahl waren sie zum ersten Mal mit auf großer Fahrt. Da bedarf es noch der Koordination beim Eintauchen der Paddel. Geschwindigkeit und Richtung müssen schon stimmen. Unsere Erwachsenen folgen später, trafen aber rechtzeitig zum Umtragen des 150 Kilogramm schweren Canadiers an den Wehren ein.

Auf der Ruhr waren nur wenige Wassersportler unterwegs. Die regionalen und überregionalen Bootsverleiher konnten wir gar nicht ausmachen. So hatten wir die Ruhr weitgehend für uns alleine. Am Ufer konnten wir viele Radfahrer, Skater und Fußgänger beobachten, die ebenfalls von 20° C, einem lauen Wind und viel Sonne in die freie Natur gelockt wurden. Dort knubbelte es sich schon fast wie im Hochsommer. Als wir an den Gebäuden der ehemaligen Zeche Gibraltar am Kemnader See vom Boot aus die Menschenmassen beim Kampf um ein Platz an der Sonne beobachten konnten, wurde uns wieder einmal klar, wie schön solch eine Kanutour seien kann. Ruhe, Natur und Abgeschiedenheit mitten im Ruhrgebiet.

Nach dreieinhalb Stunden war unsere Paddelei beendet. Schnell wurde das Büffet in unserem Bootshaus gerichtet und der gemütliche Teil eingeläutet. Während im vergangen Jahr die Kinder bei ungemütlichen Temperaturen schnell verschwunden waren, wurde dieses Jahr noch ausgiebig auf unserem Vereinsgelände gespielt und getobt. Die Eltern, die ihre Kinder abholen wollten, blieben auch noch lange mit uns an den Tischen sitzen, so dass die Nacht lang wurde. Insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung, die uns auf eine tolle Saison hoffen lässt.

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