Hüttenkracher-Party mit guter Stimmung

WAZ, Hattingen
4. Oktober 2014, Hendrik Steimann

Stimmung im bunten Licht zum Auftritt von Jörg Bausch. Foto: Hendrik Steimann

Stimmung im bunten Licht zum Auftritt von Jörg Bausch. Foto: Hendrik Steimann

Allerdings blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. Veranstalter zeigten sich aber zufrieden. Finanziell konnte das Event keinen großen Beitrag zur Kunstrasenfinanzierung leisten.

Die Hüttenkracher-Party war stimmungsmäßig ein großer, finanziell gesehen kein großer Kracher: SG Welper und TuS Blankenstein wollten mit dem Gewinn den Kunstrasenplatz ein Stück weit refinanzieren, kündigten im Vorfeld an, dass ab 600 Besuchern Gewinn erzielt würde. Am Freitagabend kamen zur 1. Volksbank Hüttenkracher Party in der Gebläsehalle aber lediglich rund 500 Gäste.

„Die Kosten sind aber trotzdem gedeckt und wir haben ein kleines Plus erwirtschaftet“, sagt Mit-Organisatorin Slavica Mohr, die die Ideengeberin für die Veranstaltung war. Zufrieden sind die beiden Kooperationspartner dennoch. „Für das erste Mal lief es ganz gut“, so SG-Hauptgeschäftsführer Michael Boenke. In der Halle heizten verschiedene regional bekannte Schlagersänger die Gäste ein. Die meisten von ihnen setzten dabei auf beatlastige Lieder, um Pep in die Halle zu bringen. Vor allem das Helene-Fischer-Double, Caro, und Jörg Bausch. Zu „Atemlos“ oder „Die Hölle Morgen Früh“ kannten die Schlagerfans auch den Text zum größten Teil auswendig. Ebenso bei Bauschs Liedern wie etwa „Tornado“. Dazu präsentierte der Wittener auch eine kleine Choreographie mit den Armen, die seine Zuhörer leicht nachmachen konnten, was sie dann auch gerne taten.

Über bekanntere Hit aus der Vergangenheit freute sich das Publikum aber genauso. Gaby Baginsky sang auch ältere Top-Hits wie „Männer denken nur das, was sie wollen“. Mit dem Mikro lief sie durch die Reihen. Marco Kloss tat es ihr gleich, und auch die Fetenkracher liefen beim Abgang mit ihren Gitarren vor der Bühne entlang. Die Fetenkracher lieferten Rockversionen einiger Schlager und eine Reggae-Version von „Westerland“ – zur Begeisterung der Zuschauer. Tanzen konnten sie aber auch gut bei ruhigeren Songs wie denen von Marco Kloss oder Frank Chagall.

Jüngere Gäste waren in der Minderheit. Darunter waren einige als Helfer aktiv, Fußballer der Mannschaften der SG oder des TuS. Auch Vertreter anderer Vereinen kamen, zum Beispiel der Vorsitzende des VfL Winz-Baak, Fritz Gerhard, oder der Fußballabteilungsleiter der DJK Märkisch Hattingen, Thomas Behling. So kam es zu Fußball-Fachgesprächen. Ein Vorteil ergab sich auch dadurch, dass sich viele Gäste untereinander kannten. „Man quatscht öfter mal mit jemandem, den man vielleicht länger nicht gesehen hat. Überhaupt hat man mehr Bekannte durch den Verein vor Ort, so macht es insgesamt gesehen mehr Spaß“, meint Philipp Strauß (27). Eine Polonaise gab es zwischendurch auch mit Gästen – wobei die sich vorher meist nicht kannten. Der Sport führt eben zusammen, auch bei einer Schlagerparty.

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