Die Hochburg des Jazz-Tanzes

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
21. März, Hendrik Steimann

Die SG Welper ist der größte Sportverein in Hattingen. Das gilt nicht nur für den Gesamtverein, sondern auch für die Turn-Abteilung. Denn die ist in Welper knapp 800 Mitglieder stark. Die SG Welper bietet im Bereich des Turnens sehr viele Stunden für viele Altersklassen an. Ganz besonders sticht dabei aber der Jazz-Tanz heraus.

„Heutzutage muss man auch schauen, was für unsere Mitglieder interessant ist. Man kann sich nicht nur auf das Gerätturnen selber beschränken“, sagt Elke Fuhrmann, Abteilungsleiterin der Turnsparte. Im Angebot der Abteilung findet man neben dem herkömmlichen Turnen daher auch Volleyball oder Badminton. Denn dafür gibt es keine eigenständigen Sparten. Der Verein verfügt über einen eigenen Kraftraum an der Marxstraße. „Hier ist es möglich, individuell an den Trainingsgeräten zu üben, oder mit den Übungsleitern gezielte Körperpartien anzusprechen“, erklärt Fuhrmann.

Jazz-Tanz ist das Schmuckstück der Turnabteilung

Ein Angebot ist außerdem sehr stark vertreten, da es in den Vereinen der näheren Umgebung nicht vorhanden ist: Jazz-Tanz. „Das ist das Schmuckstück der Turnabteilung“, sagt Fuhrmann. Denn ab dem Kindesalter bestehen Gruppen, die öffentlich bei Veranstaltungen ihre Choreographien unter Beweis stellen. Meistens nur zur Unterhaltung. Vor drei Jahren haben die „Welper-Hexen“, eine Frauengruppe, bei einem Wettkampf des Westfälischenen Turnerbundes teilgenommen und den zweiten Platz belegt. Das war für den Verein eine schöne Auszeichnung. „Momentan sind aber keine Wettkämpfe in Planung“, sagt Fuhrmann.

Auftritte sind dagegen ständig im Programm. „Gerade beim Tanzen geht es ja auch darum, sich zu präsentieren“, erklärt Übungsleiterin Jeannine Schönfelder, die selber mit 15 Jahren bei der SG Welper mit dem Sport begonnen hatte.

Gruppen treten auch bei Hochzeiten und Geburtstagen auf

Bei den vereinseigenen Karnevalsfeiern gestalten die sechs Gruppen immer das Programm. Auch die Stadt Hattingen hat schon mal angefragt. „Wir sind aber über Auftritte auch von Fremden entdeckt worden, wo wir dann auf Hochzeiten oder runden Geburtstagen auftreten“, freut sich die Übungsleiterin.

Zuerst bestand eine Jugendgruppe, die sich aus Schülerinnen einer Klasse zusammensetzte. Daran angeknüpft wurden Mitte der 1990er Jahre dann andere Kinder und Jugendgruppen. „Bei den Kleinen fangen wir mit der Bewegungserfahrung an. Dann werden erste Schritte geübt und später Choreographien einstudiert. Im Jugendalter kommt das Techniktraining dazu, um später auch den Ausdruck zum Vorschein zu bringen“, beschreibt Schönfelder die Trainingsphilosophie der Jazz-Tanz-Gruppen. So sind die Gruppen auch für verschiedene Arten von Tanz gerüstet, die sie abwechselnd trainieren.

Andere Stunden der Turn-Abteilung von der SG Welper beinhalten ebenfalls tänzerische Elemente – etwa die Zumba-Kurse.

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