Guter Landesliga-Auftakt in Münster

Athleten-Bericht von Rodion Lischnewski

Vor dem Start v.l.n.r.: Rodion, Tom, Olli, Marco

Am 26.06. war es endlich so weit: Die Landesliga Mitte hatte ihren ersten Wettkampf in der Saison 202022. Nach Jahren des Wartens auf bessere epidemiologische Bedingungen konnten die vier Triathleten sich endlich im ehrlichen sportlichen Wettkampf mit anderen Multiportlern in der Liga messen. Der Sparda Münster City Triathlon bot den optimalen Rahmen für die Eröffnungspartie auf der Sprintdistanz der zweiten Mannschaft der SG Welper.

Der Verein rief und Marco Becker, Oliver Paff, Tom Wagner und Rodion Lischnewski antworteten. Als die vier Sportler mit ihren Betreuerinnen Sigrid Paff und Kati Hämmerich am Veranstaltungsort ankamen, waren die ersten Startgruppen des offenen Feldes schon unterwegs. Unbeeindruckt von der volksfestartigen Atmosphäre sammelten sich die drei Routiniers und folgten dem bekannten und doch schon fast vergessenen Schema: Startunterlagen abholen, Gepäck in die Aufbewahrung geben, Rad einchecken, Wechselzone erkunden, auf den Start warten und Gruppenfotos machen.

An der Beckenkante traf man auf bekannte Gesichter aus der Triathlonszene; es wurde gescherzt und etwas gelacht. Vor dem Start noch einmal aufwärmen, Badekappe aufsetzen und dann ab ins kühle Nass zum Einschwimmen. Gestartet wurde im Wasser des Hafenbeckens. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Schwebe kam dann der Startschuss. Sofort verwandelte sich das Wasser in eine tosende Flut aus Armen, Beinen und bunten Badekappen. Angetrieben von Teamgeist, Koffein und kurzkettigen Kohlenhydraten lief der M.O.To.R. auf Hochtouren. Marco und Tom konnten sich in den vorderen Teil des hart umkämpften Feldes durchsetzen. Olli und Rodion, die es erst defensiv angehen wollten, wurden dann doch in das Getümmel hineingezogen. Vor allem an den Bojen war Körperkontakt vorprogrammiert und reichlich vorhanden.

Nach nur 8:21 Minuten stieg Marco als insgesamt dritter und erster von den Vieren aus dem Hafenbecken. Mit 10:16 Minuten folgte ihm Tom in die Wechselzone. Hier gab es für ihn ein kurzes Wiedersehen mit Rodion, der für die 500 m 11:08 min brauchte. Oliver folgte mit 12:04 min Schwimmzeit dicht auf den Fersen.

Als nächstes galt es den 12 Kilometer langen Rundkurs zwei Mal zu absolvieren. Insgesamt sieben Wenden und vier neunzig Grad Kurven entschleunigten die sonst fast kerzengeraden 24 km. Als besonderes Schmankerl verlief die Strecke zum größten Teil über die Umgehungsstraße B 51. Hier erlaubten es Belag und Topografie ein hohes Tempo zu halten. Dennoch wurde es nicht langweilig auf der gut belebten Strecke, wo sogar einige Mountainbikes zu sehen waren.

Auf dem Rad lieferte Rodion mit 35 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit eine Zeit von 41:10 min ab. Damit lag er nur um 15 Sekunden vor Tom mit einer Fahrtzeit von nur 41:25 min. Marco büßte etwas von seinem riesigen Vorsprung mit einer Fahrtzeit von 42:15 min ein, während Olli eine grundsolide Zeit von 44:49 min in der zweiten Teildisziplin ablieferte.

Für diejenigen, die die zweite Disziplin geschafft haben, wurde ein roter Teppich ausgerollt. Dieser führte vom Abstieg zurück in die Wechselzone. Hier warteten schon die Laufschuhe und die dritte Disziplin auf die Athleten. Kurze, knackige fünf Kilometer galt es nun im flotten Tempo zu Fuß zu absolvieren. Die Strecke führte aus dem Hafenbereich über eine Brücke, an dem Kanal entlang zu einem Wendepunkt, von wo es dann wieder zurück zum Hafenbecken und damit dem Ziel ging. Der letzte Kilometer vor dem Ziel war voll von Campern, die nach dem Rockfest immer noch gut gelaunt auch dieses Spektakel miterleben wollten. Es wurde den Läufern zugejubelt und ein kühles Dosenbier angeboten. Der Versuchung widerstehend brachten die Welperaner Athleten ihre Odyssey zum erfolgreichen Abschluss.

Als erster überschritt Marco nach einer Laufzeit von 24:34 min und einer Gesamtzeit von nur 1:19:26 h die Ziellinie und belegte einen sehr guten 33. Platz in der Wertung. Auf den letzten Metern holte Rodion einen hauchdünnen Vorsprung auf Tom heraus und finishte nach 23:17 min Laufzeit (Gesamtzeit 1:20:51 h) als 43. Nur 4 Sekunden später, mit 1:20:55 h Gesamtzeit überquerte Tom die Ziellinie und belegte nach 24:15 Minuten Lauferei den 44. Platz. Und als die Uhr dann 1:23:55 h zeigte tauchte der schnellste Läufer von den Vieren auf: Sportliche 22:58 min brauchte der routinierte Läufer Olli für die fünf Kilometer.

Im Zielbereich angekommen fanden sich die Vier wieder in Reihe zusammen. Wie ein gut geschmiertes Triebwerk lieferte der M.O.To.R. eine stabile Leistung unter Volllast ab. Am Ende belegte das Team SG Welper II einen guten neunten Platz mit einer Summe von 176. So verdienten die sich die vier Sportler auch einen herzlichen Empfang mit Verpflegung in der Finisher-Zone. Ein schöner Wettkampf, der Lust auf mehr macht, hat stattgefunden. Müde und zufrieden trat die Welperaner Gesandtschaft die Rückreise in das schöne Ruhrgebiet an. Eine Kleinigkeit trübte doch noch die Stimmung: Für Ligastarter gab es keine Finisher-Shirts.

Für die Statistiker die Zeiten und Platzierungen:

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