Gerthe kickt Welper aus dem Pokal

Fußball-SymbolUnserer Elf fehlte am Donnerstagabend in der dritten Runde des Moritz-Fiege-Cups phasenweise die Körpersprache. Bei der 2:3-Niederlage waren die Bochumer spielerisch überlegen.

SG Welper – SpVgg Gerthe 2:3
Tore: 0:1, 0:2 Fadil Salkanovic (6., 24.), 1:2 Daniel Zukowski (34.), 2:2 Leo Claus (39.), 2:3 Marco Jankowski (41.).
Welper: Lenz, P. Amade (45. Sonnenschein), Yildirim, G. Amade, Weutke, Claus, Ferreira, D. Zukowski, Hoppen, S. Inci, Nwosu.
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Mehmet Yildirim (90. + 2).

Das Flutlichtspiel auf dem Sportplatz in der Behrenbeck war womöglich die vorerst letzte Heimpartie auf Asche für unsere erste Herrenmannschaft. In jedem Fall war es aber in der laufenden Saison das letzte Spiel im Kreispokal. Denn die Spielvereinigung Gerthe nahm den Sieg mit nach Hause.

Schon in der Anfangsphase des Spiels zeichnete sich ab, welche Mannschaft den Sieg unbedingt einfahren wollte und sich daher gut vorbereitet hat. Gerthe suchte jede Möglichkeit, den Ball irgendwie nach vorne zu bringen und dort den Abschluss zu suchen. So wurde es schnell gefährlich vor dem Welperaner Tor. In der sechsten Minute musste Robin Lenz auch schon das erste Mal hinter sich greifen, als der Bochumer Stürmer Fadil Salkanovic nach einer mustergültigen Flanke den Ball aus fünf Metern unter die Latte köpfte. Salkanovic sollte der Abwehr auch im weiteren Spielverlauf noch Kopfschmerzen bereiten.

Doch nach einigen Angriffen fing sich die Abwehr ein bisschen und schaffte es, selber mal vernünftige Spielzüge aufzubauen. In der 19. Minute eroberte sich Leonard Claus, der dieses Mal wieder im defensiven Mittelfeld eingesetzt war, den Ball durch eine faire Grätsche und leitete umgehend mit einem Steilpass auf Emmanuel Nwosu den Gegenangriff ein. Nwosu war schneller als die Gerther Verteidiger, sein Schuss verfehlte das Tor aber knapp. Eine Minute später setzte sich Neuzugang Patrick Amade über die rechte Seite durch. Bei seinem geplanten Zuspiel auf den frei stehenden Semih Inci bekam im letzten Moment ein Verteidiger sein Bein dazwischen. Partick Amade verletzte sich kurz vor der Pause am Oberschenkel, für ihn kam Dennis Sonnenschein ins Spiel.

Ausgleich hält nicht lange an

Vorher fielen aber auf beiden Seiten noch Tore. Zunächst baute Gerthe seine Führung aus – wieder war es Salkanovic, der ungedeckt mit einer Volleyabnahme vollstreckte (24.). Welper tastete sich heran, kombinierte aber nicht so geschickt wie die Gegener. Florian Hoppen probierte es daher einfach mal aus der Distanz (28.), aber ohne Erfolg. In der 34. Minute verkürzte Welper den Spielstand auf 1:2. Daniel Zukowski kam nach einem verkorksten Abwehrversuch an den Ball und zog aus zweiter Reihe platziert in die linke untere Ecke ab. Im Anschluss verpuffte eine Chance, nachdem Kapitän Rui Ferreira den Ball gegen drei Verteidiger an der Torauslinie behauptete. Bei der nächsten Chance wurde Nwosu im Sechszehn-Meter-Raum gefoult. Leo Claus, dessen Bruder Max von Landesligist Hedefspor übrigens unter den Zuschauern vertreten war, behielt die Nerven und glich aus.

Der egalisierte Spielstand hielt jedoch nicht lange. Gerade einmal zwei Minuten war die Hoffnung für unsere Elf wieder aufgeblüht. Dann kam eben wieder Salkanovic ins Spiel. Diesmal aber nicht als Torjäger, sondern als Vorlagengeber. Er verlängerte mit dem Kopf einen Ball zu seinem Sturmpartner Marco Jankowski. Der nahm ihn an und drosch in aus der Drehung in die Maschen. Lenz machte dabei eine nicht ganz so gute Figur.

Keine Treffer in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Hälfte war Welper bemüht, den Rückstand ein zweites Mal aufzuholen. Zukowski hätte beinahe ein Doppelpack erzielt, wenn ihm der Pfosten nicht im Weg gestanden hätte (47.). Auch Claus scheiterte bei einem Freistoß am Aluminium und setzte den Ball auf die Latte (58.). Die Spielzüge nahmen zwar mehr Gestalt an als im ersten Durchgang, waren aber nicht effektiv genug.

Doch Gerthe beschränkte sich ab der 46. Minute auch eher auf Kontermöglichkeiten und schnelles Umschalten nach einem Ballgewinn. In der 65. Minute patze dann auch noch Salkanovic vor dem Tor und stoppte einen Pass unsauber. Zwei Minuten später zeichnete sich Lenz dann einmal aus, als er eine gute Möglichkeit der Gäste vereitelte. Nach 75 Minute atmete unser Schlussmann aber auch durch, denn Jankowski traf nach einer 2:2-Situation nur die Latte. Später vergab Salkanovic nochmal eine Chance.

Von Welper kam kaum mehr ein nennenswerter Angriff. In der 83. Minute landete der Ball über ein paar Stationen bei Zukowski, der aber genau auf den Gerther Torwart abzog. Es blieb letztlich beim Stand von 2:3, weil Gerthes Stürmer Jankowski in der 90. Minute noch eine Großchance, die sich aus einer Überzahlsituation heraus ergab, liegen ließ. Der umstrittene Platzverweis unseres Innenverteidigers Mehmet Yildirim in der Nachspielzeit war dann nur noch ein Wert für die Statistik.

„Gerthe hatte den größeren Siegeswillen und ist aggressiver als wir aufgetreten. Gegen aggressiv spielende Teams haben wir sowieso immer Schwierigkeiten“, sagte Dino Carrafiello, der Wolfgang Westerkamp an der Seitenlinie vertrat.

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