Geckos zu stark für die Konkurrenz

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
3. Mai 2014, Hendrik Steimann

Als die Läufer auf die Zielgerade einbiegen, werden sie von den Zuschauern anerkennend beklatscht. Die meisten schnaufen im Ziel erst einmal durch. Denn nicht nur laufen mussten sie, sondern vorher auch noch im Hallenbad schwimmen.

Am Donnerstag fand zum neunten Mal der Hattinger Swim & Run rund um das Schulzentrum Holthausen statt. 114 Sportler gingen an den Start. Aus Sicht der heimischen Sportler ist das Endergebnis im Hauptwettkampf nicht so positiv ausgefallen. Der beste heimische Sportler war mit Jens Sturm ein Schwimmer der SG Ruhr. Er landete auf dem zweiten Platz. Er war auch als zweiter Läufer zwei Sekunden nach Lukas Besser (SV Hattingen) auf die Laufstrecke gestartet.

Niklas Greeven zieht davon

Doch auch der Triathlet Niklas Greeven von den Tri Geckos Dortmund hatte keinen großen Rückstand auf die Schwimmer und holte die schon in der ersten Runde ein. Bis zur letzten Runde blieb Jens Sturm ihm noch auf den Fersen und hielt das Tempo des Triathleten mit. Lukas Besser war zu dem Zeitpunkt schon einige Plätze zurückgefallen. Die anderen Teilnehmer der Tri Geckos holten dagegen auf.
Ihr Top-Läufer, Niklas Greeven, zog in der letzten Runde davon und ließ Jens Sturm keine Chance mehr. Nach 23:51 Minuten überquerte er die Ziellinie. „Ich habe versucht, auf dem Stück Steigung das Tempo noch etwas anzuziehen“, sagte er nach dem Gewinn des Hauptwettkampfes. Seine Taktik ging auf.

Sturm sicherte sich mit einer Gesamtzeit von 24:32 Minuten den zweiten Platz, schaute sich kurz vor dem Ziel auch noch nach seinen Verfolgern um. Denn der Dritte, Christian Fölting, lief nur sechs Sekunden später ins Ziel. „Ich wollte den Platz dann absichern“, sagte Sturm, der sich zurzeit auch nicht im Lauftraining befindet.

Von den Triathleten der SG Welper starteten nur Andreas Moch und Tilman Dumke, die Platz elf bzw. zwölf belegten. Dumke fiel beim Laufen fünf Ränge zurück, während Moch 15 Konkurrenten überholte. Die restlichen SG-Triathleten waren durch die Organisation eingespannt.

Noch Platz im Hallenbad

Mit dem gesamten Verlauf des neunten Swim & Run waren die Organisatoren von der SG Welper übrigens sehr zufrieden. Auch die Bahnen im Hallenbad waren am Wettkampftag nicht zu überfüllt. „Theoretisch könnte man dort aber auch mit zehn Startern gleichzeitig schwimmen“, erklärte Marco Becker aus dem Triathlon-Vorstand der SG Welper.

Viele Teilnehmer stammten in diesem Jahr wieder aus auswärtigen Vereinen, um sich für die anstehende Triathlon-Saison vorzubereiten. Das machen beispielsweise auch die Tri Geckos aus Dortmund. Wie fit manche der Sportler sind, sieht man am Beispiel von der schnellsten Frau, Carina Huhn. Die Sportlerin des Triathlon Team Witten reiste sogar mit dem Rad zum Swim & Run nach Holthausen an.

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