Fußballer machen es gegen Harpen turbulent

Die erste Mannschaft liegt zur Halbzeit 0:3 hinten, weil sie ihre Chancen nicht nutzt. Sie holt aber mit enormer Energieleistung auf und schafft noch ein 4:4.

SG Welper – TuS Harpen 4:4 (0:3)

Es war wieder einmal ein verrücktes Spiel. Eines, was Trainer Thorsten Kastner schon häufiger in dieser Bezirksliga-Saison gesehen hat – obwohl er es sich nicht unbedingt so wünscht. Denn nach einem turbulenten Spielverlauf trennte sich unsere Erste beim Flutlicht-Heimspiel im Rauendahl 4:4 vom TuS Harpen.

In der ersten Halbzeit ließ Welper drei Tore der Gäste zu. Fotos: Hendrik Steimann

„Man muss einen 0:3-Spielstand erst einmal aufholen, aber eigentlich müssen wir viel eher unsere Tore schießen und das Ding zumachen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Denn dicke Chancen hatte Welper bereits in der ersten Halbzeit. Sidney Rast zielte aus wenigen Metern genau auf den gegnerischen Torhüter, Marvin Grumann schoss einen Elfmeter schwach, so dass er leichte Beute war. Dafür fingen sich unsere Jungs unnötige Gegentreffer ein.

Zwei Gegentore nach Freistößen

Ein Tor fiel nach einem langen Ball, als sich ein Bochumer Stürmer von der Welperaner Dreierkette in Richtung Tor absetzte. Beim zweiten Tor wurde Florian Pemöller in der Luft angegangen, der Schiedsrichter pfiff aber Freistoß für die Gäste, den sie direkt verwandelten. Bei einem weiteren Freistoß stand ein Gegner umzingelt von ein paar Welperanern im Strafraum und wurde nicht richtig gedeckt, so dass er die Flanke per Kopf ins Tor beförderte.

Said Benkarit sorgte vor allem in der zweiten Halbzeit für Unruhe im Angriff und traf einmal.

Said Benkarit traf nach Vorlage von Tolga Dilek dann zum ersten Mal für Welper ins Netz und ab da an ging ein gewaltiger Ruck durch die Mannschaft. Sie wollte nun unbedingt aufholen, um jeden Preis. Wie verwandelt trat sie auf, lief viel, kämpfte und suchte so viele Torabschlüsse wie nur möglich. Grumann verkürzte auf 2:3, doch danach kam Harpen durch eine offene Welperaner Abwehr erst wieder zu einem Tor.

Welper beißt sich am Keeper die Zähne aus

Den nächsten Strafstoß verwandelte Dilek nach Foul an Grumann im Sechzehner. Und Grumann schoss wenig später einen Freistoß, der an Freund und Feind vorbeizutrudeln schien, aber der lange Pemöller hielt sein Bein noch am zweiten Pfosten hin und glich aus. Danach stand Harpen weiter unter Beschuss. „Die können sich bei ihrem Torhüter bedanken, dass sie nicht noch verloren haben“, so Kastner. Denn der gegnerische Keeper, der immer wieder lauthals seine Temkameraden anschnaubte, war präsent.

Marvin Grumann suchte sich Lücken durch die gegnerische Abwehr und steuerte ein Tor sowie eine Torvorlage bei.

„Wir müssen unsere Tore schneller machen und dürfen einfach nicht schauen, was der Gegner macht. So ist es sehr ungünstig für uns gelaufen“, sagte Co-Trainer Robert Lewicki, dem die Mannschaft an seinem Geburtstag wenigstens noch einen Punkt schenkte. Über einen Sieg hätte sich nicht nur er mehr gefreut.

Tore: 0:1 (7.), 0:2 (11.), 0:3 (45.), 1:3 Said Benkarit (47.), 2:3 Marvin Grumann (50.), 2:4 (58.), 3:4 Tolga Dilek (FE/62.), 4:4 Florian Pemöller (64.).
Welper: Meikel Wagner, Michael Baum, Nikita Wirt, Florian Pemöller, Mirco Heinzer (46. Nikolai Nehlson), Marvin Grumann, Marc Duic, Sidney Rast, Sascha Friedrich, Tolga Dilek, Said Benkarit (75. Nico Walschburger).

Zu mehr als vier eigenen Toren reichte es nicht. Das letzte erzielte Florian Pemöller (m.), der hier mit Sidney Rast (l.) und Said Benkarit diskutiert.

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