Fußballer jubeln über ihre Siege

Die erste Mannschaft gewinnt das Spitzenspiel der Bezirksliga nach einem starken Auftritt. Die Zweite stellt bei ihrem Sieg schnell die Weichen.

Erste Mannschaft

SG Welper – DJK Wattenscheid 3:1 (1:0)

Im Topspiel der Bezirksliga hat unsere erste Mannschaft unter Beweis gestellt, dass sie reif für die Spitzenplätze ist und welche Qualität in ihr steckt. Den Tabellenzweiten DJK Wattenscheid bezwang unsere Elf mit 3:1 und setzte sich damit vor ihn und hinter Liga-Primus SV Wanne.

Sascha Friedrich hatte einige gute Chancen – auch bei zwischenzeitlich starkem Regen. Fotos: Hendrik Steimann

Für Trainer Thorsten Kastner zählte der Gegner bereits vor der Saison zu den Favoriten in der Liga. Und direkt in den ersten Minuten entwickelte sich ein sehr gutes Fußballspiel, in dem sich beide Mannschaften auf Augenhöhe bewegten. Doch recht schnell wurde deutlich, welches Team die Nase vorne hatte. Denn unsere Jungs erspielten sich bereits in der Anfangsviertelstunde gute Chancen durch Sascha Friedrich und Tolga Dilek aus dem Spiel heraus sowie durch Florian Pemöller, der den Ball nach einer Ecke nur knapp über das Tor köpfte. Auf eigener Seite parierte Keeper Meikel Wagner die größte Chance der Gäste im gesamten Spiel.

Gegner hilft bei der Führung unfreiwillig mit

Nachdem es Friedrich dann wiederum versuchte, aber noch am gegnerischen Torhüter scheiterte, halfen die Wattenscheider ungewollt mit. Denn Welper bekam einen Freistoß zugesprochen, nachdem Nikolai Nehlson von mehreren Spielern nacheinander angegangen wude. Zentral vor dem Tor, rund 25 Meter entfernt. Ein Fall für Pemöller. Unser Innenverteidiger nahm Maß, der Ball wurde abgefälscht und landete unhaltbar im Netz. Der nächste abgefälschte Schuss von Nehlson landete im Toraus. Und Pemöllers nächster Torschuss streifte nur ans Außennetz.

In dieser Situation erzielte Marc Duic (hinten) nach Vorlage von Nikolai Nehlson ein Tor, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Eine Fehlentscheidung, da sich Duic auf gleicher Höhe befand – wie hier erkennbar.

Die Wattenscheider kamen kaum gefährlich vor das Welperaner Tor, versuchten es häufiger mal mit Flanken von den Flügeln aus. Doch diese klärten unsere Verteidiger, die hellwach agierten, oder Wagner fischte sich die Bälle aus der Luft. Viele Pässe in die Spitze fingen unsere Abwehrspieler zudem ab und stellten oft die Lücken zu. So drückte die Kastner-Elf weiter auf das DJK-Tor.  “Genauso effektiv haben wir zuletzt schon gegen Herne gespielt”, sagte der überaus glücklicher Trainer. Auch sein Linksverteidiger Mirco Heinzer kam einem Torversuch – dem ersten nach nach dem Seitenwechsel. Das nächste Tor schoss allerdings Marc Duic, doch der Schiedsrichter entschied fälschlicherweise auf Abseits (siehe Foto).

Schiedsrichter gibt unberechtigen Elfmeter

Der nächste Irrtum passierte dem Unparteiischen, als er der DJK einen Elfmeter zusprach. Zuvor war einer der Gegner bei der Ballannahme mit Rücklage gegen Rechtsverteidiger Michael Baum gesprungen. Der Schiri sah aus seiner Position dabei einen Schubster und pfiff. “Ich habe allerdings nur meine Hände vor meinen Körper genommen, um mich zu schützen”, erklärte Baum nach dem Spiel. Den Strafstoß verwandelte Wattenscheid, obwohl Wagner sogar in die richtige Ecke sprang.

Die Welperaner jubeln über das Tor zum 2:1 durch Tolga Dilek (ganz rechts).

Der wieder sehr agile Sidney Rast trug nur wenige Minuten später zur erneuten Führung bei, als er Dilek einen feinen Diagonalball auf den linken Flügel servierte. Dilek zog in den Sechzehner und beförderte den Ball mit einem harten Schuss in die Maschen. Als er später erneut eine Großchance hatte, scheiterte er am Wattenscheider Schlussmann. Dafür steuerte Nehlson noch einen Treffer zum Spiel bei. Dabei lauterte er beim Aufbauspiel der Gegner auf den Ball, den sich die Gegner in dieser Phase sehr unsicher zuspielten. Er Unser Kapitän luchste seinem Gegenspieler die Kugel ab und lief alleine aufs Tor zu. Sein Schuss wurde geblockt, der Nachschuss landete aber im Kasten.

Trainer umarmt seine Spieler herzlich

Thorsten Kastner umarmte seine Spieler.

Da den Gästen die Ideen fehlten, noch einmal heranzukommen, plätscherte das Spiel zum Schluss dahin – auch wenn es mittlerweile aufgehört hatte zu regnen. Nehlson hatte nochmal ein Tor auf dem Fuß, als Dilek ihn präzise per Flanke bediente, doch der Ball flog neben das Tor. “Es war ein klasse Spiel von uns. Vor allem in der Abwehr haben wir eine starke Leistung gezeigt”, sagte Kastner, der seine Spieler nach dem Abpfiff herzlich umarmte.

Tore: 1:0 Florian Pemöller (FS/30.), 1:1 (FE/61.), 2:1 Tolga Dilek (68.), 3:1 Nikolai Nehlson (75.).
Welper: Meikel Wagner, Michael Baum, Nikita Wirt, Florian Pemöller, Mirco Heinzer, Jakob Bergheim, Marc Duic, Sascha Friedrich (66. Hasan Varol), Sidney Rast (89. Philipp Durek), Tolga Dilek, Nikolai Nehlson (90. + 2 Said Benkarit).

Zweite Mannschaft

SG Welper II – CSV SF Bochum-Linden III 4:1 (3:1)

Nach dem Sieg in ver vergangenen Woche hat unsere zweite Mannschaft eine kleine Serie gestartet und auch gegen die Dritte vom CSV Bochum gewonnen. “Es war wichtig, jetzt mal zu punkten,  um aus der unteren Tabellenregion herauszukommen”, sagte Trainer Fabian Blumeroth.

Necat Cengiz verwandelte den Elfmeter zur Welperaner Führung. Fotos: Hendrik Steimann

Was seiner Elf in die Karten spielte, waren zwei schnelle Tore. Eine ungewohnte Situation für unsere Zweite, die sonst oft ein frühes Gegentor kassiert. In der sechsten Minute wurde Filipp Andreew im Strafraum zu Fall gebracht. Necat Cengiz schnappte sich die Kugel und traf vom Punkt aus zur Führung. Andreew durfte als nächster jubeln, nachdem ihn aus dem Halbfeld der Ball von Nico Walschburger erreichte. Andreew löste sich geschickt von seinem Gegenspieler und erhöhte aus acht Metern aus 2:0. Bis dahin hatte Welper den CSV im Griff, doch nach einer Ecke fiel aufgrund von schlechter Manndeckung der Anschluss durch einen Kopfball. “Das müssen wir generell noch besser machen”, kommentierte Blumeroth.

Sehenswerte Treffer ebnen den Sieg

Doch die Zweite ließ nicht von ihrer Dominanz ab und machte zudem etwas aus den Situationen. Walschburger erkannte die Lücke in der gegnerischen Abwehr, als er kurz vor der Halbzeit aus 16 Metern abzog und der Ball in die kurze Ecke einschlug. Das Tor erzielte der Rechtsfuß dabei sogar mit links. Auch nach der Halbzeit ging es so weiter, für Welper ergaben sich einige weitere Möglichkeiten – anders als für die Gäste. Das letzte Tor fiel in der 70. Minute. Andreew leitete einen Pass aus dem Mittelfeld mit der Hacke in die Schnittstelle weiter. In die lief Marcel Voß von Außen ein und schoss den Ball aus spitzem Winkel ein. “Das haben beide hervorragend gemacht bei diesem Spielzug”, lobte Blumeroth.

Filipp Andreew holte einen Elfmeter heraus, schoss ein Tor und legte eins vor.

Eine dicke Chance hatte zum Abschluss noch Nico Rother, der aus 22 Metern frei zum Schuss kam, aber minimal zu hoch zielte. Zudem musste der Lindener Torhüter noch ein paar Mal zur Ecke klären. “Wir müssen trotzdem noch zu mehr Spielfluss finden, da jetzt wieder alle Spieler da sind, die zuletzt fehlten. In der Breite sind wir nun gut aufgestellt”, so Blumeroth.

Tore: 1:0 Necat Cengiz (FE/6.), 2:0 Filipp Andreew (14.), 2:1 (31.), 3:1 Nico Walschburger (40.), 4:1 Marcel Voß (70.).
Welper: Marc Stadler, Tobias Schmidt, Tim Timpe, Thorsten Krause (81. Marius Stratmann), Marcel Voß (73. Atef Abidi), Nico Walschburger (60. Matthis Henke), Andreas Weutke, Florian Hoppen, Necat Cengiz, Filipp Andreew.

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