Fußballer entscheiden das Derby dieses Mal für sich

Beim Spiel gegen den TuS Hattingen behält die SG Welper beim 4:2-Sieg die Oberhand.

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel, Julian Resch

SG Welper – TuS Hattingen 4:3 (2:2)

Wenn die Sportgemeinschaft Welper auf den TuS Hattingen trifft, sind Tore garantiert. Und auch diesmal wurden die Zuschauer vom Hattinger Derby nicht enttäuscht. Sieben Treffer fielen am Sonntagnachmittag an der Marxstraße. Vier für Welper und drei für den TuS.

Es ist ja fast schon Tradition, dass die Mutter der Hattinger Derbys ein großes Spektakel ist. Vor einem Jahr siegte die SG mit 5:4 in allerletzter Minute, in der Hinrunde fertigte der TuS die Grün-Weißen mit 8:2 ab. Für diese Klatsche revanchierte sich die SG nun mit einem verdienten 4:3-Erfolg.

Die Anfangsphase gehört den Gastgebern

Tolga Dilek bereitete ein Tor vor und traf selbst. Foto: Hendrik Steimann

Die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern, Welper ging die Partie hochkonzentriert an und erwischte die Hattinger auf dem falschen Fuß. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld fiel die Kugel nach ein paar Umwegen Nikita Wirt vor die Füße. Der aufgerückte Innenverteidiger hielt aus kurzer Distanz voll drauf und ließ TuS-Keeper Tobias Lehnert keine Chance. Nur sieben Minuten später erhöhte Sidney Rast auf 2:0. Nach einem Konter wurde Welpers Nummer zehn von Tolga Dilek schön freigespielt.

Nach dem zweiten Treffer nahmen die Gastgeber einen Gang heraus, und der TuS atmete durch. Langsam fand die Elf von Coach Marius Kundrotas ins Spiel und belohnte sich für den Kampf mit dem 2:1. Wiederum nur ein paar Minuten später fiel sogar der Ausgleich. Nils Güntners Flanke von der linken Seite bugsierte Florian Pemöller ins eigene Tor.

Schwierige Bedingungen auf rutschigem Rasen

Nach dem Seitenwechsel passierte erst einmal wenig, die Fehleranzahl häufte sich, auch weil der Kunstrasen aufgrund der Wetterlage sehr rutschig war.

Ein toller Welperaner Angriff sorgte für den Startschuss in die Endphase. Marvin Grumann flankte von links auf den am Sechzehnereck einlaufenden Marc-André Michel. Der Rechtsaußen legte direkt in die Mitte ab, wo Nikolai Nehlson stand und unhaltbar einschoss. Mit einem Lupfer erhöhte Tolga Dilek auf 4:2. Doch vorbei war das Spiel zu dem Zeitpunkt nicht.

Yusuf Aydin verkürzt per Handelfmeter

Die Rot-Weißen stemmten sich dagegen und kamen durch einen verwandelten Handelfmeter von Yusuf Aydin tatsächlich noch einmal heran, doch eine letzte hundertprozentige Möglichkeit blieb dem TuS letztlich verwehrt. „Der Sieg für Welper ist verdient“, sagte TuS-Trainer Kundrotas. „Mit viel Glück hätte es zum Punkt reichen können.“ Welpers Trainer Thorsten Kastner sah das ähnlich. „Die Einstellung hat gestimmt, das Ergebnis geht so in Ordnung.“

Tore: 1:0 Nikita Wirt (11.), 2:0 Sidney Rast (18.), 2:1 Connor Ost (32.), 2:2 Eigentor (38.), 3:2 Nikolai Nehlson (61.), 4:2 Tolga Dilek (72.), 4:3 Yusuf Aydin (HE, 85.).
Welper: Wagner, Baum, Wirt, Pemöller, Heinzer, Durek, Grumann, Rast, Michel (86. Hustert (86.), Dilek, Nehlson,
TuS: Lehnert, Protzel, Rösner, Y. Aydin, J. Geik, Ost, Kenter (84. Herschbach), Petz, E. Geik (46. Höhmann), Sauret-Kranz (57. Dogan), Güntner.

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