Fußball kompakt: Zwei Siege und viele Tore

Erste besiegt Herbede, Zweite landet Kantersieg, Dritte trennt sich 5:5. Was am Platz los war.

Erste Mannschaft

SG Welper – SV Herbede 3:1 (1:1)

Nikolai Nehlson (m.) im Zweikampf mit der Herbeder Abwehr. Er musste früh ausgewechselt werden. Fotos: Hendrik Steimann

Obwohl die spielerische Leistung unserer Ersten wahrlich nicht zu Jubelsprüngen animiert hat und unsere Elf personell ganz dünn angetreten ist, gelang gegen den Nachbarn im Tabellenkeller ein kleiner Befreiungsschlag. Unsere Fußballer verlassen erstmal die Abstiegsplätze in der Bezirksliga, wobei die Saison ja auch gerade erst begonnen hat.

Erleichtert war unser Trainergespann dennoch. “Wir haben den freien Fall gestoppt”, sagte Trainer Thorsten Kastner. Das Spiel lief schleppend, es gab hin und wieder mal einen Akzent aus unserem Mittelfeld. Aber viele Chancen ergaben sich nicht. Zudem bekam Stürmer Nikolai Nehlson nach einer knappen halben Stunde einen ordentlichen Pferdekuss gegen den linken Oberschenkel und war nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte.

HSV-Keeper zweimal am Boden geschlagen

Vaslint Postolli (3.v.l.) freute sich über seinen ersten Treffer im Trikot der SG Welper.

Da führte die SG aber schon. Nach einer Hereingabe von Mirco Heinzer vom linken Flügel aus scheiterte Sidney Rast zunächst am Herbeder Torwart und ehemaligem Welperaner Matthias Cremer. Marc Michel reagierte schnell und schob den Ball ein. Nach ein paar Herbeder Nadelstichen traf einer der Gegner aus dem linken Halbfeld heraus. Unser Rückhalt Meikel Wagner war aber sonst wach, auch in Halbzeit zwei.

Die Herbeder waren da zugegebenermaßen öfter vor unserem Tor als anders herum. Überwinden konnten sie unsere Abwehr aber nicht. In der eigenen Vorwärtsbewegung leisteten sich unsere Fußballer einige Ballverluste. Das zweite Tor fiel letzten Endes ins leere Tor: Der aufgerückte Vaslint Postolli schoss ein, nachdem Michel und der HSV-Keeper bei einem langen Ball zusammenprallten und erstmal auf dem Boden lagen.

Welper nutzt offene Abwehr

Marvin Grumann (r.) machte nach Vorlage von Sidney Rast den Sack zu.

Beim dritten Tor, was Rast erst schon auf dem Fuß hatte, nutze Welper die sich öffnende Herbeder Abwehr. Die Gegner versuchten nämlich, auszugleichen, waren dabei aber glücklos und schwammiger in der Rückwärtsbewegung. So schaltete Rast nach einem Ballgewinn schnell und legte Marvin Grumann den Ball quer, der ihn nur noch über die Linie drücken musste.

Tore: 1:0 Marc Michel (16.), 1:1 (38.), 2:1 Vaslint Postolli (70.), 3:1 Marvin Grumann (80.).
Welper: Meikel Wagner, Levent Dalgic, Michael Baum, Vaslint Postolli, Mirco Heinzer, Philipp Durek, Marvin Grumann, Danny Hustert, Marc Michel, Sidney Rast, Nikolai Nehlson (46. Leo Claus).

Zweite Mannschaft

SG Welper II – FSV Sevinghausen II 13:0 (4:0)

Lennart Potthoff (r.) war mit vier Toren erfolgreichster Schütze. Fotos: Hendrik Steimann

Das konnte sich sehen lassen! So ein hohes Ergebnis hat unsere Zweite schon lange nicht mehr geschafft. In der Kreisliga B waren die Gegner stärker und die Ambition, nicht abzusteigen, groß. Da ging es enger zu. Der Kantersieg gegen die Reserve von Sevinghausen zeugt irgendwie von dem Leben in der untersten Liga. Gleichzeitig verleiht es unseren Jungs ein Gefühl der Zufriedenheit.

Für unsere Jungs war es wie ein besseres Trainingsspiel. Das passte gut, hatten sie am Donnerstag vorher beim richtigen Training noch ein paar Dinge einstudiert. “In die Schnittstellen spielen und über Außen vor das Tor kommen”, sagt Co-Trainer Dino Carrafiello. Aber nicht nur dadurch fielen die Tore.

Matthis Henke trifft per Flugkopfball

Marius Stratmann (r.) machte gewohnt Druck über links und traf aus der Distanz.

Matthis Henke, in dem jungen Team schon einer der Erfahrenen, beförderte den Ball zum Beispiel auch per Flugkopfball ins Tor – die Flanke kam sogar von der linken Außenbahn. Stürmer Lennart Potthoff machte mit vier Treffern die meisten Buden, aus kurzer und weiter Distanz. Aus der Ferne traf auch Linksverteidiger Marius Stratmann.

Für die aufgerückten Jugendspieler war es eine prima Gelegenheit, sich zu zeigen. Gleich fünf standen in der Startelf, spielten gut zusammen und harmonierten auch mit den älteren Jungs. Für Torhüter Robin Lenz war der Nachmittag dagegen eher langweilig, auch wenn er ein paar Bälle anfangen durfte.

Erfahrene Gegner auch in Unterzahl fair

Jan Korbie (r.) war einer der fünf Jungspunde mit viel Power.

Die Gegner beendeten das Spiel nur mit zehn Mann. Weil sie sich selbst anmeckerten, sah einer Rot. Der Altersdurchschnitt war auch recht hoch. “Sie haben trotz der klaren Angelegenheit sehr fair gespielt”, freute sich Carrafiello, der zufrieden war.

Tore: 1:0 Lennart Potthoff (10.), 2:0 Florian Hoppen (FE/20.), 3:0 Matthis Henke (35.), 4:0, 5:0 Lennart Potthoff (40., 49.), 6:0 Marius Stratmann (55.), 7:0 Sebastian Koch (60.), 8:0 Eigentor (64.), 9:0 Sven Nockemann (65.), 10:0 Matthis Henke (70.), 11:0 Florian Hoppen (72.), 12:0 Sebastian Koch (80.), 13:0 Lennart Potthoff (87.).
Welper: Robin Lenz, Jan Korbie, Andreas Weutke, Tim Timpe, Marius Stratmann, Philip Marian Steegborn, Fabian Kohlmann, Matthis Henke (60. Robin Ramirez), Florian Hoppen (46. Sven Nockemann), Sebastian Koch, Lennart Potthoff.

Dritte Mannschaft

SG Welper III – CSV SF Bochum-Linden III 5:5 (2:3)

Erst traf er den Pfosten, dann ins Netz: Hasan Varol. Fotos: Hendrik Steimann

Nach einer Aufholjagd mit anschließend kurzzeitiger Führung hat unsere Dritte ihr Gesicht bewahrt und noch einen Punkt gerettet. Und das sogar ohne ihren Trainer, der dieses Mal nicht seinen Pflichten an der Seitenlinie nachkam und stattdessen gemütlich brunchen war.

Sorgen brauchte er sich aus der Ferne gar nicht zu machen, hatte er doch schon lange vor der neuen Saison mit Sascha Vollmann einen echten Knipser verpflichtet, der in dieser Partie mal so richtig in Fahrt kam. Vier der fünf Tore gingen auf die Kappe des Vollblutstürmers, der einfach aus jeder Schusslage traf. Durch seine Tore egalisierte die Dritte nach drei einfachen Gegentoren mit jeweils zu viel Platz für die gegnerischen Schützen den Spielstand auf 3:3.

Nach Pfosten- und Himmelschuss aufgewacht

Torjäger Sascha Vollmann (r.) drehte auf.

Was Welper erst nicht gelang, wurde hinterher besser. Umut Sardar haute den Ball in den ersten 45 Minuten aus dem Lauf heraus aus wenigen Metern weit über den Kasten. Hasan Varol traf nach einem erfolgreichen Dribbling nur den Pfosten.

Dann kam Vollmann und traf wie am Fließband nach guten Inszenierungen seiner Teamkameraden. Die #187-Bande war wiedergeboren. Hasan Varol schoss sogar die Führung heraus, die Linden dann doch selbst nochmal ausglich.

Frisurenartist mit Szene neben dem Platz

Macht er sich einen neuen Dutt?

“Es war eine super Leistung in der zweiten Halbzeit. Die Jungs haben Moral bewiesen und sich zurückgekämpft”, lobte Routinier Thorsten Böttcher, der gemeinsam mit Frisurenartist Joshua Ost (band sich während der Partie seine Haarpracht neu zusammen, siehe Bild rechts) den Trainer an der Seitenlinie vertrat.

Tore: 0:1 (8.), 0:2 (16.), 0:3 (27.), 1:3, 2:3, 3:3 Sascha Vollmann (37., 45., 65.), 3:4 (70.), 4:4 Sascha Vollmann (75.), 5:4 Hasan Varol (76.), 5:5 (87.).
Welper: Tim Hebestreit, Pascal Wellhäußer, Marcus Schulze (22. Michel Wilhelm), André Knaut, Patrick Potthoff, Abdoulrahmane Barry, Deniz Varol, Hasan Varol, Umut Sardar, Robin Pollap, Sascha Vollmann.

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