Fußball kompakt: Erste und vor allem Dritte nicht zu halten

Souveräne Siege gegen die Gäste an der Marxstraße. Dritte ist besonders hungrig. Der Zweiten reichen vier eigene Tore nicht zum Sieg.

Erste Mannschaft

SG Welper – DJK Adler Riemke 5:2 (3:1)

Ein ungefährdeten Sieg haben unsere Jungs aus der Ersten gegen Riemke eingefahren. “Es war sicher eines unserer besseren Spiele. Daher haben wir auch verdient gewonnen”, fasste sich Trainer Thorsten Kastner nach dem Abpfiff kurz bei seinem Kommentar zur Partie. Die beherrschte die SG Welper über weite Phasen. Wenn auch diesmal erneut ein Hallo-Wach-Effekt seitens der Gegner kommen musste.

Abklatschen für die souveräne Leistung: Marvin Grumann (r.) und Sidney Rast. Fotos: Hendrik Steimann

Denn bereits nach 18 Sekunden musste Torhüter Hendrik Emberger das erste Mal hinter sich greifen. Der sonst so wachsame und konzentrierte Innenverteidiger Nikita Wirt spielte einem Gegner den Ball direkt in den Fuß. Die Gegner hatten es danach nicht mehr schwer. “Da waren wir noch im Tiefschlaf, haben aber zum Gück direkt geantwortet”, freute sich Kastner. Denn quasi im direkten Gegenzug erzielte Sidney Rast, der dieses mal die Kapitänsbinde trug, den Ausgleich. Er war an allen folgenden Welperaner Toren als Vorlagengeber beteiligt. Zweilmal legte er Tolga Dilek auf, der einmal von außerhalb des Strafraums abzog und beim zweiten Mal den gegnerischen Keeper tunnelte.

Kelch trifft gegen seinen Ex-Verein

Einer jubelte ganz besonders über seinen Treffer: Alexander Kelch. Denn er spielte in der vergangenen Saison noch für die Adler. Nachdem ihn Rast in Szene setzte, lief Kelch allein aufs Tor zu und schob den Ball am Torwart vorbei. “Natürlich ist es immer schön, gegen seinen Ex-Verein zu treffen. Aber ich freue mich mehr darüber, dass die drei Punkte in Welper geblieben sind”, sagte er bescheiden und mannschaftsdienlich. Damit war aber noch nicht genug. Denn Rast bediente später auch noch den mitgelaufenen Marvin Grumann im Sechzehner. Rast selbst blieb ein zweiter Treffer verwehrt. Auch Danny Hustert, dessen verkorkste Flanke kurz vor Schluss knapp am linken Toreck der Gäste vorbeistrich.

Sidney Rast war an allen Welperaner Toren beteiligt.

“Wir hätten noch vier, fünf Tore machen können”, sagte Kastner. Eines machten aber nur noch die Gäste, Quasi eine Kopie vom fünften Welperaner Tor. Welper machte es ihnen vor. “Sie hatten das ganze Spiel Zeit zu lernen, wie man es macht”, kommentierte der an der Bande stehende Trainer der Dritten, Carsten Straube, dessen Team auch etwas davon mitnahm und es im Anschluss zeigte (siehe unten).

Tore: 0:1 (1.), 1:1 Sidney Rast (2.), 1:2 Tolga Dilek (13.), 1:3 Alexander Kelch (26.), 1:4 Tolga Dilek (48.), 1:5 Marvin Grumann (79.), 2:5 (81.).
Welper: Hendrik Emberger, Levent Dalgic, Vaslint Postolli (61. Ibrahima Bojang), Nikita Wirt, Mirco Heinzer, Philipp Durek, Marvin Grumann, Tolga Dilek, Sidney Rast, Marc Michel (85. Abdoulramahne Barry), Alexander Kelch (46. Danny Hustert).

Zweite Mannschaft

SG Welper II – Rasensport Weitmar 4:6 (2:4)

Nach einer Niederlage mit einer nicht ganz so überzeugenden Leistung in der vergangenen Woche verlor unsere Zweite am Sonntag erneut. Beim 4:6 gegen Rasensport Weitmar war einiges los vor beiden Toren. Welper steigerte sich, was die Spielleistung anbelangt. “Heute war der Gegner wesentlich abgezockter”, kommentierte Co-Trainer Dino Carrafiello das Spiel und erklärte damit die Niederlage.

Dino Carrafiello. Foto: Hendrik Steimann

Die Gäste hatten zwei Spieler im Kader, die sehr gut spielten und die unsere Jungs einfach nicht in den Griff bekamen. Beide waren Aktivposten auf der rechten Seite. “Für die Kreisliga C waren sie wirklich sehr gut und sie haben das Spiel gemacht”, sagte Carrafiello. Die ersten vier Tore der Gäste fielen deshalb auch über die rechte Seite, ehe die Welperaner dort etwas mehr gegenhielten. Auch mit eigenen Toren, denn der Wille, das Spiel zu drehen und zu gewinnen, war da. Doch es sollte irgendwie nicht sein. “Das Problem war, dass die Gegner direkt wieder getroffen haben , wenn wir durch unsere Tore herangekommen sind”, so Carrafiello.

Platzverhältnisse bringen nicht nur Pech

Auch die schwierigen Platzverhältnisse spricht er an. Bei der Ersten verletzten sich beispielsweise dadurch zwei Spieler. Bei der Zweiten glücklicherweise nicht. Einmal bedankten sich unsere Jungs dafür, dass der Gäste-Rückhalt bei einem Abschlag wegrutschte: Der Ball flog nur etwa 25 Meter weit, genau in die Füße von Nino Kamperhoff, der alleine aufs Tor zulief und das 1:1 erzielte. Die Elf von Trainer Fabian Blumeroth versuchte, immer dranzubleiben und sich nicht abschütteln zu lassen. Aber sie hatte auch Pech, etwa als André Knaut beim Stande von 3:5 den Ball nur an die Latte katapultierte.

Die Mannschaft mit vielen jungen Spielern, die gerade aus der A-Jugend aufgerückt sind, musste sich schließlich Raspo beugen. “Im Endeffekt waren die Gegner erfahrener als wir. Bis zur letzten Minuten haben die Jungs alles gegeben, aber es sollte einfach nicht sein”, resümierte Carrafiello.

Tore: 0:1 (16.), 1:1 Nino Kamperhoff (19.), 1:2 (24.), 2:2 Lennart Potthoff (38.), 2:3 (43.), 2:4 (45.), 3:4 Nino Kamperhoff (48.), 3:5 (50.), 4:5 André Knaut (82.), 4:6 (89.).
Welper: Robin Lenz, Dennis Sonnenschein (24. Sven Nockemann), Jan Korbie, André Knaut, Philipp Marian Steegborn, Andreas Weutke, Lennart Potthoff, Thorsten Krause, Nino Kamperhoff, Lars Sonnenschein (84. Sebastian Koch), Niklas Timon Teigelkamp.

Dritte Mannschaft

SG Welper III – SG Hill-Hattingen 15:0 (7:0)

Platz nehmen, Vorhang auf, die Show beginnt! Eigentlich müssten wir im Moment für unsere Dritte Eintrittsgelder verlangen. Denn sie zeigt einen Fußball, der nicht nur für die eigenen Anhänger (die sich in der Regel nur die Erste ansehen) ein Gaumenschmauß ist. Der neutrale Fußballfan kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Nur die Gegner eben nicht, die werden abgeschossen. Einfach so. Das musste jetzt auch die SG Hill am eigenen Leib erleben. 15:0 notierte der Schiri am Ende im Spielbericht.

Ganz oft durften unsere Jungs jubeln. Nach dem Tor von Leo Claus auf besondere Weise. Fotos: Hendrik Steimann

Die starke Mannschaft, die auf fast jeder Position schon zu gut für die Kreisliga C besetzt ist, zeigte eine Augenweide nach der nächsten. Mittel zum Sieg waren heute eindeutig die hundertprozentige Einstellung, die Trainer Carsten Straube lobte, sowie das unheimlich aggressive Offensivpressing über so gut wie die gesamten 90 Minuten. Hätte der Unparteiische nicht abgepfiffen, die Jungs würden wohl immer noch auf dem Platz ackern und ihren Torhunger stillen. 93 Tore stehen bereits auf der Habenseite, damit hat die Dritte mit Abstand die meisten auf dem Konto. In der Tabelle steht sie auf Platz vier, mit Kontakt zur Spitze.

Gegner drischt vor Frust Ball über den Zaun

Die Gegner werden aber nicht nur in der Tabelle unter Druck gesetzt. Auch – wie schon geschrieben – im Spiel. Die Gegner kamen im gesamten Spiel auf gerade einmal zwei Torschüsse. “Das zeigt schon, wie effektiv wir vorgegangen sind”, sagte Straube, der von einem “wunderschönen Fußballsonntag” sprach. Seine Abwehr stand hinten sicher, dass die SG Hill gar nicht weit in die gegnerischen Hälfte vordringen konnte. Aber die Vorderleute sorgten oftmals schon dafür, dass der Ball wieder in die andere Richtung lief. Unsere Jungs rannten echt viel, von Beginn an. Die Gegner hatten kaum Zeit zum Verschnaufen und waren schon nach dem dritten Tor so frustriert, dass einer der Gegner (wer, wird an dieser Stelle mal nicht verraten) den Ball einfach über den Zaun drosch, später noch einmal.

Linksverteidiger Patrick Potthoff traf heute auch.

Die Tore fielen, wie unsere Jungs es gerade wollten. In der Regel aus dem Spiel heraus, vereinzelt nach Standards, wenn die Grün-Weißen mal wieder nicht auf faire Weise zu stoppen waren. Außerdem knallte die Kugel noch ein paar Mal ans Aluminium. Torjäger Sascha Vollmann spielte gegen seinen Ex-Klub und schenkte ihm mit viel Wucht fünf Tore ein. In der zweiten Halbzeit drehte dann der eingewechselte Robin Pollap auf und traf ebenfalls fünfmal. Außerdem schnürte Hasan Varol einen Doppelpack und Linksverteidiger Patrick Potthoff durfte auch nochmal. Beim 3:0 hauten sich die Gegner den Ball nach einer Ecke selbst ins Gehäuse. Leo Claus präsentierte nach seinem Treffer außerdem noch einen besonderen Torjubel.

Tore: 1:0 Sascha Vollmann (12.), 2:0 Hasan Varol (13.), 3:0 (ET/17.), 4:0 Sascha Vollmann (30.), 5:0 Hasan Varol (36.), 6:0 Leo Claus (37.), 7:0 Sascha Vollmann (45.), 8:0, 9:0 Robin Pollap (48., 62.), 10:0 Sascha Vollmann (64.), 11:0, 12:0, 13:0 (71., 72., 73.), 14:0 Patrick Potthoff (79.), 15:0 Sascha Vollmann (84.).
Welper: Tim Hebestreit, Mehmet Yildirim, Deniz Caglar, Patrick Potthoff, Deniz Varol, Leonard Claus, Hasan Varol (66. Marco Schmidt), Umut Sardar, Baris Gültepe (46. Robin Pollap), Dominic Adolphs Silva (75. Sedat Köprübasi), Sascha Vollmann.

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