Fußball kompakt: Erste teilt sich mit Annen die Punkte

Im Spitzenspiel der Kreisliga A gibt es keinen Sieger, die Partie endet 2:2. Die Zweite unterliegt dem FC Sandzak im Derby, die Dritte schießt sich die Seele frei.

Erste Mannschaft

Florian Pemöller erzielte vor den Augen vieler Zuschauer das 1:1. Fotos: Hendrik Steimann

SG Welper – VfB Annen 2:2 (0:1)

Das Topspiel auf dem Rasenplatz im Althoff-Stadion endete unentschieden. Somit bleibt der Abstand zum Verfolger aus Witten erstmal gleich. Das war den Verantwortlichen aus unserer Fußball-Abteilung sehr wichtig.

Ziemlich früh im Spiel gab es die erste Ernüchterung. Annen ging in Führung. Einen hohen Ball köpfte Florian Pemöller aus dem Strafraum, aber genau zum freistehenden Gegner Daniel Mudric, Annens Top-Torjäger. Der zog aus der Distanz ab und traf ins lange Toreck. Welper lief also gleich einem nicht eingeplanten Rückstand hinterher. “Wir haben in der ersten Halbzeit dann auch zu oft die Seiten verlagert und vorne zu wenig Bewegung”, brachte es Wolfgang Westerkamp auf den Punkt. Denn so viele Chancen ergaben sich für unsere Erste nach dem frühen Rückstand nicht.

Chancenwelle in der zweiten Halbzeit

Mit einem Ball in die Tiefe lief Tolga Dilek auf das Annener Tor zu und brachte den Ball dort unter. Weil er aber im Abseits stand, zählte der Treffer nicht. Solche Pässe in die Tiefe hätte Westerkamp gerne öfter gesehen. Doch Annen stand defensiv auch gut und wusste um die Qualität von Welper, wenn sie voll zur Geltung kommt. Sie deutete sich in der ersten Hälfte aber selten an. Sidney Rast schoss einmal knapp über das Tor (44.). Auch am Welperaner Tor segelte ein angedrehter Ball um Zentimeter vorbei (45. + 1).

Das Spiel gegen Annen war für Welper und Sidney Rast (l.) sehr umkämpft.

In der zweiten Halbzeit ergaben sich dann mehrere Chancen für unsere Jungs. Zunächst fiel der Ausgleich nach einem Freistoß. Sidney Rast brachte den geklärten Ball aufs Tor, er wurde abgefälscht und landete bei Pemöller. Der schob ein (60.). Danach entwickelte Welper sehr viel Zug zum Tor. Manchmal waren die Bälle zu lang. Aber über die Flügel kamen die gefährlich zumTor.  Dilek zweimal einen Ball herein, doch Nikolai Nehlson traf nicht.

Auch Dilek selbst scheiterte beim Versuch, einen langen Ball per Lupfer über Wittens herauslaufenden Keeper im Tor unterzubringen. “Das war schwierig, den nicht zu machen”, kommentierte Westerkamp. Er wollte wie die Welperaner Anhänger auch schon jubeln, als Jakob Bergheim abzog, aber dann nur die Latte traf.

Welper muss einen erneuten Rückstand ausgleichen

Nikita Wirt gelang der Ausgleich zum 2:2.

Bei so vielen Chancen hätte sich Welper die Führung verdient. Doch die schoss mit der einzigen Chance in Hälfte zwei dann der VfB. Erst klärte Nico Rother einen Ball zur Ecke. Bei der wiederum stimmte die Ordnung in der SG-Verteidigung nicht und so verlängerte wieder einmal Mudric den Ball ins Tor. Ein kurzer Schock für unsere Jungs. Die mühten sich ab, erneut den Ausgleich zu schaffen. Das war aber nicht so einfach, auch weil die Präzision zunehmend nachließ. Doch es sollte noch gelingen. Sidney Rast tankte sich auf dem linken Flügel durch und legten den Ball im Strafraum quer zu Nikita Wirt, der die Kugel in die linke untere Ecke schoss. Mehr war nicht drin.

“Das Unentschieden geht in Ordnung. Es ist auch nicht zu sehr enttäuschend, weil wir den Vorspurng auf Annen gehalten haben. Scahde, dass nicht noch eine der vielen Tormöglichkeiten zum Erfolg führte. Durch unser überragendes Torverhältnis sollten wir aber die Nase vorn haben”, lautete das Fazit von Westerkamp.

Tore: 0:1 (10.), 1:1 Florian Pemöller (60.), 1:2 (81.), 2:2 Nikita Wirt (87.).
Welper: David von Hagen, Sevder Akkan, Nico Rother, Florian Pemöller, Mirco Heinzer, Hakan Gültekin, Jakob Bergheim, Nikita Wirt, Sidney Rast, Tolga Dilek (88. Hasan Varol), Nikolai Nehlson.

Zweite Mannschaft

SG Welper II – FC Sandzak-Hattingen 2:4 (0:1)

Im Derby gegen den FC Sandzak-Hattigen ging die SG Welper nicht als Sieger hervor. Zwar stimmte der Einsatz in einem derbywürdigen Spiel, aber die Leistung reichte nicht für einen oder gar drei Punkte.

In der ersten Halbzeit übte die gegnerische Mannschaft viel Druck auf die Zweite aus. “Wir haben dagegen wieder einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen”, schilderte Blumeroth. Die Führung für Sandzak fiel dann nach einem Einwurf. Mersin Kurbasevic, der in seiner Jugend das Kicken bei Welper gelernt hatte, bekam den Ball direkt zurück und wurde nicht angegriffen. Er lief in den Strafraum und traf für seinen aktuellen Verein. Danach passierte erstmal lange Zeit nichts, orientiert man sich an Toren.

Christian Thamm hatte zwei gute Möglichkeiten für Welper.

Anschluss durch einen direkten Freistoß

Denn Welper brachte den Ball nicht im Tor unter. Christian Thamm traf nach einer Ecke per Kopfball die Latte. Bei einer weiteren Chance setzte er den Ball neben das Tor. Auch Atef Abidi vergab eine Möglichkeit. So war es Sandzak vorbehalten, das nächste Tor zu schießen. Doch aus Sicht von Blumeroth war dies nicht ganz regelkonform entstanden. “Thamm wird von hinten geschubst, als er den Ball klären möchte. Der Schiri hat aber nicht gepfiffen und so hatte es der Spieler von Sandzak leicht, das Tor zu machen”, beschrieb Blumeroth.

Doch später belohnte sich auch die Blumeroth-Elf für ihren Einsatz. Sie bekam drei Freistöße innerhalb kurzer Zeit. Alle trat Daniel Zukowski. Den ersten setzte er an den Pfosten. Beim dirten aus etwa 20 Meter Entfernung zum gegnerischen Tor verwandelte er direkt zum Anschluss. Der Ball klatschte zwar erst nur an die Latte, aber von dort aus an den Sandzak-Keeper und von dessen Körper ins Tor.

Welper stellt um und läuft in zwei Konter

Kurz nach dem Anschluss gab es dann allerdings wieder einen Dämpfer: Thorsten Krause sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot und musste vorzeitig vom Platz. Die Abwehr war geschwächt und musste umgestellt werden, um trotzdem noch Zug nach vorne zu entwickeln. Dennoch schaffte es Sandzak in der Phase des Spiels, die Treffer drei und vier durch Konter folgen zu lassen. Die damit die Partie entschieden. Weil sich unsere Zweite wie zuletzt schon aber nicht aufgab, gelang Matthis Henke in der Schlussminute noch der zweite eigene Treffer. Er versenkte den Ball aus 16 Metern mit einem Schuss aus der Drehung, nachdem er die Verteidigung verladen hatte.

“Punkten gegen die obenstehenden Mannschaften ist nicht so ganz einfach. Mit der Leistung, die wir gezeigt haben, bin ich mir aber sicher, dass wir nun wieder Punkte holen werden”, schlussfolgerte Blumeroth aus dem Spiel.

Tore: 0:1 (33.), 0:2 (57.), 1:2 Daniel Zukowski (70.), 1:3 (84.), 1:4 (89.), 2:4 Matthis Henke (90.).
Welper: Robin Lenz, Thorsten Krause, Marcus Schmitz, Tim Timpe, Marius Stratmann, Daniel Zukowski, Marius Diesler (72. Philipp Strauß), Andreas Weutke, Christian Thamm (74. Shahin Ibrahim), Matthis Henke, Atef Abidi (60. Marcel da Silva).

Dritte Mannschaft

SG Welper III – FC Sandzak-Hattingen II 12:2 (5:0)

Nach Niederlage gegen Linden-Dahlhausen II erwartete Trainer Carsten Straube von seiner Elf gegen Sandzak eine Antwort. Er hatte kundgetan, dass ihm die Leistung im vorigen Spiel überhaupt nicht gefallen hat. Seine Mannschaft reagierte promt – und wie. Sie schoss sich beim 12:2-Kantersieg praktisch die Seele frei. Es war gleichzeitig der zweithöchste Saisonsieg – den höchsten gab’s in der Vorrunde gegen Märkisch Hattingnen II.

Welper traf auf einen Gegner mit einem sehr hohen Altersdurchschnitt. Straube wies seine Elf also an, flache Bälle in den Fuß zu spielen, um das Tempo hoch zu halten. “Die erfahrenen Spieler hätten mit langen Bällen viel weniger Probleme gehabt”, so der Coach, der das Spiel seines Teams als Höchstgeschwindigkeitsfußball bezeichnete. Und so spielte unsere Dritte den FC Sandzak schwindelig. “Wir hätten heute 20 Tore schießen können, wenn wir alle Chancen genutzt hätten”, meinte Straube. Doch auch mit dem Dutzend ist er mehr als zufrieden.

Drei Spieler schaffen ein Dreierpack

Tim Hebestreit musste beim Schützenfest auch zweimal hinter sich greifen.

Gleich drei Spielern gelang ein Dreierpack: Nico Breitbarth, Fabio Rampin und Robin Pollap. Breitbarth traf dabei einmal sehenswert in den Winkel. Zudem erzielte Patrick Potthoff einen Doppelpack. Das verbleibende Tor gehörte Joshua Ost. Die Dritte war nicht nur wegen der Tore überlegen, sondern hatte das Spiel bis auf eine Ausnahme im Griff. Denn bei einem Gegentor leistete sich Pascal Wellhäußer einen Fehlpass im Spielaufbau. Ein Gegner fing den Ball ab und brachte ihn im Welperaner Tor unter.

Beim zweiten Gegentreffer schoss Wellhäußer seinen Teamkollegen Marco Schmidt an, weshalb der Ball ins eigene Tor pralle. “Die Gegentore wurmen mich schon ein bisschen”, gab Straube zu. Dagegen gefiel ihm in der eigenen Offensive, dass seine Spieler nicht eigensinnig vor dem Tor waren, sondern oft noch den Blick für den mitgelaufenen Mann hatten und die Kugel nochmal querlegten. “Es ist nicht wichtig, wer das Tor macht. Es zählt für die Mannschaft”, äußerte sich Robin Pollap dazu.

Tore: 1:0 Robin Pollap (8.), 2:0 Patrick Potthoff (20.), 3:0 Fabio Rampin (30.), 4:0, 5:0 Nico Breitbarth (38., 39.), 5:1 (46./ET), 6:1 Patrick Potthoff (47.), 7:1 Nico Breitbarth (52.), 8:1, 9:1 Fabio Rampin (55., 57.), 10:1, 11:1 Robin Pollap (60., 70.), 12:1 Joshua Ost (73.), 12:2 (81.).
Welper: Tim Hebestreit, Andreas Mrosek (46. Marco Schmidt), Thomas Smolczyk, Pascal Wellhäußer (50. Ali-Riza Büyükdurmus), Deniz Varol, Robin Pollap, Patrick Potthoff, Fabio Rampin, Dominik Elbe (46. Joshua Ost), Nico Breitbarth, Robin Neuhaus.

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