Fußball kompakt: Erste siegt bei zeitweiser Unterzahl

Bei Rot-Weiß Stiepel gewann unsere Kreisliga-A-Mannschaft zum dritten Mal in der Meisterschaft. Die Zweite verlor zum dritten Mal in Folge. Vorgezogenes Spiel der Dritten wurde in kuriosem Zusammenahnd abgebrochen.

Erste Mannschaft

RW Stiepel – SG Welper 1:3 (1:1)

Gegen die Rot-Weißen haben die Grün-Weißen ihre Hausaufgaben ganz ordentlich erledigt und spielten sich selbst in 30-minütiger Unterzahl Chancen heraus. Am Ende kam der Gegner beim 3:1-Sieg unserer Ersten noch glimpflich davon.

Bereits nach wenigen Minuten fiel bereits das erste Tor, was Jakob Bergheim jedoch noch verwehrt wurde. Nach einem Freistoß von Tolga Dilek hatte er den Ball ins Tor katapultiert, wobei Schiedsrichter Roßdeutscher allerdings eine Abseitsstellung erkannte. “Das war unerklärlich”, kommentierte Cheftrainer Wolfgang Westerkamp. Doch unsere Elf ließ sich nicht hängen, agierte aus viel Ballbesitz heraus. In der elften Minute wurde Nikita Wirt im Zentrum angespielt. Er schoss den Ball aus der Drehung ins Netz und dieses Mal gab der Unparteiische den Treffer auch. Den nächsten bekamen die Bochumer zugesprochen, als die Welperaner Abwehr unaufmerksam war. Daniel Paries hielt zunächst einen Schuss, war im Nachschuss aber machtlos.

Nikita Wirt.

Nikita Wirt krönte seine gute Leistung mit zwei Toren.

Nach 36 Minuten ging Hakan Gültekin dann vorzeitig duschen, weil der wegen Meckerns mit Gelb verwarnte Spielgestalter bei einem Foulspiel nur eine Minute später Gelb-Rot sah. “In Unterzahl mussten wir dann den Kampf annehmen, haben das aber sehr gut gemacht. Wir haben schneller verschoben und sind mehr gelaufen”, lobte Westerkamp, dem bis dahin auch die Pass-Sicherheit seines Teams gefiel. Ebenso, dass Dilek per direktem Freistoß, wobei der Ball flach in das Tor von Stiepel zischte, vor dem Halbzeitpfiff den Spielstand auf 2:1 erhöhte.

Nach 70 Minuten war das Gleichgewicht auch wieder hergestellt, weil der Sechser der Stiepeler nach einem groben Zweikampf mit Jakob Bergheim ebenfalls die Ampelkarte sah. Welper ließ sich das Heft sowieso nicht aus der Hand nehmen. “Daniel musste in der zweiten Hälfte keinen einzigen Ball halten”, beschrieb Westerkamp die Machtverhältnisse auf dem Platz. Als es dann zehn gegen zehn hieß, lief es wie am Schnürchen. Wirt traf zum zweiten Mal, per Direktabnahme, nachdem ihn Philipp Durek mit einer Flanke von der rechten Seite bediente. “Nikita hat seine starke Vorstellung heute mit zwei Toren gekrönt”, freute sich sein Trainer.

Mehr Tore fielen aber nicht. Dilek traf das Lattenkreuz, der Ball tickte wohl vor oder auf der Linie auf und sprang zurück ins Feld. Als Durek diesen einköpfen wollte, wurde er in der Luft abgeräumt – der Pfiff des Schiedsrichters blieb allerdings aus. “Für uns wurde es wenn nur durch Standards der Gegner gefährlich. Hätten wir unsere Angriffe am Ende besser ausgespielt, wären wahrscheinlich vier oder fünf Tore gefallen”, sagte Westerkamp.

Tore: 0:1 Nikita Wirt (11.), 1:1 (25.), 1:2 Tolga Dilek (FS/45.), 1:3 Nikita Wirt (78.).
Welper: Daniel Paries, Mirco Heinzer, Maxim Osterhage, Jakob Bergheim, Tolga Dilek (77. Oliver Triestram), Hakan Gültekin, Nikita Wirt, Sevder Akkan, Filipp Andreew (63. Levent Dalgic), Hasan Varol (46. Philipp Durek), Florian Pemöller.

Zweite Mannschaft

SV Waldesrand Linden – SG Welper II 5:3 (1:1)

Unsere zweite Mannschaft hat ihr drittes Spiel in Folge verloren. Gegen den SV Waldesrand Linden präsentierte sich die SG Welper nicht schlecht, hielt über weite Strecken des Spiels mit dem Gegner mit und führte sogar. Doch die Lindener schossen am Ende eben zwei Tore mehr, weshalb die Elf von Dennis Sonnenschein, der selbst in der Abwehr agierte, das Spiel aus der Hand gab und leer ausging.

Dennis Sonnenschein.

Dennis Sonnenschein.

“Wir haben gut gekämpft und jeder hat heute echt alles für den anderen gegeben”, resümierte Trainer Sonnenschein die 90 Minuten auf dem Hartplatz in Bochum. Der SV Waldesrand Linden war die dominierende Mannschaft, doch die SG Welper versteckte sich keineswegs und bot dem Gegner die Stirn, worauf Sonnenschein besonders stolz war. Zudem wusste er den harten Einsatz zu schätzen, da er selbst im Trikot auflief und die Angriffe der Lindener zu unterbinden versuchte. Das gelang in der ersten Halbzeit noch besser, vor allem weil Marcus Schmitz nach dem Rückstand ausglich.

Evripidis Tselkos besorgte kurz nach dem Seitenwechsel sogar die Führung, die eine Weile lang hielt. Doch danach blühte der Gastgeber noch einmal auf und unsere Zweite fing sich innerhalb von zehn Minuten drei Gegentreffer. Das dritte Welperaner Tor durch Matthis Henke kam zu spät, um daran noch einmal anzuknüpfen. “Es sieht nach vier Spielen und drei Punkten nun natürlich nach einer schlechten Lage aus, aber die Mannschaft macht sich”, sagte Sonnenschein.

Tore: 1:0 (34.), 1:1 Marcus Schmitz (45. + 2), 1:2 Evripidis Tselkos (49.), 2:2 (65.), 3:2 (67.), 4:2 (74.), 5:2 (77.), 5:3 Matthis Henke (88.).
Welper: Robin Lenz, Tim Timpe, Dennis Sonnenschein (65. André Roszewicz), Thorsten Krause, Andreas Weutke, Marcus Schmitz (81. Gordon Fritsche), Sven Nockemann (59. Tobias Wächter), Marius Stratmann, Christian Thamm, Matthis Henke, Evripidis Tselkos.

Dritte Mannschaft

Spielabbruch beim SV Waldesrand Linden II

Eigentlich müsste man die Geschichte in der Kategorie „Nicht von dieser Welt“ erzählen. Nur leider ist sie wirklich passiert, bereits am Donnerstagabend auf der Platzanlage des SV Waldesrand Linden:

Das Meisterschaftsspiel unserer Dritten wurde auf den Abend in der Woche vorgezogen, um 19 Uhr war Anpfiff auf dem Rasenplatz am Heidelbeerweg. Alles verlief nach Plan, unsere Jungs lieferten eine gute Leistung ab. Dominik Elbe traf in der 43. Minute zur 1:0-Führung, die lange Zeit anhielt. Sehr lange Zeit. Auch in der 85. Minute war noch kein weiterer Treffer gefallen. Vielleicht wäre es in den Schlussminuten der Kreisliga-C-Partie noch dazu gekommen. Doch dies hätte der Schiedsrichter Sezgin Ecek wahrscheinlich nicht mehr mitbekommen.

Fußball-SymbolWieso? Die Erklärung ist einfach und kurios zugleich: wegen fehlendem Flutlicht und einbrechender Dunkelheit. Der Unparteiische brach das Spiel also in der besagten 85. Minute ab. Auf dem Rasenplatz beim SV Waldesrand gibt es keine Flutlichtmasten. Nur auf dem Ascheplatz. Als seitens der SG Welper der Wunsch ausgesprochen wurde, dort die verbleibenden Minuten des Spiels zu absolvieren, lehnte der Schiri ab. Es hätte auch ein Einverständnis der Gegner dazu geben müssen, mit denen der Schiedsrichter wohl schon im Vorfeld der Partie die eventuell schlechten Lichtverhältnisse angesprochen hatte. Die Spieler um Trainer Carsten Straube waren fassungslos, frustriert. Straube selbst ärgerte sich ebenfalls. Der Schiedsrichter ließ sich vor Ort allerdings nicht umstimmen. Die Frage, warum das Spiel eigentlich nicht von vornherein auf dem Ascheplatz angesetzt wurde, um so etwas Dubioses zu vermeiden, blieb offen.

Fußball-Geschäftsführer Dino Carrafiello erkundigte sich beim Staffelleiter, was nun geschieht. Das Resultat: Es gibt keine Wertung zugunsten der SG Welper, das Spiel wird komplett neu angesetzt. „Es gibt dazu ganz klare Regeln und Paragraphen in der Spielordnung. Wir könnten Protest einlegen, der aber wahrscheinlich nichts bringen wird“, teilt Carrafiello mit. So muss unsere Dritte in den sauren Apfel beißen und erneut in Linden antreten. Hoffentlich dann zu einem Flutlichtspiel.

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