Fußball kompakt: Erste beendet Negativserie

Die Kastner-Elf hat das Derby gegen den TuS Hattingen gewonnen. Die Zweite leistet sich zu viele Fehler. Dritte beendet Saison erfolgreich. Und es war nicht der Tag der Torhüter.

Erste Mannschaft

TuS Hattingen – SG Welper 0:2 (0:1)

Die Erste kann doch noch gewinnen! Motivation dafür bot das Derby gegen den TuS Hattingen am Wildhagen. Dort zeigte unsere Bezirksliga-Mannschaft ein ordentliches Spiel und siegte nach je einem Tor in jeder Halbzeit.

Said Benkarit jubelt über sein erstes Tor. Fotos: Hendrik Steimann

“Erstmal ist es wichtig, dass wir unsere Negativserie beendet haben”, betonte Trainer Thorsten Kastner nach Abpfiff. Er war auch froh, dass seine Mannschaft ohne Gegentor gewonnen hat. “Und die Jungs haben gekämpft, das war schon ein gutes Spiel”, sagte Kastner. Bereits während der Partie lobte er seine Elf häufig und klatschte bei gelungenen Aktionen Beifall. Jubeln durfte er übrigens dieses Mal sehr früh – Welper traf selbst mal in der Anfangsphase.

TuS-Torwart strahlt Unsicherheit aus

Unsere Jungs nahmen das Spiel an, führten in der ersten Halbzeit auch weitestgehend die Regie. Häufig kamen sie vor das Tor von dem sich sehr unsicher präsentierenden TuS-Torhüter Niklas Walter. Er verschuldete das erste Tor, als er eine Hereingabe von Tolga Dilek nicht festhielt. Said Benkarit tropfte der Ball an den Oberkörper. Er kontrollierte ihn und wuchtete ihn ins Netz. Auch bei den folgenden Ecken und Flanken griff der TuS-Torwart immer wieder ins Leere.

Marvin Grumann (r.) spielte stark. Hier stibitzt er Nils Güntner geschickt den Ball.

Doch Welper schaffte zunächst kein zweiten Treffer. Nikolai Nehlson köpfte eine Ecke knapp über das Gehäuse. Schascha Friedrich, der sich später am rechten Sprunggelenk verletzte, traf im Nachsetzen per Heber nur den Pfosten. Auch nach dem Seitenwechsel vergaben der wieder einmal stark spielende Marvin Grumann sowie Sidney Rast eine Eins-gegen-eins-Situation. Das erlösende 2:0 erzielte wiederum Benkarit: Dilek brachte eine zu lange Hereingabe von links wieder in den Strafraum, wo Benkarit per Flugkopfball einnetzte.

Von Hagen hat sich nach Foul nicht im Griff

Beim TuS Hattingen ging es meistens über die Flügel nach vorne, aber die Welperaner Verteidigung war hellwach und nahm den gegnerischen Angreifern oft den Ball vom Fuß. Noch in der ersten Halbzeit verpassten die Gegner die dickste Chance des Spiels. Ebenfalls nach einer Hereingabe. Sertac Dogan köpfte aus kurzer Distanz David von Hagen an, Johann Geik versemmelte den Nachschuss.

David von Hagen musste frühzeitig vom Platz.

Auch die anderen Torschüsse vom TuS verfehlten das Ziel knapp, auch in der Schlussphase, in der die Hattinger noch einmal drückten. An Meikel Wagner kamen sie da nicht mehr vorbei. Der wurde eingewechselt, weil sich David von Hagen nach einem klaren aber nicht gepfiffenen Foulspiel für einen Moment nicht im Griff hatte und TuS-Stürmer Tim Wasserloos umschubste. Dafür sah er Rot.

INFO: Das letzte Spiel der laufenden Bezirksliga ist vorgezogen worden. Die SG Welper empfängt die DJK Adler Riemke bereits am Freitag, 25. Mai, um 19 Uhr auf dem heimischen Kunstrasenplatz der Sportanlage Gartenstadt Hüttenau an der Marxstraße.

Tore: 0:1, 0:2 Said Benkarit (4., 49.).
Welper: David von Hagen, Philipp Durek, Michael Baum, Florian Pemöller, Mirco Heinzer, Marvin Grumann, Sascha Friedrich (70. Meikel Wagner), Sidney Rast, Tolga Dilek, Nikolai Nehlson, Said Benkarit (70. Marc Duic).

Zweite Mannschaft

TuS Blankenstein II – SG Welper II 3:0 (1:0)

Dino Carrafiello, der Interimstrainer der zweiten Mannschaft, lag nach der laut Ergebnis klaren Niederlage heulend in der Ecke. Zumindest fühlte er sich so, als der Unparteiische das Spiel beendete. Durch teilweise einfache Fehler hat die Zweite das Derby leichtfertig an den Platznachbarn abgegeben.

Zum Heulen: Dino Carrafiello während des Spiels. Fotos: Hendrik Steimann

Der Weg ist für die zweite Mannschaft nach wie vor ungewiss. Momentan steht sie auf dem Relegationsrang, punktgleich mit Rasensport Weitmar. Das sichere Ufer kann sie aufgrund von vier Punkten Rückstand nicht mehr erreichen. Unklar ist aber auch, ob es die Relegation geben wird. “Es stehen noch viele Entscheidungen aus den anderen Ligen nicht fest”, weiß Carrafiello. Und trotzdem ist die Zukunft der Zweiten ungewiss – geht es nach der Ligazugehörigkeit in der neuen Saison.

Abwehr bekommt Tim Völzke nicht in den Griff

Gegen Blankenstein hat sich die Rumpfelf jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Bei den Gegentoren sah sie nicht gut aus. Alle drei schoss Tim Völzke für den TuS, die Welperaner Abwehr bekam ihn und seine Mitspieler bei den Offensivaktionen nicht so recht in den Griff. Vor dem ersten Gegentor vor Andreas Weutke im Mittelfeld den Ball, woraus sich ein Konter entwickelte.

Marcel da Silva hatte bei seinen Freistößen kein Glück.

Schnell nach vorne ging es auch bei den weiteren beiden Gegentreffern. Das 0:2 wurde außen links nicht gut verteidigt, der Weg zum Tor nicht zugestellt. Die folgende Hereingabe wurde eingeschoben, weil Völzke in der Mitte total viel Platz hatte. Auch beim dritten Tor, was er per Schlenzer vollendete, nachdem es mit Tempo über die rechte Welperaner Seite ging. “Da hatten wir ein klares Geschwindigkeitsproblem”, haderte Carrafiello. Weil er überhastet aus seinem Tor einen Gegner anging, flog Rückhalt Marc Stadler auch noch vom Platz und Maximilian Brüggerhoff stellte sich zwischen die Pfosten.

Hoppen kugelt sich bei Torversuch die Schulter aus

Florian Hoppen kugelte sich seine Schulter aus.

Die eigenen Chancen waren eher mau, so dass das Derby fast einseitig wurde. Atef Abidi schoss einen Ball aus 15 Metern am Tor vorbei. Manchmal kam der letzte Pass auch nicht an. Marcel da Silva hatte bei zwei Freistößen kein Glück. Eine Hereingabe von ihm in die Mitte auf den freistehenden Florian Hoppen wurde nicht verwertet. Hoppen kugelte sich bei dem Versuch, das Tor zu erzielen, die Schulter aus. “Wer die Chancen nicht nutzt, verliert”, sagte Carrafiello.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Tim Völzke (44., 57., 61.).
Welper: Marc Stadler, Tim Timpe, Pierre Lück, Dennis Sonnenschein, Marius Stratmann (46. Lars Sonnenschein), Andreas Weutke, Maximilian Brüggerhoff, Philipp Strauß (46. Fabian Kohlmann), Marcel da Silva, Florian Hoppen, Atef Abidi (66. Sven Nockemann).

Dritte Mannschaft

DJK Adler Dahlhausen – SG Welper III 1:8 (0:4)

Mit einem Kantersieg hat sich unsere Dritte in die Sommerpause verabschiedet. Nach dem 8:1-Sieg freut sie sich auf die neue Saison, in der sie alle Gegner wiedertreffen wird. Denn Meister TuS Hattingen III möchte nicht aufsteigen, weshalb das Recht an den Vizemeister Welper gereicht wurde. Aber unsere Dritte verzichtet ebenfalls und tritt erneut in der Kreisliga C an.

Robin Pollap hat in der Saison insgesamt 36 Tore geschossen. Fotos: Hendrik Steimann

Schöne Erinnerungen haben unsere Jungs also an den Saisonabschluss. Erst am Samstag gewannen sie das Hobby-Kleinfeldturnier des TuS Blankenstein als “Lazio Koma”. Am Pfingstmontag folgte nun also der krönende Abschluss der guten Saison. Die Gegner aus Dahlhausen waren total überfordert. “Wir haben sie vorgeführt”, sagte Carsten Straube, dessen Elf alle Tore aus dem Spiel heraus erzielte. Robin Pollap machte mit drei Toren mal wieder die meisten und ist der Top-Torjäger der Liga (36 Tore).

Torwart beruft sich auf Fifa

Da kein Torwart zur Verfügung stand, hat Frisurenartist Joshua Ost die Aufgabe wieder angenommen. “Er hat seine Sache bis auf eine Kleinigkeit gut gemacht”, lobte Straube. Als Ost einen Ball aufnahm, ihn dann fallen ließ und erneut aufnahm, sprach der Schiedsrichter der DJK einen indirekten Freistoß zu. Ost wusste das nicht: “Ich kannte die Regel aus Fifa nicht.” Er musste auch nur bei dem Ehrentreffer der Dahlhausener hinter sich greifen, vorher ballerte die Dritte drauf los und schaffte acht eigene Treffer.

Carsten Straube ist mit der Saison zufrieden.

Nur einer ging leer aus: Sasun Avanesian. “Wir haben vorne vergeblich versucht, ihm ein Tor aufzulegen. Aber er hat selbst beim leeren Tor den Ball vorbeigeschoben. Einmal traf er doch, aus einer viel schwierigeren Position. Aber da stand er im Absteits”, beschrieb Straube den Tag seines Unglücksraben.

Unglücksrabe und Strahlemann

Ein anderer ging dafür als Strahlemann nach Hause: Pascal Wellhäußer gelang ein Tor, was sonst nicht so häufig vorkommt. “Er stand auf der rechten Seite, hatte keinen Gegenspieler vor sich und wusste erst gar nicht, was er machen sollte”, kommentierte Straube. Aber wie heißt es so schön: Selbst ein blindes Huhn findet mal einen Korn.

Tore: 0:1 André Knaut (3.), 0:2, 0:3 (7., 32.), 0:4 Hasan Varol (42.), 0:5 André Knaut (51.), 0:6 Hasan Varol (52.), 0:7 Pascal Wellhäußer (65.), 0:8 Robin Pollap (69.), 1:8 (75.).
Welper: Joshua Ost, Thomas Smolczyk, Mehmet Yildirim, Deniz Caglar, Deniz Varol, Alexander Michel, Hasan Varol, Umut Sardar, Robin Pollap (68. Sasun Avanesian), André Knaut (68. Baris Gültepe), Fabio Rampin (46. Pascal Wellhäußer).

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