Fußball: Dritte beherrscht TuS Hattingen im Derby

Mit einem 4:2-Erfolg setzten sich unsere Jungs durch. Die Geschichte dahinter zeugt vom Kreisligaleben.

SG Welper gegen TuS Hattingen. Dieses Duell hat viel Tradition und ist das Aufeinandertreffen zweier Lokalrivalen, was für reichlich Spannung sorgt. Auch bei dem Vergleich der dritten Mannschaften, den unsere Auswahl mit einer starken Leistung 4:2 für sich entschied.

Die Erste hatte zum Auftakt in die Bezirksliga-Saison eine 2:8-Klatsche gegen den TuS erhalten. Da galt es aus Vereinssicht etwas gut zu machen, weshalb unsere Dritte ins Spiel kam. Die hatte bislang eigentlich noch kein richtiges Training hinter sich. Aber Spieler mit viel Qualität in ihren Reihen – ähnlich wie beim TuS Hattingen III. Dem Erzrivalen, gegen den es eine Niederlage aus der vergangenen Rückrunde wiedergutzumachen galt.

Gegner sollten sich Bezeichnung #187 merken

Trainer Carsten Straube hatte gut Lachen – zumindest noch während des Spiels. Foto: Hendrik Steimann

Doch der war am Sonntag zu schwach für unsere Jungs, die sich neuerdings aufgrund der untersten Ligazugehörigkeit und den dazu gehörenden Umständen á la Kreisligalegenden als Straßenkicker mit dem Hashtag #187 führen. Und die Gegner überrollen. Was hätte besser sein können als der Derbysieg gegen den vermeintlichen stärksten Konkurrenten zum Saisonauftakt?

Nach einem blöden Fehler lag die SG allerdings erstmal zurück. “Das hat uns aber nur noch weiter motiviert”, erklärte Kapitän Deniz Caglar. Er trieb die #187-Bande von hinten an. Im Verlaufe des Spiels bediente er Neuzugang Sascha Vollmann mit einer Flanke, die der Stürmer per sehenswertem Seitfallzieher nur wenige Zentimeter neben das TuS-Gehäuse setzte.

Welper stürmt – auch zur Toilette

Vier Stürmertore durfte der Anhang der Grün-Weißen dann in Folge bejubeln. Denn der Ball lief nun im laufstarken Mittelfeld, in dem ein gewisser “Batman” mitwirbelte, obwohl er quasi gerade erst von einem Festival kam. Wer es sein könnte? Ein Tipp: Sein Bruder gab in der Folge noch feine Pässe als Torvorlagen. Frisurenartist Joshua Ost weilte derweil ohnehin noch auf Reisen (oder reiten?) in Ägypten.

“Die individuelle Klasse zeigte sich”, so Caglar. So nutze Robin Pollap einen Abwehrfehler aus und schob den Ball zum Ausgleich rechts unten ein. Danach bekam Fabio Rampin einen Zauberpass von Hasan Varol und zirkelte die Kugel um seinen Gegner herum ins Netz. “Der Torwart hatte keine Chance”, freute sich der Torschütze.

Trainer hält und hört Ansprache

Sascha Vollmann traf bei seinem Debüt direkt für Welper: Foto: Hendrik Steimann

Hinten in der Defensive kniffen unsere Verteidiger um Mehmet Yildirim jetzt auch ordentlich die Backen zusammen. Bei der Spannung konnte einem ja echt einer abgehen! Zum Glück kam dafür die Halbzeitpause. In der machte Trainer Carsten Straube seine Jungs weiter heiß. Er stand trotz des Geburtstages seiner Herzensdame an der Seitenlinie. Die Spieler rechneten ihm dies hoch an. Sie lobten ihn außerdem für die perfekte Ansprache. Später sollte er selbst eine hören.

Auch Vollmann gefiel es. Nach einer Vorlage von Pollap traf er dann auch. “Jeder hat für jeden gekämpft. Ich bin froh das ich in diesen Verein, in dieser Mannschaft spielen darf”, sagte er. Pollap machte das dritte Welperaner Tor vorher noch selbst, nach erneutem Zuspiel von Hasan Varol. Ein Gegentor fiel noch, aber das war es dann auch.

Muskelkater lässt nach Sieg grüßen

“Es war eine bärenstarke Leistung”, lobte der Captain. Straube merkte noch zum Sieg an: “Wir brauchten dazu auch keinen grünen Tisch, wir haben es alleine geschafft.” Das machte sich tags darauf durch Muskelkater bemerkbar. Aber dafür hat sich der Einsatz allemal gelohnt.

Tore: 0:1 (2.), 1:1 Robin Pollap (20.), 2:1 Fabio Rampin (45.), 3:1 Robin Pollap (48.), 4:1 Sascha Vollmann (66.), 4:2 (90.).
Welper: Tim Hebestreit, Pascal Wellhäußer (29. Marcus Schulze), Hasan Varol, Robin Pollap, Umut Sardar, Fabio Rampin, Deniz Caglar, Patrick Potthoff, Mehmet Yildirim, Sascha Vollmann (31. Deniz Varol), Robin Neuhaus.

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