Familienausflug zum Loch Ness

Blick auf den Weseler Auesee vor dem Start

Athletenbericht vom Triathlon in Wesel von Felix Ehlert zum Ende der Triathlon-Saison in NRW.

v.l.n.r.: Felix, Tom, Olli, Jacqui, Sonja, Hagen

Der letzte Liga-Wettkampf der Saison führte die Triathletinnen der SG Welper nach Wesel. Im und rund um den Auesee schlossen sich auch einige Herren im freien Feld an, um den kleinen Familienausflug zu komplettieren und entweder die Hochform noch einmal in Zeiten umzusetzen oder zum Ende des Triathlon-Jahres das Muskelgedächtnis für 2023 zu trainieren.

Das Bild, das sich den ersten Startern des Tages vor Ort bot, erinnerte mehr an Loch Ness als an den Niederrhein. Nebelschwaden und Feuchtigkeit dominierten das Geschehen, mit jeder Stunde besserte sich jedoch das Wetter, sodass die Volksdistanzler später noch einen sonnigen Sonntag erlebten.

In der Frauen-Oberliga starteten Sonja Thole und Jacqueline Herweg auf der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 36 km Radfahren, 10 km Laufen), über die zugleich auch die NRW-Meisterschaft ausgetragen wurde. Da die Organisatoren nur wenige Messmatten ausgelegt hatten, wurden die Wechselzeiten zu den drei Disziplinen hinzugerechnet, weshalb die offiziellen Splits für Schwimmen, Radfahren und Laufen weniger aussagekräftig waren als das, was auf den Uhren der Sportlerinnen und Sportler stand.

Sonja Thole wurde souverän Gesamt-15. und konnte in 2:24:30 Stunden ihre Altersklasse W 50 gewinnen. Jacqueline Herweg kam in einem ihrer ersten Triathlons überhaupt in bravourösen 2:33:53 Stunden als 28. ins Ziel. Dabei trotzte sie nach einem starken Schwimmen technischen Problemen auf dem Rad ebenso wie den Anstrengungen eines am Limit absolvierten 10km-Laufes. Die SG Welper landete in Wesel am Ende auf Platz 15. von 28 Teams, in der Abschlusstabelle lagen sie damit auf Rang 16.

Einmal linksrum durch den See, dann auf zwei Rädern über den Deich am Rhein und schließlich noch eine Laktatdusche am Ufer, das hatten sich auch Thomas Wagner und Hagen Goetz so für ihre Olympische Distanz ausgesucht. Ehrgeizig, aber auch freudvoll gingen die beiden Routiniers den gut organisierten Wettkampf an.

Wagner finishte in 2:23:06 Stunden als Gesamt-35. und 10. seiner Altersklasse M50, etwa vier Minuten später lief Goetz über die Linie und landete damit auf Platz 47 insgesamt und Platz 16. der Altersklasse M50.

Alle waren schon bei der Regeneration, als Oliver Paff und Felix Ehlert noch die Volksdistanz mit 500 Metern Schwimmen, 18 km Rad und 5 km Laufen auf sich nahmen. Wie so häufig bei diesen niederschwelligen Wettkämpfen zog sich das Feld schnell auseinander, je nachdem, ob Kraul oder Brust geschwommen, Zeitfahr- oder Trekkingrad benutzt wurde. So fuhr Ehlert lange im Niemandsland zwischen Halbprofis und Triathlon-Ausprobierern, Paff kämpfte auf dem Rad dafür mit einem hartnäckigen Verfolger, der für seine halbgaren Überholvorgänge gleich zwei Zeitstrafen kassierte. Auf der Laufstrecke machte Paff noch einmal Boden gut, sammelte einige Athleten ein und wurde 55. gesamt sowie 15. seiner Altersklasse M45 in 1:12:42 Stunden. Ehlert hatte eine schlechte Schuhwahl getroffen und auch die beste Carbonsohle konnte die nicht haltenden Schnürsenkel nicht kompensieren. Am Ende standen 1:17:39 Stunden, Platz 80 gesamt und 23 in der Altersklasse M40 in der Statistik.

Ende auch der Liga-Saison 2022

Damit ist die Triathlon-Saison 2022 in NRW beendet, und die Welperaner Liga-Teams dürfen überaus zufrieden sein mit ihrem Abschneiden. Vor allem die Herren-Oberliga-Mannschaft hat aufhorchen lassen, und mit Platz 9 von 18 Teams unerwartet deutlich den Klassenerhalt geschafft. Dies gelang trotz aller personellen und technischen Probleme in den 4 Rennen in Hagen, Steinback, Verl und Rheine.

Die Oberliga-Damen erreichten, wie oben beschrieben Rang 16 der 28 Teams bei den Rennen in Drensteinfurt, Indeland, Riesenbeck und Wesel, wobei das Rennen in Indeland sogar ausgelassen werden musste.

Auch das Landesliga-Team konnte aus gesundheitlichen Gründen den Start in Kamen nicht wahrnehmen, erreichte aber trotzdem in den 3 verbliebenen Wettkämpfen in Münster, Sassenberg und Xanten den 15ten Gesamtrang der 25 Teams.

Dies alles lässt die Teams positiv in die Zukunft blicken, und sie freuen sich bereits jetzt auf ein Neues in der Saison 2023.

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