Ein Reisender in Sachen Fußball

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
24. Januar 2014, Hendrik Steimann

Als D-Jugendlicher stieg er damals bei der Fußball-Abteilung der TSG Sprockhövel ein und lernte den Umgang mit dem Ball. Heute steht Markus Blättler im Herbst seiner Karriere. Mit 39 Jahren ist er noch Stammspieler beim TuS Blankenstein.

Serie: Die Dauerbrenner

Blättler durchlief bei der TSG alle Jugendmannschaften und lief danach eine Saison für die erste Mannschaft in der Bezirksliga auf. Seine Position war vorne im Angriff, oft direkt im Sturmzentrum. Blättler war auch torgefährlich und so eine ständige Anspielstation für seine Teamkameraden. Nach einer Spielzeit bei den TSG-Herren wechselte er dann aber zum Hammerthaler SV, wo Rainer Sprenger Trainer war, unter dem Blättler auch heute in Blankenstein trainiert. Zuvor hatte Sprenger ihn schon in der TSG-A-Jugend in seinem Kader. Zwei Saisons lang spielte Blättler beim früheren Wittener A-Ligisten, ehe er sich nach Hattingen orientierte.

Ab 1996 war er dann für die SG Welper aktiv, bei der er später unter Trainer Peter Kursinski seine beste Zeit erlebte. Zuvor aber probierte sich Blättler im Probetraining beim SV 19 Straelen aus, dem damaligen Oberligisten aus dem Kreis Kleve. „Ich habe den Sprung aber nicht gewagt, weil ich dann meinen Wohnort hätte wechseln müssen. Außerdem hatte ich gerade meine Ausbildung begonnen“, erzählt er. So blieb er bei der SG Welper und kickte weiter in der Bezirksliga.

Das bereute er später auch nicht, denn in Welper erlebte Blättler die Höhepunkte seiner Karriere. 2007 schaffte er es mit den Grün-Weißen bis ins Kreispokal-Finale, in dem er auf die SG Wattenscheid 09 traf. „Viele Welperaner fuhren mit einem großen Bus mit. Die 0:2-Niederlage war zweitrangig“, sagt er. Der erfahrene Fußballer ist auch ein guter Hallenspieler. Beim WAZ-Pokal 2002 gewann er mit der SG Welper im Finale gegen die TSG Sprockhövel 4:1. Blättler selbst erzielte im gesamten Turnier 17 Tore, die heute immer noch die Rekordmarke sind. Neben ihm kommen noch Jörg Silberbach, Sinan Hajra und Gaetano Manno auf die Anzahl bei dem beliebten Turnier mit der Bande.

Stadt- und Kreismeister in der Halle

In der Halle lief es in der Saison 2001/2002 für Blättler richtig rund. Denn die SG Welper gewann mit ihm auch die Hattinger Stadtmeisterschaft und setzte sich wenig später sogar bei der Kreismeisterschaft durch. „In dem Jahr lief es perfekt, ich habe mich auch immer schon in der Halle wohlgefühlt“, sagt Blättler. Zuletzt hat er aber den jüngeren Spielern den Vortritt gelassen. Auch die Kapitänsbinde hat er nie eingefordert. In Welper war er mal kurze Zeit Kapitän, sowie später bei der zweiten Mannschaft des SC Obersprockhövel.

29 Tore für die SCO-Reserve

Zum Schlagbaum wechselte er 2009. Unter Torsten Schulze-Eyßing spielte er in der Kreisliga B. Die kannte er schon, weil er bei der SG Welper einige Male in der Reserve aushalf. Seinen neuen Trainer kannte er auch, da Schulze-Eyßing mit ihm zusammen in Welper am Ball war. „Das war auch ein Grund, warum ich mich zum SCO orientiert habe“, sagt Blättler, der dort wieder seinen festen Platz im Sturm bekam, nachdem er in Welper zwischendurch als Libero spielte oder auf anderen Positionen aushalf.

Mit 29 Toren schoss Blättler die SCO-Reserve in die Kreisliga A, in der er zwei weitere Saisons spielte. Im vergangenen Sommer hörte Schulze-Eyßing am Schlagbaum auf, und Blätter dachte über sein Karriereende nach. Doch dann rief Rainer Sprenger an und holte ihn nach Blankenstein, wo er wieder verteidigt. „Mein Kopfball- und Stellungsspiel ist gut. So kompensiere ich meine fehlende Schnelligkeit“, sagt Blättler, der im Sommer seine Karriere beenden will. „Es freut mich, jetzt noch mal auf dem neuen Kunstrasen zu spielen. Aber irgendwann geht Fußball dann auch auf die Knochen“, gesteht Blättler.

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