Ein fast perfekter Saisonabschluss…

Bild: Stefan Hegenbart (shphotography.de)

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Wie auch schon in den vergangenen zwei Jahren stand als Saisonabschluss im Triathlon der Wuppertaler Cross Triathlon an. Gleichwohl war es dieses Jahr eine Premiere, denn in den letzten zwei Jahren war ich am Start vom „Bergischen Hämmerchen“, den ich auch zweimal in Folge gewinnen konnte. Dieses Jahr aber stand ich zum ersten Mal am Start vom „Bergischen Hammer“, der über die fast doppelte Distanz geht. Nur beim Schwimmen stehen statt 1000m nur 750m auf dem Programm, ansonsten sind zwei Runden a´14km im Küllenhahner Forst zu fahren und statt 5km dementsprechend 10km zu laufen. Für mich als guten Schwimmer ist das zwar ein klarer Nachteil, aber so ist das eben und es gibt da nur die Möglichkeit das zu akzeptieren oder eben nicht an den Start zu gehen- Jammern ist inakzeptabel…
Im Vorfeld hatte ich wieder alles getan, um gut über den Radparcours zu kommen und bin insgesamt 5x die Runde abgefahren um alle Kurven mit der maximalen Geschwindigkeit fahren zu können und auch die Laufstrecke bin ich mehrfach abgelaufen, denn die Zielsetzung war recht klar: ich wollte unbedingt gerne in der Gesamtwertung aufs Podium kommen!
Voll motiviert ging es somit am Start zum Schwimmen los und nach gut 10min war die erste Disziplin im Freibad bewältigt. Dies war wie sich später herausstellen sollte die beste Schwimmzeit des Tages. Vom Schwimmbad galt es dann eine 500m lange Strecke bis zur Wechselzone hochzulaufen wo mein Rad stand. Dort angekommen ging es nach einem gelungenen Blitzwechsel auf die Radstrecke, wo ich mir eine Radzeit von 1:10h für die beiden Runden als Ziel gesetzt hatte um eine Chance auf die gewünschte Platzierung zu haben. Mein „treuer Begleiter“, ein Titan- Querfeldeinrad half mir dabei und ich konnte zumindest in meiner Startgruppe den Vorsprung auf den nächsten Verfolger um über vier weitere Minuten ausweiten. Aber nach meiner Startgruppe noch eine weitere Startgruppe kam, konnte ich nur hoffen, dass ich noch auf Podiumskurs war…
Nach knapp 1:10h konnte ich tatsächlich vom Rad steigen und inklusive des zweiten Wechsels wurde eine Zeit von 1:10:08h für mich notiert. Diese bedeutete die insgesamt 3.beste Radzeit, knapp 1.30min hinter dem Schnellsten Radfahrer und genau 1min hinter dem zweitschnellsten Radfahrer. Auch der zweite Wechsel lief wie geschmiert und es begann der letzte Teil- und für mich wie immer der Schwierigste, da ich aufgrund von Verletzungssorgen nur ein Minimalprogramm in Form von 6- 12 Wochenkilometern abspulen konnte. Nichtsdestotrotz sah es gar nicht schlecht aus, denn mein Vorsprung war durch die schnellen Wechsel auf mittlerweile knapp 6min angewachsen und auf der Wendepunktstrecke konnte ich meinen stolzen Vorsprung zum Zweiten bewundern. Allerdings machte mir das Tempo des Zweiten auch Sorgen, denn er sah schnell aus, sehr schnell…

Bild: Stefan Hegenbart (shphotography.de)

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Und obwohl ich auf dem welligen Parcours der Samba- Trasse inkl. einem Abstecher ins Gelände für meine Verhältnisse gut lief reichte es dann doch nicht: bei km 8,5 zog mein Verfolger unwiderstehlich an mir vorbei und davon. Es sollte sich herausstellen, dass er sich mit der Tagesbestzeit von 40min noch auf den zweiten Platz nach vorne laufen sollte. Der Gesamtsieger kam allerdings aus der späteren Startgruppe und war eine Klasse für sich, da er in allen Disziplinen stark war. Und da es in der zweiten Startgruppe noch einen Schnelleren gab landete ich mit 1:20min Abstand auf dem 4ten Gesamtrang. Nicht so viel nach einer Dauer von 2:11h, aber eben doch ein Abstand, der den Unterschied zwischen einem Platz auf dem Podium und der „Holzmedaille“ ausmachte. In meiner Altersklasse war es dann aber zumindest der zweite Platz, so dass ich dann doch noch auf dem Podium stand und meinen Preis in Form eines Hammers mit silbernen Kopf in Empfang nehmen konnte. Trotz dieses nicht ganz gelungenen Saisonausklangs war der Wettkampf wieder ein tolles Erlebnis und der Radkurs ist durch das ständige auf- und ab reiz- und anspruchsvoll.
Nun geht es für die allermeisten Triathlon in die Saisonpause, aber bei mir ist naturgemäß das Ende der Beginn und für mich fängt ab dem nächsten Wochenende die Querfeldeinsaison an- diesmal in meiner ehemaligen Heimat in Mannheim und in den Wochen danach bei einer Rennserie in Holland, die jedes Wochenende ein Querfeldeinrennen bietet. Somit ist Langeweile im Winter ein Fremdwort für mich, oder wie die Querfeldeinfahrer sagen:“ Weck mich wenn der September zu Ende ist…“

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