Die SG Welper befindet sich auf einem sehr guten Weg

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
24. November 2016
, Julian Resch

Die Sportgemeinschaft Welper ist in der Kreisliga A schon allen enteilt. Der Aufstieg scheint mehr als realistisch. Dafür gibt es viele Gründe.

Die Sportgemeinschaft Welper ist im Augenblick das Maß aller Dinge in der Fußball-Kreisliga A. Acht Punkte Vorsprung hat der Tabellenführer schon auf den ersten Verfolger TuS Stockum. Anzeichen dafür, dass die Welperaner ins Stolpern geraten könnten, gibt es derzeit nicht.
 
Hasan Varol, Jakob Bergheim, Tolga Dilek und Nikolai Nehlson freuen sich über den bisherigen Saisonverlauf.

Hasan Varol, Jakob Bergheim, Tolga Dilek und Nikolai Nehlson freuen sich über den bisherigen Saisonverlauf.

Vor der Saison kamen etliche neue Spieler an die Marxstraße. Viele Zugänge stießen aus höheren Ligen zu den Grün-Weißen. Dass viel Potenzial in der Mannschaft stecken würde, war abzusehen, doch ob die einzelnen Spieler auch zusammenpassen würden, war allerdings nicht abzusehen, doch schnell wurde klar, dass das Mannschaftsgefüge passt. „Natürlich hatten wir vorher ein paar Bedenken und Sorgen, aber wir sind hochzufrieden. Die Charaktere der Spieler sind tadellos. Der Vorstand ist von der Mannschaft absolut begeistert“, sagt Welpers Geschäftsführer Dino Carrafiello.

Bei den Welperanern funktioniert es also auch neben dem Platz sehr gut. Sportlich läuft es ja ohnehin rund. „Wir haben drei schlechte Halbzeiten gespielt“ erklärt Trainer Wolfgang Westerkamp. „Und diese schwachen Phasen waren auch wegen vieler angeschlagenen Spieler zu erklären.“ Das war so gegen die Zweitvertretung des CSV Linden und gegen die DJK Ruhrtal Witten.

Zuletzt ließen die Welperaner aber nur ganz selten Schwächen aufblitzen. Die Stärken waren hingegen immer wieder deutlich sichtbar. Mit 14 Gegentreffern stellt die SG die beste Defensive der Liga. Das hat auch mit den beiden Keepern David von Hagen und Daniel Paries zu tun, die sich bei den Spielen abwechseln. „Beide Torhüter haben ihre Stärken“, so Westerkamp.

Spielsystemwechsel möglich

Das Innenverteidigerpärchen bilden Maxim Osterhage und Florian Pemöller. „Florian kannte ja in Welper kaum jemand, aber er ist zu unserem Ruhepol geworden. Er und auch Maxim initiieren unseren Spielaufbau mit präzisen Pässen.“

Hakan Gültekin.

Hakan Gültekin braucht noch Zeit.

Vor den beiden räumt vor allem Jakob Bergheim auf. Der defensive Mittelfeldspieler besticht durch seine Zweikampfstärke und Ballsicherheit. „Einen besseren Balleroberer muss man in dieser Liga erst einmal finden“, lobt Westerkamp. Neben ihm kommt ab und an auch Hakan Gültekin zum Einsatz. Gültekin, der ja vom Regionalligsten Rot-Weiß Ahlen zur SG wechselte, ist aber immer noch nicht fit. „Wir dosieren seine Einsätze. Wahrscheinlich ist er erst bei 50 Prozent“, so Westerkamp.

Im Offensivbereich hat Wolfgang Westerkamp viele Alternativen. Tolga Dilek und Sidney Rast kommen meist über die Flügel, während Nikita Wirth und Toptorjäger und Kapitän Nikolai Nehlson das Sturmzentrum besetzen können. „Wir haben sehr viele Möglichkeiten“, sagt Westerkamp. „Wir können im Spiel mehrere Systeme spielen und so die Raumaufteilung ändern. Das ist ein großer Vorteil für uns. Das hat uns zum Beispiel gegen Blankenstein sehr viel gebracht.“

Dennoch gibt es bei den Welperanern auch noch Verbesserungspotenzial. „Der ein oder andere Kaderspieler muss sich noch mehr anstrengen und den nötigen Biss zeigen. Ich erwarte, dass die Spieler an sich arbeiten, gerade dann, wenn sie einmal nicht zum Training kommen können. Da ist auch eine gewisse Eigeninitiative gefragt.“

Zurücklehnen ist in Welper also nicht angesagt. Auch der komfortabele Vorsprung auf Platz zwei soll nicht dazu verleiten nachzulassen. „Es kann ja imm er vorkommen, dass sich wichtige Spieler verletzen und die Konkurrenten näher herankommen. Stockum schätze ich als stark ein. Die Wintervorbereitung wird für unsere Mannschaft sehr trainingsintensiv.“, so Westerkamp.

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