Die Luft ist bei den Basketballern raus

Die 1. Mannschaft der SG Welper verliert nach einer starken ersten Halbzeit und einer richtig schwachen zweiten Halbzeit mit 72:61 in Breckerfeld.

Wieder einmal eine Achterbahnfahrt bei der SG Welper. „Dieses Spiel steht fast sinnbildlich für die ganze Saison“ bilanziert Spielertrainer Ronnie Schmale. „Uns fehlt dieses Jahr einfach die Konstanz und die Abgeklärtheit, Spiele sicher zu Ende zu spielen“. So auch gegen die abstiegsbedrohten Breckerfelder, die ihre letzten Spiele allesamt gewinnen müssen um die Bezirksliga zu halten. Welper war fast in der gesamten ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft und dominierte die Partie offensiv wie defensiv. Die Grün-Weißen führten zwischenzeitlich schon mit 13 Punkten, doch die Führung sollte bis zum Pausenpfiff auf sieben Punkte schmelzen (26:33). Dennoch machte es nicht den Anschein, dass Welper die Partie noch herschenken würde.

Ronnie Schmale

Ronnie Schmale erzielte die meisten Punkte.

Aber genau das tat die SGW. Bis zur 24. Spielminute war in der grün-weißen Basketballwelt alles in Ordnung. Schmischke und Schmale sorgten mit einem 8:0-Lauf für eine komfortable 41:29-Führung. Doch dann kam der völlig unerwartete Einbruch. Defensiv zeigte man vor allem Schwächen beim Rebound und ermöglichte Breckerfeld mehrere Chancen für den Korberfolg. Offensiv klappte bei Welper nichts mehr. Die Kombinationen aus der ersten Halbzeit verschwanden gänzlich und nur noch Einzelaktionen brachten Welper auf’s Punktetableau. So verkürzten die Hausherren gegen Ende des dritten Viertels auf 45:46.

Die Partie wurde zunehmend unruhiger und die Hansestädter bekamen mit zunehmender Spieldauer die Oberhand. Die Führung wechselte mehrmals und jeder stellte sich auf eine spannende Schlussphase ein, aber dazu sollte es dann gar nicht mehr kommen. „Bei uns war einfach die Luft raus. Wir konnten einfach nicht mehr dagegenhalten, weil wir im Angriff das Basketballspielen eingestellt haben“ urteilte Schmale nach der Begegnung. Breckerfeld zog Punkt um Punkt voran und auch Welpers letzter Strohhalm, mit Fouls die Uhr anzuhalten und dabei gleichzeitig den Rhythmus der Gäste zu unterbinden, konnte nicht effektiv eingesetzt werden, weil die Hausherren in den Schlussminuten ihre Freiwürfe fast allesamt versenkten und dementsprechend nichts mehr anbrennen ließen.

So wird es im Abstiegskampf doch wieder spannend. Nun heißt es für Welper, sich in der Osterpause zu sammeln und nochmals die letzten Kräfte zu bündeln. Ein Sieg für die SG in den letzten verbleibenden Spielen gegen BG Harkortsee II und Fortuna Hagen würde den sicheren Ligaverbleib bedeuten. Welper sichert sich auch den Klassenerhalt bei einer Niederlage Breckerfelds an den letzten beiden Spieltagen oder bei zwei Niederlagen der RE Baskets Schwelm.

Es spielten:
Schmale (17 Punkte/4 Dreier), Stricker (14), Schmischke (11/3), Jung (8), Rath (8), Meichsner (3/1), Klippstein, Köller, Keiderling (n. e.)

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