Das Herz schlägt für die SG Welper

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
10. Januar 2014, Hendrik Steimann

Seit zwölf Saisons spielt er nun schon bei der SG Welper. Dort wird irgendwann wohl auch seine Karriere enden. Denn Artur Grzona hat eine besondere Verbindung zu seinem Verein aufgebaut. Mit 37 Jahren spielt er noch regelmäßig im Aufgebot der ersten Mannschaft.

Serie: Die Dauerbrenner

Grzona ist im Jahr 1988 nach Deutschland gekommen. Vorher lebte er in seinem Heimatland Polen, wo er auch schon als Kind Fußball spielte. Damals aber noch nicht in einem Verein. Sein derzeitiger Wohnort ist Bochum. Dort schloss er sich auch im Alter von elf Jahren der Jugend der SG Bochum-Süd an und spielte ab dem Eintritt in den Seniorenbereich bei der SG Linden-Dahlhausen. Da der Mittelfeldspieler in der Landesliga gute Leistungen zeigte, zog es ihn auch zu einem Verein, der höher spielt.

Drei Jahre lang lief Grzona dann für die TSG Sprockhövel in der Verbandsliga auf. In seiner letzten Saison für die Sprockhöveler absolvierte er aber nur noch ein Spiel in der Erstvertretung. Der Beruf nahm in damals ganz in Anspruch. Grzona schaffte es nicht, an jeder Trainingseinheit teilzunehmen. Deshalb verlor er seinen Platz in der Stammelf der TSG. Sein Einsatzgebiet beschränkte sich dann fast ausschließlich auf die zweite Mannschaft.

So kehrte er 2000 zurück zu seiner alten Wirkungsstätte in Bochum, wo er noch zwei Jahre lang spielte. Wieder in der Landesliga.

Doch danach ging es zur SG Welper, bei der er heute immer noch aktiv ist. Über Peter Kursinski, der damals Trainer der Grün-Weißen war, zog es ihn nach Hattingen. „Peter Kursinski war schon länger um mich bemüht und hat immer wieder zu Saisonbeginn angefragt“, sagt Grzona. Welper spielte in der Bezirksliga – zu der Zeit in der oberen Tabellenhälfte. Für den Bochumer war der Verein daher nicht unattraktiv – und er wechselte.

Ein harmonisches Team

In den folgenden Jahren erlebte Grzona mit den Welperanern viele erfolgreiche Spielzeiten. Gerne erinnert er sich daran zurück, wie er mit einigen ehemaligen Teamkameraden zusammen auf dem Rasen harmonierte. Mit Spielern wie Jeffrey Cybart, Markus Blättler, Eric Mpongo oder Torjäger Stefan Tiefenhoff. „Wir waren eine richtig gute Truppe“, sagt Grzona. Auch Rui Ferreira zog damals im Welperaner Mittelfeld gemeinsam mit ihm die Fäden. Auch heute harmonieren beide noch gut.

Anfragen aus der Landesliga

Zwischendurch erhielt Grzona immer mal wieder Anfragen von anderen Vereinen aus der Bezirks- oder Landesliga. Doch er lehnte ab. Denn er fühlt sich wohl bei den Grün-Weißen. „Ich bekomme immer das Vertrauen vom Trainer und aus dem Umfeld. Man gibt mir hier das Gefühl, dass ich gebraucht werde“, sagt Welpers Zehner. Wenn Talente nachrücken, wäre er aber auch bereit, Platz zu machen.

Seit dem Abstieg in die Kreisliga A im Jahr 2010 kämpft Artur Grzona mit der Mannschaft um den erneuten Aufstieg. „Man fühlt sich irgendwie ein bisschen in der Pflicht, es wieder zu schaffen“, sagt er.

In der laufenden Saison musste er indes manchmal beim Training passen, was ihn ärgerte. Wie es in der kommenden Spielzeit aussieht, weiß er noch nicht. Aber sein Herz – das hängt an den Grün-Weißen.

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