Carrafiello will für das Turnier kämpfen

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
20. August 2015, Heiner Wilms

Hat die Hattinger Fußball-Stadtmeisterschaft noch eine Zukunft?

Er wisse es nicht, hatte Fachschaftsleiter Wolfgang Waßerloos nach dem Turnier an der Waldstraße gesagt. Er wolle nicht ausschließen, dass die 45. Stadtmeisterschaft auch die letzte gewesen sei. Waßerloos will sich, ebenso wie sein Stellvertreter Georg Tietz, nicht mehr zu Wahl stellen. Anders ist das bei Dino Carrafiello, der ebenfalls dem Fachschaftsvorstand angehört und der für das Turnier kämpfen will.„Ich werde alles dafür tun, dass das Turnier nicht vor die Hunde geht“, sagt Carrafiello. „Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Stadtmeisterschaft eine Zukunft hat. Und ich hoffe natürlich auch, dass Wolfgang Waßerloos und Georg Tietz doch noch in irgendeiner Form weitermachen werden. Wenn auch nicht in erster Reihe.“

Nach der Stadtmeisterschaft 2015 hatte es viel Kritik gegeben. Vor allem deshalb, weil einige Vereine mit ihrer zweiten oder dritten Mannschaft angetreten waren. „Das sei Betrug am zahlenden Zuschauer gewesen“, hatte Wolfgang Waßerloos gesagt.

Dino Carrafiello.

Dino Carrafiello.

Klar ist deshalb wohl, dass über den Modus erneut nachgedacht werden muss. Das hat Dino Carrafiello auch schon getan. „Das Turnier muss verkürzt werden, es muss deutlich weniger Spiele geben“, sagt Carrafiello, der im kommenden Jahr mit der SG Welper auf dem Platz an der Marxstraße das Turnier um den Lothar-Gries-Gedächtnispokal ausrichten will.

Allerdings gibt auch Carrafiello zu, dass in diesem Jahr einiges falsch gelaufen ist. Im Maximalfall hätte es bei dem Turnier für eine Mannschaft innerhalb von zwei Wochen neun Spiele geben können. „Dass sich dann die Trainer querstellen, weil die Stadtmeisterschaft mitten in die Vorbereitung fällt, kann ich ein bisschen nachvollziehen“, sagt Carrafiello, dem jetzt ein Turnier in gestraffter Form vorschwebt. Allerdings, das stellt der Geschäftsführer der SG Welper klar, möchte er auch noch bei dem Turnier im nächsten Jahr alle Hattinger Vereine im Boot haben.

Die Stadtmeisterschaft sollten dann aber nur noch Mannschaften von der Kreisliga C bis maximal zur Bezirksliga ausspielen, so Carrafiello, der aber auch die ersten Mannschaften von Hedefspor Hattingen und SF Niederwenigern einbinden möchte. Hedefspor spielt bekanntlich in der Westfalenliga, Niederwenigern ist ein Landesligist.
Vorrunde mit vier Gruppen

„Wir könnten dann am Wochenende einen Gemeinschaftstag einlegen, bei dem Hedefspor, Niederwenigern und eine weitere höherklassige Mannschaft ein Dreier-Turnier ausspielen würden“, sagt Carrafiello. „Da gäbe es dann richtig attraktiven Fußball.“

Bei der Stadtmeisterschaft, so die Idee von Carrafiello, würde in der Vorrunde dann in vier Gruppen mit jeweils drei Mannschaften gespielt. Niederwenigern und Hedefspor wären mit ihren Zweitvertretungen dabei. Gruppenköpfe wären dann der Ausrichter, der Stadtmeister und die beiden in der Liga am besten platzierten Mannschaften. Weiter ginge es nach der Vorrunde mit dem Viertelfinale. „So sind für eine Mannschaft, die ins Endspiel oder in das Spiel um Platz drei kommt, maximal fünf Spiele möglich“, so Carrafiello. „Und ein solches Turnier könnte man auch in anderthalb Wochen über die Bühne bringen. Dadurch würde dann auch die Vorbereitung auf die Meisterschaft nicht gestört.“

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