Carrafiello führt die Fußballer

WAZ, Sport in Hattingen und Sprockhövel
1. Oktober, Heiner Wilms

Die Hattinger Fußball-Fachschaft hat sich neu aufgestellt.

Dino Carrafiello.

Dino Carrafiello.

Nachdem Vorsitzender Wolfgang Waßerloos und sein Stellvertreter Georg Tietz nach der Stadtmeisterschaft ihren Abschied angekündigt hatten, musste eine neue Führungsmannschaft gefunden werden. An der Spitze der Fachschaft steht jetzt Dino Carrafiello von der SG Welper – zunächst einmal kommissarisch. Neuwahlen gibt es im Frühjahr.

Zunächst wurde die Sitzung jedoch noch von Waßerloos geleitet. Er blickte noch einmal auf das Benefizspiel der Hattinger Stadtauswahl gegen den VfL Bochum zurück und dankte allen Beteiligten Vereinen und Helfern für ihren Einsatz. Schließlich konnte die stattliche Summe von 10 000 Euro an die Erdbebenopfer in Nepal überwiesen werden. Zudem verblieb nach der offiziellen Abrechnung und der bereits getätigten Überweisung nach Nepal noch ein Restbetrag von 500 Euro, der zur Weihnachtszeit den Hattinger Flüchtlingskindern zugute kommen soll. Einen kleinen Bonbon hatte Waßerloos auch noch im Gepäck, denn der VfL Bochum hat sich auch für das nächste Jahr wieder zu einem Benefizspiel in Hattingen angekündigt.

Der Rückblick auf die Stadtmeisterschaft bereitete indes weniger Freude. Mit der Zuschauer-Resonanz (1052) war Georg Tietz von Ausrichter SG Hill noch zufrieden. Nicht gefallen hatte ihm aber, dass fast alle Vereine nicht mit ihren ersten Mannschaften antraten. „Es ist eine Unverschämtheit vor allem den Zuschauern gegenüber, die immerhin 3,50 Euro Eintritt zahlen mussten“, so Tietz. „So macht mir das Ganze keinen Spass mehr.“

In die gleiche Kerbe schlug dann auch noch einmal Wolfgang Waßerloos. „Es kann nicht sein, dass bei einer Stadtmeisterschaft acht Rote Karten gezeigt werden müssen, von denen einige sogar vor der Spruchkammer verhandelt werden mussten. Auch kann es nicht sein, dass Vereine einfach Spieler einsetzen, die nicht spielberechtigt sind und dadurch den kompletten Turnierplan verfälschen“, schimpfte Waßerloos. Letztlich bedankte sich Waßerloos dann aber doch noch bei allen Anwesenden für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren und sagte, dass er natürlich seinem Nachfolger sowie den Vereinen in seiner Funktion als Staffelleiter weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen werde.

Der neue kommissarische Fachschaftsleiter Dino Carrafiello nahm den Ball dann auf und appellierte an alle Anwesenden, dass man die Stadtmeisterschaften und auch die Kreismeisterschaften „nicht den Bach runtergehen lassen dürfe“. Carrafiello will dafür kämpfen, dass diese Traditionsturniere aufrecht erhalten und wieder attraktiver werden.

Ihm zu Seite stehen aus dem alten Vorstand Michael Poredski und Benjamin Leibold. Neu hinzu kommen Veli Kutlu (Hedefspor), Jürgen Stark (TuS Blankenstein) und Thomas Behling (DJK Märkisch) für die Senioren sowie Uwe Timme (TuS Hattingen) für die Jugend. Auch Kreisvorsitzender Ulrich Jeromin plädierte für einen Erhalt der Turniere, immerhin gebe es ja auch ein Preisgeld in Höhe von 1 000 Euro. Dass die Hallenturniere zukünftig nicht mehr Stadtmeisterschaft oder Kreismeisterschaft heißen, hat den Grund, dass offizielle Meisterschaften zukünftig nach den strengen Futsal-Regeln durchgeführt werden müssen, was Spieler und Turnierleitung schlicht überfordern würde. Daher habe man sich entschlossen, keine offiziellen Meisterschaften mehr durchzuführen, sondern nur noch Turniere, die dann nach den Futsal-Light-Regeln – wie schon in diesem Jahr – durchgeführt werden können.

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