Breucker-Brüder radeln 897 Kilometer durch die Alpen

Beim Transalp 2016 haben der Welperaner Triathlet Norbert Breucker und sein Bruder Georg, der Mitglied im Ruderclub Witten ist, sieben Tagesetappen zurückgelegt. In der Wertung belegten sie unter Startern aus ganz Europa Platz 42.

Norbert und Georg Breucker sind 897 Kilometer durch die Alpen gefahren.

Norbert und Georg Breucker sind 897 Kilometer durch die Alpen gefahren.

Dass die SG Welper mitunter auch mal international unterwegs ist, haben in der Vergangenheit bereits einige Sportler aus unseren Reihen bewiesen. Vorwiegend Schwimmer und Triathleten. Letztere sind in Person von Norbert Breucker und seinem Bruder Georg in der vergangenen Woche quer durch die Alpen geradelt. Dort fand zum vierzehnten Mal die Tour Transalp statt, ein Team-Radrennen für Jedermann, bei dem die Teilnehmer in Zweierteams starten. Dabei waren in diesem Jahr rund 900 Starter aus 35 Nationen, was gleichzeitig mit einer professionellen Organisation verbunden ist (150 Helfer).

Die Breucker-Brüder kommen fahren auf der Zielgerade die letzten Meter.

Die Breucker-Brüder fahren auf der Zielgerade die letzten Meter.

Die Radrennfahrer legten bei der Tour durch Europas größtes Hochgebirge 897 Kilometer mit 19 446 Höhenmetern und 22 Pässen zurück. Das ganze geschieht nicht nonstop, sondern in sieben Tagesetappen, die sich abwechselnd durch die Alpenlandschaft Italiens und Österreichs schlängeln: Imst – Brixen – St. Vigil – Sillian – Fiera di Primiero – Crespano del   Grappa – Levico Terme – Riva del Garda.  Dabei wurde  Norbert Breucker am zweiten Tag höherer Gewalt ausgesetzt. „In der Startaufstellung in Brixen setzte plötzlich meine elektronische Schaltung aus. Die hintere Ketten-Schaltung ließ sich nicht mehr bedienen, nur vorne konnte ich zwischen großem und kleinem Kettenblatt wechseln.“ Die ersten 41 Kilometer mit 1400 Höhenmetern und teilweise Steigungen höher als zwölf Prozent kosteten ihn extrem viel Kraft und Zeit. „Erst in Wolkenstein konnte ich auf ein Ersatzrad des neutralen Materialwagens umsteigen. Viel Kraft und Zeit verloren, aber die Etappe mit guter Moral gefinisht“, berichtet der Triathlet, der ab kommendem Jahr wieder verstärkt bei Triathlons antreten möchte.

Die Tour, die das Brüder-Duo bereits im vergangenen Jahr absolviert hat, bewerten beide als anstrengend. „Herausfordernd sind insbesondere die vielen langen Steigerungen über zehn Prozent. Bergauf ist anstrengend, bergrunter mit Geschwindigkeiten von über 80 Stundenkilometer oder bei Pässen mit vielen nicht einsehbaren Kurven sehr gefährlich, insbesondere bei nassen Straßen. Ich bin angesichts der zahlreichen Stürze froh, heile angekommen zu sein“, so Norbert Breucker.

Norbert und Georg Breucker mit ihren Medaillen.

Norbert und Georg Breucker mit ihren Medaillen.

Die Tour Transalp gilt unter den Rennradsportlern als Pflicht – zumindest einmal im Leben. Dafür bereiten sie sich teilweise monatelang vor. Die Breucker-Brüder haben sich ebenfalls gut vorbereitet und bei der Tour ihre Kräfte eingeteilt. „897 Kilometer in sieben Tagen sind allein für sich kein Problem. Schwierig sind die 19 521 Höhenmeter. In jeder Etappe möchte man alles geben, darf sich aber auch nicht überanstrengen, denn einen Regenerationstag kann man nicht einlegen“, erzählt Norbert Breucker. Neben der eigenen sportlichen Herausforderung stehen aber vor allem der Spaß, die Faszination der Strecke und der Teamgedanke im Vordergrund. Doch gelohnt hat es sich für die Hattinger trotzdem: in der Endwertung belegten sie Platz 42 von insgesamt 103 qualifizierten. Der Großteil davon waren jüngere Radrennfahrer.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://sgwelper.de/breucker-brueder-treten-bergauf-und-ab-in-die-pedale/