Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

Athletenbericht vom Berliner Halbmarathon von Andreas Moch

Andi Moch

Am ersten Aprilwochenende fand nach langer Durststrecke endlich mal wieder eine sportliche Großveranstaltung statt, der Berliner Halbmarathon. Dieses erste Highlight im Jahr wollte ich mir nicht entgehen lassen und hatte einen Wettkampf vor Augen, auf das es sich lohnte gezielt hin zu trainieren.

Nach wochenlanger Schönwetterperiode kippte das Wetter in der Vorwoche. Regen, Wind und Kälte dämpften die Euphorie dann doch gewaltig. Am Sonntag Morgen hatte der Wettergott mit den Läufern jedoch ein Einsehen, es waren zwar nur 2 Grad aber trocken und kein Schnee, der ja überraschenderweise im Ruhrgebiet gefallen war.

Insofern gab es keine Ausreden und das Ziel 4:15 min/km, was eine Endzeit von 1:29:45 Std bedeuten würde, stand. Nach den 1:30:30 Std von Bertlich, sieben Wochen zuvor, sollte das möglich sein. Aber man muss es dann auch erst einmal auf die Straße bringen, denn was sich theoretisch einfach anhört, gestaltet sich in der Praxis dann doch etwas anders. Wie so häufig zwickt es in den Tagen vor dem Lauf hier und es zieht da, man wird unsicher und macht sich Gedanken, was das wohl werden wird.

Letztendlich ging alles reibungslos. Auf der bekannt schnellen Strecke, mit tausenden Teilnehmern und vielen, vielen Zuschauern kam ich im Laufe der Strecke immer besser ins Rennen und nach 1:28:04 Std ins Ziel.

Für mich eine top Zeit aber um das realistisch einzuordnen: deutscher Meister wird man damit nicht, noch nicht einmal in meiner Altersklasse (M55), da hatte der Sieger eine 1:15 Std. Nur von einem Klassenunterschied zu sprechen, wäre eine Untertreibung, es liegen vielmehr Lichtjahre zwischen uns. Nun gut, reden wir uns die Sache schön: „Wir machen schließlich Triathlon“, dann wir es erträglicher.

Jetzt wird es auch höchste Zeit Radkilometer in die Beine zu bekommen, denn Mitte Mai wartet in Hagen der erste Ligawettkampf, mit der 4-maligen Fahrt zur Hohensyburg auf uns.

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