Basketballer belohnen sich nach Kampf nicht

Das erste Auswärtsspiel der Grün-Weißen zeigte, dass Welper in der Bezirksligasaison angekommen ist. Zwar blieb in einem hart umkämpften Spiel gegen Cosmos Hagen der erste Saisonsieg verwehrt, aber Welper zeigte mit einer sehr stark ersatzgeschwächten Mannschaft genau die gesunde Einstellung, die es braucht um die Liga erneut zu halten.

SV Cosmos Hagen – SG Welper 66:57

Das erste Viertel ging zwar zunächst relativ deutlich mit 22:13 an die Gastgeber, aber Welper gab nicht auf und entschied das zweite Viertel mit 17:9 für sich. Ohne die beiden Aufbauspieler Jonas Köller und Carsten Widera-Trombach musste Spielertrainer Schmale auf der Aufbauposition improvisieren. Pascal Keiderling, ein Allrounder aus der Reserve, machte im zweiten Viertel einen hervorragenden Job und kontrollierte den Angriff. Die Mischung aus Distanzwürfen von Ronnie Schmale und guter Arbeit unter den Brettern von Armir Kciku brachten Welper 15 von 17 Punkten ein und folgerichtig wurde der Rückstand beachtlich aufgeholt. Für eine Halbzeitführung fehlte allerdings ein Korb und Cosmos Hagen ging knapp mit 31:30 in die Pause.

Ronnie Schmale.

Ronnie Schmale musste aufgrund von Personalmangel improvisieren.

Der Knackpunkt des Spiels waren die ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Welper ging fahrlässig mit seinem Ballbesitz um und Cosmos nutze diese Gelegenheiten kaltschnäuzig aus. Ein Fastbreak nach dem anderen schenkten die Gastgeber den Grün-Weißen ein. Cosmos setzte sich mit einem 8:0-Lauf ab. Zwar fingen sich die Welperaner im Laufe des Viertels, aber es kostete Kraft, dem Rückstand hinterherzulaufen. So gingen die Hausherren mit einer 52:39 – Führung in das Abschlussviertel.

Welper setzte dennoch alles auf eine Karte. Stellte die Verteidigung in eine kräftezehrende Variante der Manndeckung um und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte sich die SG eine tiefere Bank gewünscht. Die Ausfälle von Jonas Köller, Christian Lüttger, Timo Klippstein, Witold Müller, Manuel Erlemann, Stefan Rath und Carsten Widera-Trombach wiegten schwer. Zwar steigerte sich die Verteidigung, aber auf Kosten der Kraft für den Angriff. So gewann Welper zwar das letzte Viertel mit 18:14 und kam zwischenzeitlich auf sechs Punkte heran, aber der letzte Punch war kräftemäßig nicht mehr drin.

„Es war letztlich eine ärgerliches Spiel“ resümiert Schmale die Partie, „wir haben unsere neue Idee vom Spiel für diese Saison über weite Phasen gut umsetzen können. Unsere Center Holger Jung, Sven Löschner und Armir Kciku waren richtig gut eingebunden, aber uns fehlte trotz der guten Aushilfe von Pascal Keiderling und Benjamin Bernatzki aus der 2. Mannschaft, vor allem in Backcourt die Entlastung einer tiefen Bank. So war leider nach dem Rückstand im dritten Viertel nichts mehr drin“.

Für Welper spielten:
Löschner (16 Punkte), Jung (14), Schmale (9/3 Dreier), Schmischke (7/1), Kciku (6), Bernatzki (3/1), Keiderling (2).

 

Weiter geht es für die SG Welper am kommenden Sonntag um 18 Uhr in Blankenstein. In der Halle an der Vidumestraße stellt sich der SV Hagen-Haspe III vor.

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