Anke Trilling wieder auf dem Podium bei der Quadrathon-WM 2020 – Athletenbericht von Oliver Trilling

Siegerehrung in Corona-Zeiten mit Anke auf der linken Seite

Am ersten Septemberwochenende findet üblicherweise in Thüringen der Bergsee Triathlon und Quadrathlon statt. In diesem Jahr sollte es wie 2018 im Quadrathlon über die Sprintdistanz (750 m Schwimmen, 20 km Rad, 4,6 km Kajak und 5 km Laufen) um die Weltmeistertitel gehen. Nachdem der Wettkampf im Vorfeld von den zuständigen Behörden untersagt worden war, konnte der Veranstalter erst drei Tage vor dem ersten Start mit juristischer Unterstützung eine Genehmigung erwirken.

Die dadurch notwendige Spontanität und Reisebeschränkungen für internationale Sportler führten dazu, dass das Starterfeld im Vergleich zu 2018 nur etwa halb so groß war. Auch das erforderliche Hygienekonzept und das Verbot von Zuschauern an der Strecke führten zu einer weniger glanzvollen Veranstaltung, als vor zwei Jahren. 

Anke und ich waren trotzdem sehr froh, in diesem Corona-Jahr einen Wettkampf bestreiten zu können. Der Start erfolgte in 3 Gruppen. Die Elite-Sportler und die Masters 40 bildeten die erste Startgruppe, die Frauen und die Masters 50 starteten in der Zweiten. Nach einem kurzen Schauer waren die Straßen zur Startzeit weitgehend getrocknet. Kräftiger Wind sorgte aber für kleine Wellen auf dem Bergsee. Schwimmen, Radfahren und paddeln wurden dadurch recht anspruchsvoll.

Anke stieg nach dem Schwimmen als 13. und zweite Frau aufs Rad. Sie konnte diesen zweiten Platz im Frauenfeld bis ins Ziel verteidigen. Im gesamten Feld verbesserte sie sich auf der hügeligen Radstrecke auf Platz 12 und im Kajak auf Platz 10. Im abschließenden Laufen behauptete sie diese Platzierung.

Für mich war es Platz 19 nach dem Schwimmen. Es war etwas frustrierend, dass die erste Frau – 5 Minuten nach mir gestartet – ihr Rad vor mir aus der Wechselzone schob. Für mich kamen jetzt die stärkeren Disziplinen, das bedeutete Platz 9 nach dem Radfahren und Platz 5 nach dem Paddeln. Beim Laufen musste ich noch zwei Quadrathleten ziehen lassen und beendete den Wettkampf als Siebter.

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