Anke Trilling gewinnt Bronze bei Quadrathlon-WM

Unsere Sportlerin überzeugt bei der Kombination zwischen Triathlon und Paddeln. Mann Oliver beweist sich in starkem Feld.

Die Triathleten setzen weiter Ausrufezeichen! Dieses Mal in der eher unbekannten Sportart Quadrathlon (Triathlon und Paddeln). Anke und Oliver Trilling nahmen am vergangenen Wochenende an der Weltmeisterschaft in Ratscher teil. Dabei sprang für unsere Starterin im Frauenfeld überraschend die Bronze-Medaille heraus.

Anke Trilling war mit Spaß an der Sache und wurde am Ende WM-Dritte.

Zum Start in den September stand die Quadrathlon-Weltmeisterschaft rund um den Bergsee des Dorfes in Thüringen an. Dort meldeten sich die Trillings einfach mal an. Zuvor hatten beide erst einen einzigen Wettkampf bestritten, auf der Sprint bzw. Langdistanz – und Spaß bekommen. „Über einen Freund, der auch Kanu fährt, haben wir von der Sportart erfahren“, erzählt Anke Trilling.

Im Kanu seit dem Kindesalter

Sie und ihr Mann haben von klein auf in einem Kanu gesessen und beherrschen so das Paddeln noch besser als die drei Disziplinen des Triathlons. Teilweise nehmen sie heute auch noch an Regatten teil. Somit ist der Quadrathlon für beide wie gemacht. In der Woche trainieren sie in der Regel mindestens einmal auch im Kanu und mussten sich daher nicht gesondert vorbereiten.

In Ratscher standen 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 4,6 Kilometer Kajak und fünf Kilometer Laufen auf dem Programm. Gleichzeitig fand im Zuge der WM auch der Deutschlandcup im Quadrathlon statt. 63 Starter aus neun Ländern waren vertreten. Bei den Frauen gingen elf Athletinnen an den Start, die restlichen mit stärkerer Konkurrenz bei den Männern. Zum Schwimmen und Paddeln ging es durch den Bergsee.

Von Platz sieben bis auf das Treppchen

Im Rennkajak spielte Anke Trilling ihre Stärke auf dem Bergsee aus.

Nach einer soliden Schwimmleistung startete Anke Trilling als siebte Frau auf die hügelige Radstrecke und schob sich auf den vierten Platz vor. Im Kajak holte die 39-Jährige noch einen Platz auf und brachte sich damit in Medaillenposition mit Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen. „Das Boot darf jeder frei wählen. Wir sind natürlich im Rennkajak gefahren, weil es am schnellsten ist. Durch das Paddeln holt man schon viel heraus, da nicht alle Triathleten dabei ihre Stärke haben“, weiß die Starterin der SG Welper. Zudem war das Wasser durch die vielen Boote ganz schön in Bewegung.

Auf der abschließenden Laufstrecke sicherte Anke Trilling sich die Bronze-Medaille und überquerte nach 1:47:37 Stunde die Ziellinie. Damit überraschte sie sich selbst. „Ich habe mir im Vorfeld nichts ausgerechnet. Dass ich mich so dazwischen mogeln konnte, war schon erstaunlich“, gab sie zu. Aber eine Überraschung wartete noch auf dem Treppchen: Da die Siegerin mit Lisa Teichert die dominierende deutsche Quadrathletin war, wurde die Nationalhymne gespielt. Diesen Moment genoss Anke Trilling. „Ich habe immer davon geträumt auf dem Treppchen zu stehen und die eigene Hymne zu hören, jetzt hat es geklappt“, freute sie sich.

Oliver Trilling im Gesamtfeld auf Rang 20

Oliver Trilling.

Ihr Mann Oliver fand beim Schwimmen zunächst keinen Rhythmus, fuhr bei seiner stärksten Disziplin auf dem Rad dann aber auf Platz 16 vor. Besonders freute den 41-Jährigen, dass er als gelernter Canadierfahrer im Kajak bei anspruchsvoll welligem Wasser zwei weitere Plätze gut machen konnte. Nach dem Laufen beendete er den Wettkampf in einem stark besetzten Männerfeld als 20. der Gesamtwertung in 1:45:37 Stunde.

Für beide soll es in Zukunft weitere Wettkämpfe im Quadrathlon geben. „Wir schauen dabei vor allem auf die Termine des Deutschlandcups. Die Teilnahme an einer WM ist wohl zu aufwendig, je nachdem, wo sie ausgetragen wird“, sagt Anke Trilling.

Die Einzelzeiten der Trillings

Anke: 13:48 Minuten Schwimmen, 43:07 Minuten Rad, 29:55 Minuten Kajak, 20:47 Minuten Laufen

Oliver: 15:59 Minuten Schwimmen, 37:36 Minuten Rad, 28:46 Minuten Kajak, 23:16 Minuten Laufen

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