Allgäu Triathlon 2019 – Athletenbericht von Berthold Janzen

Der Allgäu Triathlon in Immenstadt zählt zu den traditionsreichsten Triathlons in Deutschland und erlebte in diesem Jahr die bereits 37. Auflage. Die Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit und war auch in diesem Jahr mit ca. 2.700 Teilnehmern, verteilt auf verschiedene Distanzen, frühzeitig ausgebucht. Da ich bei dieser „Kult“-Veranstaltung unbedingt einmal teilnehmen wollte, meldete ich mich rechtzeitig für die Mitteldistanz mit den Umfängen 1,9 KM Schwimmen im Großen Alpsee, 86 KM Radfahren im bergigen Umland und abschließend 20 KM Laufen entlang des Großen Alpsees an.

Berti Rad

Bei sehr guten Wetterbedingungen mit blauem Himmel und in der Spitze über 30 Grad wurden die Athleten ab 7:30 Uhr in den Wettkampf geschickt. Mein Start erfolgte um kurz nach 8 Uhr und das Schwimmen im Großen Alpsee stellte sich beim ca. 20 Grad im Wasser als gelungener Auftakt heraus. Nach 40 Minuten, inkl. eines kurzen Landgangs, erreichte ich die Wechselzone und mit dem Rad unter dem Hintern begann für mich der Wettkampf. Die Radstrecke muss zweimal zu ca. je 43 KM gefahren werden und bietet den Teilnehmern landschaftlich ein grandioses Panorama. Jedoch müssen auch insgesamt ca. 1.300 Höhenmeter überwunden werden… alles hat seinen Preis. Da ich die Radstrecke zwei Tage vor dem Wettkampf abgefahren bin kannte ich die Chancen und Risiken des Kurses. Entsprechend teilte ich mir das Rennen ein und konnte zwei konstante Runden hinlegen und nach 2:51 Std. das Rad in der Wechselzone abstellen.Das abschließende Laufen in der prallen Mittagssonne rang den Teilnehmern nochmal alles ab, mir natürlich ebenso. Die wellige Strecke bot sehr wenig Schatten und es mussten zwei Wendepunkte passiert werden. Höhepunkt des Laufens war bei KM 15 der sogenannte „Kuhsteig“, ein ziemlicher Anstieg, der in der Vergangenheit selbst Profis zum Gehen verdammte.

Berti Lauf

Eine Blaskapelle und zahlreiche Zuschauer heizen hier den Athleten nochmal richtig ein. Gezeichnet von bis dahin knapp 5 Stunden sportlicher Betätigung blieb mir trotzdem nichts anderes übrig, als diese Passage im Wanderschritt zu absolvieren. Danach war man geschafft, allerdings hatte man den Wettkampf auch mehr oder weniger geschafft. Die letzten KM konnten im Flachen gelaufen werden und das Ziel kam, auch akustisch, immer näher. Dann war es endlich soweit. Nach 1:46 Std. Laufen erreichte ich 5:27 Std. nach dem Startsignal erschöpft aber glücklich das Ziel! Das bedeutete Gesamt Platz 297 (von 915) und AK Platz 29 ( von 95).

Berti Ziel


Mein Fazit vom Allgäu Triathlon: Eine hervorragende Veranstaltung, sehr gut organisiert mit vielen herzlichen Helfern und einer tollen Stimmung… und natürlich einer herausfordernden Strecke mit grandiosem Panorama. Ich komme wieder!

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