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Vereinsheim

Das neue Vereinsheim der SG Welper ist komplett in Eigenregie entstanden. Besonderen Einsatz zeigten dabei Ulrich Brüning und Horst Faber.

 

Adresse: Marxstr. 100 a, 45527 Hattingen
Tel.: 02324/3912844

Während der Fußballspiele der Seniorenmannschaften sowie Jugend steht Wirt Michael stets hinter der Theke und teilt frische Getränke und Kleinigkeiten zu Essen aus.

 

Pressebericht:

WAZ, Hattingen
14. Juli 2011, Hendrik Steimann

Von der Vereinshütte zum Vereinsheim

Die alte Holzbude der SG Welper ist im Oktober 2007 abgebrannt. Inzwischen ist in Eigenregie ein neues Gebäude entstanden.

Die SG Welper feierte munter ihr Oktoberfest in der Aula der Gesamtschule Welper. Gegenüber, nur 200 Meter weit weg, brannte die Holzhütte des Vereins am Sportplatz ab. Brandstiftung, ein Schaden von 10 000 Euro – viele neue Geräte, etwa Kühlschränke, waren komplett geschmolzen. Jetzt steht an selber Stelle ein Vereinsheim, das von Mitgliedern selbst gebaut wurde.

Die Initiative zum Bau eines richtigen Vereinsheims ging vom Präsidenten Wolfgang Streckert aus. Er plante schon früher, eine Begegnungsstätte für alle Vereinsmitglieder zu schaffen und setzte sich dafür ein, dass es nach der Brandstiftung auch endlich passierte. Die Voll­endung des Heimes bekam er noch mit, das Leben, das sich dort heute abspielt, jedoch nicht mehr. Im Juni 2010 verstarb er plötzlich.

Die Entscheidung das neue Heim in Eigenregie zu errichten, war eine finanzielle Frage. Der Bau durch eine professionelle Firma hätte den Verein etwa 140 000 Euro gekostet. Durch die eigenen Arbeiten hat die SG Welper im Endeffekt 50 000 Euro gespart. Die einzigen Arbeiten, die bei der Fertigstellung des Vereinsheims nicht selber erbracht wurden, waren die Installation von Gas- und Wasserleitungen, der Einbau einer Theke und das Dachdecken. „Wir waren ab Februar 2008 bis zur Fertigstellung der Innenausrichtung im Frühjahr 2010 fünf Leute, die ständig beim Bau geholfen haben“, sagt Ulrich Brüning. Die Arbeit lastete neben seinen Schultern auf denen von Wolfgang Streckert, Horst Faber, Peter Beutel und Matthias Herbst. „Unter knapp 2000 Vereinsmitgliedern wäre doch bestimmt noch ein Maurer dabei gewesen“, ist sich Ulrich Brüning sicher.

Heute nutzt der Verein sein neues Heim für Versammlungen, Feiern oder zum gemütlichen Beisammensein. Tische und Stühle kamen teilweise über Spenden zusammen. „Beispielsweise aus der ehemaligen Kantine von Nokia aus Bochum“, berichtet Brüning. Draußen ist 2011 noch eine Terrasse gepflastert worden. Eine Ecke, in der der sich bereits ein Grillplatz befindet, soll in Zukunft ausgebaut werden.

Hauptsächlich genutzt wird das Vereinsheim von den Fußballern. Bei Spielen der Jugend stärken sich die Kleinen mit Süßigkeiten oder selbst gebackenem Kuchen. An Wochenenden schauen Fans gemeinsam Fußball im TV. Nicht nur die Aktiven, sondern auch Ehemalige.

Nicht alle Abteilungen nutzen das neue Gebäude. Die Radsportler treffen sich für Versammlungen privat beim Abteilungsleiter, da die Fachschaft nur aus 15 Leuten besteht. Privat können auch Externe im Heim feiern – sogar bis spät in die Nacht. Ulrich Brüning und Horst Faber schauen jeden Tag vorbei. „Wir halten alles in Ordnung, weil der Platz nicht abschließbar ist.“

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