Fußball: A-Jugend-Spiel eskaliert – Kreis sperrt Gegner

Nach dem Spiel bei CF Kurdistan Bochum ist es zu einer Schlägerei gekommen. Dabei haben ein paar unserer Spieler Wunden davongetragen. Das Urteil der Spruchkammer ist gefallen.

Der Vorfall liegt nun schon drei Wochen zurück. Am 13. Mai trat unsere A-Jugend zum Ligaspiel beim CF Kurdistan an. Eine Mannschaft, die zuvor schon aufgefallen war. Im Spiel zeigte sich die gegnerische Mannschaft den Beschreibungen nach sehr auffällig und streitbereit. Das Spiel war hitzig, heißt es. Auch Beleidigungen fielen, die vom Unparteiischen nicht geahndet wurden. Denn: Er wollte die Begegnung nicht eskalieren lassen. Doch genau das geschah direkt nach dem Abpfiff.

Einer unserer Spieler bekam von einem Gegner eine Backpfeife. Darauf fragte ein weiterer Kicker unserer JSG den gegnerischen Spieler, wieso er so aggressiv sei. Auch er fing sich eine Ohrfeige an, boxte allerdings zurück. Daraufhin stürzten mehrere Spieler des Gegners auf ihn – es kam zu einer handfesten Rudelbildung, aus der unser Spieler eine Platzwunde an der Lippe/Wange herauskam und im Krankenhaus behandelt werden musste. Ein paar andere unserer Spieler trugen Beulen davon, als sie sich ins unübersichtliche Handgemenge einmischten. Die Gegner blieben scheinbar auch nicht ganz unversehrt.

Polizei rückt mit vier Streifenwagen an

A-Jugend-Trainer Klaus Klein alarmierte nach der ersten Attacke unmittelbar die Polizei. Fotos: Hendrik Steimann

Trainer Klaus Klein alarmierte sofort nach dem ersten Schlag die Polizei. „Man konnte die aggressive Haltung schon das gesamte Spiel über spüren. Die Mannschaft war der Polizei auch bereits bekannt“, sagte Klein. Er und sechs Väter stürmten auf den Platz, um die aufgeheizten Jugendlichen auseinanderzuzerren, was nicht so einfach war. Die Polizei rückte mit vier Streifenwagen an. Vier Spieler der Gegner wurden außerdem vor die Jugendspruchkammer des Fußballkreises Bochum zitiert.

Mittlerweile hat die Spruchkammer entschieden, der dieser Vorfall weitergetragen wurde. Vier Spieler von Kurdistan mussten sich am vergangenen Donnerstag vor ihr verantworten. Das Ergebnis: Sie sind bis zum 13. November 2018 gesperrt. Dazu muss der Verein viermal 15 Euro Strafe zahlen. „Ich kann nicht verstehen, dass solche Mannschaften in der Gruppe auftauchen“, sagte Klein. Der CF Kurdistan hat reagiert und zog sein Team aus der Liga zurück. Ein Trost war der 3:2-Sieg, den die JSG in den schwierigen 90 Minuten vor der Eskalation eingefahren hatte. Aber dies geriet zur Nebensache.

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